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DVD-Besprechung - Unborn but forgotten (Director's Cut)
Story:
Lee Seok (Jeong Jun-Ho) ist aus der Mordabteilung zu den Computer-Verbrechen versetzt worden. Dort beschäftigt er sich mit einer mysteriösen Website, die im Zusammenhang mit dem Tod verschiedener Frauen zu stehen scheint, die kurz vor ihrem Ableben auf dieser Seite ihren eigenen Tod gesehen haben. Ein weiterer mysteriöser Umstand, der die Todesfälle begleitet, ist, dass alle Frauen kurz vor ihrem Tod offensichtlich entbunden hatten, obwohl bei keiner je eine Schwangerschaft durch ihr Umfeld entdeckt worden war. Gemeinsam mit der Reporterin Han Su-jin (Lee Eun-Ju), die einen Bericht über die Arbeit des Cyber-Cops dreht, macht sich der Beamte auf die Suche nach der Wahrheit. Su-jin entdeckt dabei, dass die Kamera teilweise eine andere Wahrheit zeigt als sie das menschliche Auge erfasst. Nach einem Blick auf die mysteriöse Website ist das Leben der Reporterin ebenfalls in Gefahr, wenn sie nicht das Geheimnis hinter der unheimlichen Internetseite entschlüsselt.
Meinung zum Film:
Eines muss man Regisseur Chang-jae Lim lassen - er weiß genau, wie er das Publikum von Beginn an in seinen Bann zieht. Durch die Tatsache, dass er dem Zuschauer mit der mysteriösen Website und den nicht weniger unerklärlichen Schwangerschaften zwei Rätsel auf den Weg gibt, die er obendrein noch mit stimmungsvollen Bildern und einer knisternden Spannung präsentiert, ist man nach 15 Minuten in die unheimliche Welt von "Unborn but Forgotten" eingetaucht. Eine ganz große Stärke ist dabei, wie bei den meisten Fernost-Produktionen, die visuelle Umsetzung des Themas. Es sind in erster Linie die Bilder, die beim Sehen begeistern und fesseln. Die Geschichte gehört im Gesamten betrachtet dann doch nicht unbedingt zu den bemerkenswerten Beiträge des Genres.
Einen Vorwurf muss sich der Film dabei vor allem gefallen lassen. Nämlich den, lediglich eine simple Variation eines der ganz großen Mystery-Hits aus Fernost zu sein. Auf den Kern zusammengefasst ist der Inhalt: "Jeder, der sich ein bestimmtes Medium ansieht, wird später unter mysteriösen Umständen sterben, was für die betreffende Person kein Geheimnis ist und Schuld an den Morden ist wieder einmal fehlende Liebe für den Nachwuchs." Die Variation ist dabei, dass während bei "The Ring" ein Videoband und ein Telefon die Auslöser für die Geschehnisse sind, nun eine Website die schreckliche Nachricht des eigenen Todes präsentiert.
Wo sich beide Werke aber wieder grundlegend unterscheiden, ist bei der Ausarbeitung des Themas. Während bei "The Ring" das Mysterium weitestgehend erklärt wurde und auch bis auf kleine Details recht schlüssig erscheint, ist bei "Unborn but forgotten" einiges in der Schwebe. Die Website wird irgendwann mehr oder weniger außer acht gelassen, was es mit den plötzlichen Sturzgeburten nach nicht vorhandener Schwangerschaft auf sich hat, bleibt in erster Linie der Fantasie des Publikums überlassen und die Auflösung des Ganzen wirkt dann derartig an den Haaren herbeigezogen, dass man noch nicht einmal müde darüber lächeln kann. Von daher sollte man sich dem Inhalt nicht zu sehr widmen, und sich vielmehr von der Stimmung des Filmes gefangen nehmen lassen. Denn in dieser Beziehung weiß der Film durchaus zu überzeugen und zu unterhalten. Der Film ist sicherlich keiner von der Sorte, die man unbedingt gesehen haben sollte, aber auf jeden Fall zu der Kategorie gehörend, die auf geschichtlicher Sparflamme spannende Atmosphäre verbreiten kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht maximal einen durchschnittlichen Eindruck. Besonders negativ fällt das sehr detailarme Bild auf, das obendrein noch ein wenig zu Dunkel ist und dadurch in weniger belichteten Szenen Details verschluckt. Nachzieheffekte treten unterschiedlich stark auf und so reicht es im Vergleich nur zu unterem Durchschnitt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar und im hinteren Bereich gibt es ab und an auch etwas zu vernehmen. Somit schneidet das Akustische um einiges besser ab als das Optische.
Als Bonusmaterial gibt es rund 60 Minunten unkommentierte und -sortierte Schnipsel vom Set, jeweils ein rund 2-minütiges Interview mit den beiden Hauptdarstellern, den Kurzfilm MIMI und den Trailer zum Film. Masse satt, aber nur begrenzte Klasse.
Fazit:
"Unborn but Forgotten" ist ein ordentlicher Beitrag zum mysteriösen Spannungskino. Man kann zwar ohne zu Lügen behaupten, dass er nichts anderes als eine Variation des "Ring"-Themas ist, der obendrein noch einige faustgroße Lücken in der Ausarbeitung aufweist, doch zumindest von den Bildern und von der Stimmung betrachtet zu unterhalten weiß. Die Bildqualität ist nicht besonders gut gelungen und stellt eindeutig den Schwachpunkt der DVD dar.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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90:06 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Koreanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interview mit Jeong Jun-Ho
- Interview mit Lee Eun-Ju
- Kurzfilm MIMI
- Trailer
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Unborn but Forgotten
Hayanbang
Ein abgekupferte, lückenhafte Story und doch stimmungsvoll unterhaltsam
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Südkorea, 2002 Regie: Chang-jae Lim Drehbuch: Hyeon-geun Han Darsteller: Jun-ho Jeong, Eun-ju Lee, Kan-hie Lee, So-yeon Lee, Ji-Yeon Myeong
Label :
I-On New Media
Verkaufsstart : 28.02.2005
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