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DVD-Besprechung - The Vanishing - Spurlos verschwunden
Story:
Rex Hofman (Gene Bervoets) und Saskia Wagter (Johanna ter Steege) haben ihre Heimat Holland verlassen, um ein paar Tage voller Liebe in einer abgeschiedenen Landschaft in Frankreich zu verbringen. Doch bei einem Stop an einer Tankstelle wird die anfänglich vergnügliche Reise zu einem Horror-Trip - Saskia ist auf einmal spurlos verschwunden. Sie wurde unerkannt von Raymond Lemorne (Bernard-Pierre Donnadieu) verschleppt und Rex hört anschließend nie wieder von seiner Freundin. Auch nach 3 Jahren ist ihr Schicksal für ihn noch immer ungewiss, was dem Niederländer schwer zu schaffen macht und die Suche nach den damaligen Begebenheiten zu einer Besessenheit macht.
Meinung zum Film:
Allein schon der Gedanke daran, dass bei einer Reise ins Ausland der Partner auf einmal spurlos verschwindet, wird in jedem auch nur halbwegs normal denkenden und fühlenden Menschen Panik auslösen. Denn was macht man in solch einer Situation? Wie sieht das Leben nach so einem Schicksalsschlag aus? Wann kann man davon ablassen, erfahren zu wollen, ob der geliebte Mensch noch lebt, und wenn ja, unter welchen Umständen? Und wenn nein, wird man je erfahren, was an diesem Tag genau passierte? Regisseur George Sluizer verpackte diese fatale Situation in einen Film, der emotional packend und mitreißend in seinen Bann zieht. 5 Jahre später führte er beim amerikanischen Remake seines Filmes Regie, in dem Sandra Bullock ("Speed") und Kiefer Sutherland ("24") das Pärchen spielten und Jeff Bridges ("The Big Lebowski") den Entführer.
Allerdings konnte er dabei nicht annähernd die dramatische Stimmung des Originals schaffen, da er viel zu viele hollywoodgerechte Kompromisse einging. Die Stärke von "The Vanishing" liegt hauptsächlich in seiner ruhigen und distanzierten Darstellung seiner Protagonisten. Es wird auf übertriebene Sentimentalität verzichtet und viel mehr eine nackte Fassade gezeigt, die nicht treffender auf Wirkung beim Zuschauer sein könnte. Durch das frühe Aus von Saskia hat man gerade mal so viel Zeit, die junge Frau sympathisch zu finden und zu erkennen, dass sie und Rex sich wirklich lieben, doch reicht es nicht aus, um selbst emotionale Zuschauer zu tief in ein Tal der Trauer zu werfen.
Dies wäre in gewisser Weise auch fatal, da nach der Einleitung das Hauptaugenmerk auf Raymond gelegt wird, indem Sluizer zeigt, wie akribisch der Chemielehrer bis ins kleinste Detail sein Tat vorher plant und wie versessen er darauf ist, den Plan in die Tat umzusetzen. Seine Ideen sind dabei jedoch alles andere als professionell und man erkennt sehr schnell, dass vieles schon im Voraus zum Scheitern verurteilt ist. Am erschreckendsten ist seine Motivation, die einzig und allein darin besteht, seine eigenen Grenzen zu überschreiten und das schlimmste zu tun, was man sich vorstellen kann. Doch obwohl man die Taten und Vorbereitungen mit einer gewissen Abscheu betrachtet, wird Lemorne nie zu einem Monster. Hier hat, neben dem durchdachten Drehbuch, sicherlich die Arbeit von Bernard-Pierre Donnadieu ("Der Profi") einen großen Anteil dran. Das Ende des Filmes ist dann noch einmal harter Tobak für den Zuschauer und spätestens zu diesem Zeitpunkt hat das US-Remake den Qualitäts-Kontakt zu dem hervorragenden Thriller-Drama aus Europa mehr als eindeutig verloren.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Zum einen kommen die Farben kraftvoll natürlich herüber und die Detailfülle ist durchaus als gut zu bezeichnen, doch stehen deutliches Rauschen und Verschmutzungen im Bild als Gegenpol dazu. Der deutsche Mono-Ton im Dolby Digital 2.0-Format ist klar verständlich und weist keine Probleme auf.
Bonusmaterial ist keines auf der Disk zu finden.
Fazit:
"The Vanishing - Spurlos verschwunden" ist ein Thriller-Drama, das ein Verbrechen über Zeitsprünge und sowohl aus der Sichtweise des Täters als auch aus dem Umfeld des Betroffenen zeigt. Die digitale Umsetzung ist nicht besonders gut, aber immer noch ausreichend, um das Sehvergnügen nicht zu sehr zu stören.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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101:43 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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The Vanishing - Spurlos verschwunden
Spoorloos
Spurlos an den Nerven des Zuschauers geht dieser Film bestimmt nicht vorüber
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich / Niederlande, 1988 Regie: George Sluizer Drehbuch: George Sluizer, Tim Krabbé (nach dem Roman "The Golden Egg" von Tim Krabbé) Darsteller: Bernard-Pierre Donnadieu, Gene Bervoets, Johanna ter Steege, Gwen Eckhaus, Bernadette Le Saché, Tania Latarjet, Lucille Glenn
Label :
Polyband
Verkaufsstart : 21.02.2005
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