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DVD-Besprechung - Shouf Shouf Habibi! - Schau ins Leben
Story:
Ab (Mimoun Oaissa) träumt von einem festen Platz in der niederländischen Gesellschaft, mit Beruf und allem was so dazu gehört. Doch unter der toleranten Bevölkerung macht ihm ausgerechnet seine Familie das Leben schwer und er wird mit alten marokkanischen Grundfesten konfrontiert, die ihm ein Weiterkommen auf seinem Weg als Europäer erschwert.
Meinung zum Film:
Filme, in denen das Treffen von unterschiedlichen Kulturen zu Problemen und Verwechslungen führen, hat es schon einige gegeben. Die Unterschiede in Lebensweisen und Ansichten eröffnet schließlich eine Menge an Möglichkeiten, um diese durchaus auch witzig in Szene zu setzen. Bei "Shouf Shouf Habibi" sollte der Zuschauer zunächst die Komödie an sich vor Augen haben und nicht die gesellschaftliche Problematik, die der Auslöser der Geschichte ist. Das Problem von Integration und Anpassungsverweigerung ist mittlerweile ein weltweites und es spielt sich immer wieder nach denselben Regeln ab. Das Ergebnis ist auch immer wieder das gleiche, wenn die eingewanderte Minderheit sich in den Schmollwinkel zurückzieht und die anderen ihnen im Gegenzug Undank vorwerfen. Dabei ist es eigentlich einfacher, wenn beide aufeinander zugehen.
Genau in diesem Dilemma versucht der Twen Abdullah in den Niederlanden zurechtzukommen und allen Seiten zu entsprechen. Seine Familie beharrt auf marokkanische und muslimische Traditionen, während er versucht, in der Gesellschaft die Beine auf den Boden zu bekommen und ein Teil derselben zu werden. U.a. versucht er dies dadurch, dass er sich selbst neutral als "Ab" bezeichnet und nicht als "Abdullah". Genervt von den steten Auseinandersetzungen mit seiner Familie und anderen teilweise durchaus komischen Fehlschlägen, geht Ab schließlich nach Marokko, um sich, wie sein Vater es wünscht, eine Frau zu suchen und eine letzte Ruhestätte für den Papa. Wer aber glaubt, dass er nun vor Patzern oder Überraschungen geschützt ist, der irrt.
Schauspielerisch erwartet den Zuschauer eine ordentliche Leistung, auch wenn die guten Mimen zeitweise durch das Drehbuch gezwungen sind, ihre Charaktere ein wenig zu überzeichnen. Zeitweise übertreibt der Film es ein wenig im Tun der Protagonisten, so lässt er in ein und derselben Familie einen anscheinend gesellschaftlich voll integrierten Immigranten, traditionelle Eltern, einen integrationswilligen und eine kleine Revoluzzerin auftreten. Die Extreme dieser Konstellation bieten zwar das entsprechende humoristische Konfliktpotential, doch entziehen diese dem Thema auch ein wenig die Glaubwürdigkeit. Neben den komischen Sequenzen gibt es dann auch noch Dramatik pur, als Abs Schwester Leila sich einer Zwangsheirat verweigert und das Elternhaus verlässt. Ab dreht durch, bezeichnet Leila als Hure und schlägt und tritt sie im Namen der Familienehre.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist befriedigend, weist aber auch keine Tendenzen nach oben oder unten auf. Ein Rauschen zieht sich durch den gesamten Film, stört aber nicht weiter. Der Ton entspricht einer Klanguntermalung, die eine Komödie benötigt.
Im knapp über 20 Minuten langen Making Of gibt es einige Hintergrundinfos für den Zuschauer u.a. was der Filmtitel zu bedeuten hat, denn im Hauptfilm selbst gibt es keine Erklärung. Fast ebenso lange dauert der Blick hinter die Kulissen, der z.B. die Ereignisse bei einem Banküberfall zeigt. Sowohl den deutschen als auch den niederländischen Originaltrailer kann der Zuschauer abrufen und zudem einen kleinen Einblick in die Dreharbeiten in Marokko gewinnen.
Fazit:
"Shouf Shouf Habibi" ist ein Film für Zuschauer, die sich auch schon mit "Süperseks" oder "Kebap Connection" amüsieren konnten. Technisch ist die DVD o.k. und das Bonusmaterial ist vollauf akzeptabel.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Niederländisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Making Of
- Bei den Dreharbeiten
- Drehort Marokko
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Shouf Shouf Habibi
Shouf Shouf Habibi
Gesellschaftskomödie mit dramatischen Untertönen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Niederlande, 2004 Regie: Albert Ter Heerdt Drehbuch: Albert Ter Heerdt Darsteller: Mimoun Oaissa, Frank Lammers, Tourya Haoud, Najb Amhali, Zhora Slimani
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 04.01.2007
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