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DVD-Besprechung - Der verbotene Schlüssel
Story:
Die soziale Ader von Caroline Alice (Kate Hudson) kennt kaum Grenzen. Anstatt in einem Krankenhaus in der Stadt zu arbeiten, verschlägt es sie in die abgeschiedene Tiefe des Bayou von New Orleans, um dort einen gelähmten Mann (John Hurt) zu pflegen, der bald sterben wird. Doch umso länger sie in dem unheimlichen Haus verweilt, detso mehr mysteriöse Dinge geschehen. Eines Tages öffnet sie heimlich eine verschlossene Tür auf dem Dachboden und taucht damit in eine Welt ein, die von dunklen Ritualen geprägt ist.
Meinung zum Film:
Kate Hudson hat sich bislang eher als Sonnenschein in Liebeskomödien wie "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen?" oder "Liebe auf Umwegen" in die Herzen des Publikums gespielt. Mit "Der verbotene Schlüssel" wagt sich die Tochter Goldie Hawns zum ersten Mal, die Hauptrolle in einem düsteren Mystik-Thriller zu übernehmen. Und auch hier kann sie ohne ihr stetes Sonnenscheinlächeln in ihrer Darbietung überzeugen. An ihrer Seite stellte man mit John Hurt ("1984") einen der großen Darsteller Hollywoods, der als von der Hüfte abwärts gelähmter und kurz vor dem Ende stehender Mann, der allein durch seine Erscheinung und den leeren Blick für reichlich Unbehagen sorgen kann. Mit Gena Rowlands ("Wie ein einziger Tag") steht eine weitere gestandene Schauspielerin auf der Besetzungsliste und die robuste Art, in der sie die Frau des Sterbenden spielt, ist sehr zum Wohle der Stimmung.
Für unheimliche Stimmung im Film hat Regisseur Iain Softley ("K-Pax - Alles ist möglich") reichlich gesorgt. Das zentrale Thema Hoodoo wird dabei erst nach rund 40 Minuten offen präsentiert. Bis dahin sind es kleines Taschenspieler-Tricks, mit denen für den kurzen Schock gesorgt wird. Plötzlich auftauchende Personen und unerwartete Aktionen, die mit der passenden Geräuschkulisse präsentiert werden, lassen einen unweigerlich zusammenzucken und bilden mit der schwülen Atmosphäre des Bayou und der gruseligen Stimmung im Haus für einen gut erarbeiteten Rahmen, der ohne ersichtlichen Grund für spannende Unterhaltung in dieser Zeit sorgt. Ab dem Moment, wo schwarzmagische Rituale thematisiert werden, gesellt sich zu der spannungsgeladenen Atmosphäre noch der fehlende Grund, warum man dieses unheimliche Gefühl haben sollte.
Die Bilder, die von der Kamera eingefangen werden, zeugen nicht nur von der unheimlichen Stimmung im Haus, sondern auch von der Abgeschiedenheit und der teils wildwuchernden Natur in dieser Ecke New Orleans. Bei Rückblenden wird ein stakkatoartiger Schnitt verwendet, bei dem immer wieder Sekundenbruchteile fehlen, wodurch die Szenerie ein ganz eigenartiges Tempo aufbaut, was nicht unbedingt geläufig anzuschauen ist, dafür in der Wirkung einen guten Effekt hat. Durch seine Inszenierung schafft es Iain Softley, den Zuschauer das Bayou und seine Geheimnisse mitentdecken zu lassen. Er nimmt sein Publikum mit in die Abgründe der schwarzen Magie, verhindert es dabei allerdings, das ganze zu phantastisch wirken zu lassen und lässt ihm die Aura des Möglichen. Das Tempo ist wohldosiert, wodurch "Der verbotene Schlüssel" nicht zu den schweißtreibenden Horrorthriller gehört. Er ist vielmehr ein durchweg mit einer schaurigen Stimmung versehener und durchdachter Mystik-Thriller, der ohne große Effekthascherei für düstere Spannung sorgt und mit einem überraschenden Ende aufwarten kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist von den Konturen recht ordentlich gelungen, ist dafür allerdings ein wenig dunkel geraten, was in einigen Szenen ein wenig störend ins Gewicht fällt. Der oftmals vorkommende, leichte Gelbfilter ist ein gewolltes Stilmittel des Regisseurs, um die Stimmung in den schwülen Sümpfen New Orleans' heraufzubeschwören. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist insgesamt ein wenig leise abgemischt, dies aber gleichmäßig und in den passenden Momenten greift auch die hintere Front zur Schockerzeugung, die ansonsten eher stumm bleibt.
Als Extras gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur Iain Softley. Mit optionalen Kommentar des Regisseurs versehen sind auch die gut 21 Minuten geschnittenen Szenen, die sehr gut in den Film gepasst hätten und wahrscheinlich nur aus Gründen der Laufzeit gekürzt wurden. Es folgen eine große Anzahl an kürzeren, rund 5-minütigen Berichten, die in Interviews und Beiträgen über die Hintergründe zu Voodoo/Hoodoo, das Bayou und die Entstehung von "Der verbotene Schlüssel" berichten.
Fazit:
"Der verbotene Schlüssel" ist ein schauriger Gruselfilm, der mit düsterer Stimmung das Bayou und Hoodoo präsentiert. Gute Darsteller und eine ebensolche Inszenierung sorgen für gruselige Stimmung, die zu empfehlen ist.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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99:36 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Iain Softley
- Unveröffentlichte Szenen mit optionalem Kommentar von Iain Softley
- Hinter geschlossenen Türen - Making of the Skeleton Key
- Der Erforschung von Voodoo/Hoodoo
- Rezept & Ritual: Der perfekte Gumbo
- Blues im Bayou
- Kate Hudsons Geistergeschichte
- Leben auf der Plantage
- Die Bestzung von The Skeleton Key
- John Hurts Geschichte
- Ein Haus namens Felicity
- Genas Liebeszauber
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Der verbotene Schlüssel
The Skeleton Key
Dunkle Rituale und das schwüle Bayou sorgen für schaurige Momente
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Iain Softley Drehbuch: Ehren Kruger Darsteller: Kate Hudson, Gena Rowlands, Peter Sarsgaard, Joy Bryant, John Hurt
Label :
Universal Pictures Germany
Verkaufsstart : 01.12.2005
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