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DVD-Besprechung - The Unborn
Story:
Beinahe wäre Porawee (Intira Jaroenpura) durch ihren unsteten Lebenswandel ums Leben gekommen. Als sie eine Meinungsverschiedenheit mit ihrem Partner über Geld aus einem Drogengeschäft hat, schlägt dieser sie k.o. und wirft sie in einen See. Als sie erwacht, liegt sie in einem Krankenhaus und erfährt, dass sie im 2. Monat schwanger ist, wovon sie vorher nie etwas gemerkt hatte. Doch dies ist nicht ihre einzige Sorge, denn seit dem Zwischenfall wird sie auf einmal immer wieder von geisterhaften Visionen heimgesucht.
Meinung zum Film:
Wenn man an Horror-Thrillern aus Fernost denkt, ist es eher selten Thailand, an das man als Erzeugerland denkt. "The Unborn" ist einer der eher selten vorkommenden Filme aus der thailändischen Fraktion und weist gleich zu Beginn darauf hin, dass die Handlung an sich zwar frei erfunden sei, aber auf einer wahren Begebenheit beruhe. Der erste Gedanken vieler wird in diesem Moment sicherlich sein, dass der Geisterfaktor dann ja nicht sehr groß sein kann. Richtigerweise muss dieser Gedanke aber lauten, wie viel übersinnliches müssen die Menschen in Thailand wirklich über sich ergehen lassen. Oder noch besser, wo hören bei der Umsetzung einer tatsächlichen Begebenheit die Fakten auf und wo beginnt die Fiktion des Drehbuchautors - und wahrscheinlich auch die Fantasie der damaligen Augenzeugen.
Woran es "The Unborn" ein wenig mangelt, ist an einer grundsätzlichen Spannung. Der Film hat einige wirklich gute spannungsvolle Momente zu bieten, doch insgesamt fehlt es ein wenig am rechten Tempo. Ein großes Problem ist es auch, dass keine rechte Bindung zur Hauptdarstellerin aufkommen will. Zum einen liegt dies daran, dass Hauptdarstellerin Intira Jaroenpura ("Nang-Nak") nicht die notwendige Präsenz hat, um eine Hauptrolle zu tragen. Die eher unterdurchschnittliche deutsche Synchro hilft in dieser Hinsicht auch nicht weiter. Das wohl größte Problem ist aber sicherlich die Auslegung der Rolle, die Porawee wie eine vorlaute Großstadtgöre erscheinen lässt, die wenig hat, was sie liebenswert macht, nicht böse genug ist, um sie zu hassen zu können und viel zu wenig Tiefe besitzt, um bemitleidet werden zu können. Irgendwie hat die Figur von jedem ein bisschen, ohne irgendwas richtig zu sein.
Die Story hat durchaus den ein oder anderen Punkt, der das Interesse des Zuschauers wecken und aufrechterhalten kann. Auch die Visionen sind recht effektvoll in Szene gesetzt und wissen zu überzeugen. Allerdings sind die Sequenzen stellenweise viel zu kurz und anstatt das Publikum kräftig unter Strom zu setzen, bekommt es nur leichten Reizstrom verpasst. Hier wäre sicherlich einiges mehr an Spannung rauszuholen gewesen. Zudem wirken die Schockmomente ein wenig sehr von Filmen wie "Ring" oder "The Grudge" inspiriert und bieten bis auf kleinere Ausnahmen nur wenig Neues. Der Film hat eine Menge Potential, ausgenutzt hat Regisseur Bhandit Thongdee von diesem aber nur einen sehr kleinen Teil. Rausgekommen ist dabei ein Gruselfilm, der Ideal für den kleinen Schock zwischendurch ist, für großes Spannungskino bietet er aber eindeutig zu wenig.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ganz gut gelungen, wirkt bei manchen Einstellungen aber ein wenig grobkörnig und leicht verwaschen. Der deutsche Ton in wahlweise Dolby Digital 5.1 oder dts ist gut abgemischt und bietet auch immer wieder im hinteren Bereich ein gutes Spektakel. Große Unterschiede gibt es bei den beiden allerdings Varianten nicht.
Als Extra gibt es ein Making Of, das eine Mischung von "Behind the Scenes"-Aufnahmen, Interviews und Bildern aus dem Film darstellt. Der Ton bei den Interviews ist teilweise schaurig schlecht, was aber nur bedingt in die Waagschale fällt, da diese in der Regel ohnehin über die deutschen Untertitel verstanden werden. Der Trailer zum Film schließt die Extras ab.
Fazit:
"The Unborn" ist ein solider, wenn auch etwas zu ruhiger Gruselthriller, der sich sicherlich nicht in die Reihe der großen Asien-Grusler einreihen darf. Er ist kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss, den man sich aber ruhigen Gewissens für ein wenig spannender Abwechslung ansehen kann.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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100:55 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Thailändisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Unborn
The Unborn
Ein paar geisterhafte Visionen machen noch lange keinen Gruselschocker
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Tansania / Thailand, 2003 Regie: Bhandit Thongdee Drehbuch: Bhandit Thongdee Darsteller: Intira Jaroenpura, Prangthong Changdham, Krunphol Tiansuwan, Aranya Namwong, Woravit Kaewphet
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 02.02.2006
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