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DVD-Besprechung - The Weather Man
Story:
David Spritz (Nicolas Cage) ist der Wettermann bei einem TV-Sender in Chicago. Sein Leben ist geprägt von täglicher Routine und Spritz schluckt jeden Schicksalsschlag geduldig, ohne große Emotionen, herunter. Erst als sein Vater (Michael Caine) ihm sagt, dass er an einem bösartigen Tumor erkrankt sei, macht sich David Gedanken über sein Leben und entschließt sich, seine Gleichgültigkeit abzulegen und seinen Lebensinhalt wesentlich bewusster zu gestalten.
Meinung zum Film:
Wenn man sich die bisherigen Filme von Regisseur Gore Verbinski vor Augen führt, passt das Drama des Wettermannes überhaupt nicht so recht zu seinem bisherigen Schaffen. Seine größten Erfolge hatte er mit Mainstream-Werken wie "Fluch der Karibik", "Ring" oder "Mäusejagd". Ernsthafter, hintergründiger Stoff war für ihn bislang ein Fremdwort. Drehbuchautor Steve Conrad legte mit dem Skript zum "Weather Man" seine erste Vorlage zu einem größeren Film vor und komplettierte damit das Duo der Neulinge. Ein ernstes Drama zu drehen und dabei das Publikum auch noch zu unterhalten, ist allerdings keine sehr leichte Sache und bedarf schon eines gewissen Geschickes um das Publikum nicht auf eine Geduldsprobe zu stellen. Durch belangslose Szenen, eher banalen Dialogen und einem Tempo, das diesen Ausdruck im Grunde gar nicht verdient, wird aus solch einer Probe manchmal auch eine leichte Folter für den Zuschauer. Der Wettermann ist ein Beispiel dafür.
Die emotionslose und gleichgültige Art von David Spritz wirkt einfach viel zu abwegig, als dass man diese wirklich ernst nehmen kann. Witzige Momente erreichen durch ihre Art der Darbietung teils Ausmaße, die den gewollten ernsten Rahmen recht schnell zu sprengen drohen. Wie sollte man auch einen Wettermann ernst nehmen, der mit seinen Vorhersagen stets daneben liegt, im Grunde aber gar nichts dafür kann, da er von Meteorologie überhaupt nichts versteht und der Ersteller der Vorhersage offensichtlich auch nur einer Maschine vertrauen kann. Auch die Tatsache, dass David regelmäßig das Ziel von Wurfgeschossen wie Milchshakes oder Apfeltaschen ist und dieses geduldig, ohne Emotionsregung hinnimmt, ist das alles andere als förderlich. Witzig kommen diese Gags auch nicht herüber, weswegen man auch die komödiantische Seite des Filme nicht als unterhaltungsfördernd hinstellen kann. Das Neulingsgespann hätte sich vorab besser mehr Gedanken darüber machen sollen, welches Ziel sie mit ihrem Film verfolgen, um dann den weniger relevanten Part zurückzufahren.
Das einzig gute an dem Film sind seine Hauptdarsteller. Nicolas Cage ("Lord of War") in der Rolle des völlig desillusionierten Wetteransagers holt noch das meiste aus seiner Rolle heraus und es ist zu einem großen Teil seiner Person zu verdanken, dass seine Filmfigur nicht komplett ins Lächerliche abdriftet. Michael Caine ("Batman Begins") in der Rolle von Davids Vater ist ein sehr trockener Vertreter der Spezies Mensch, bei dem nicht so recht klar wird, ob er dem ernsten oder dem komödiantischen Teil des Films dienlich sein soll. Er wirkt ein wenig wie einst Jack Nicholson in "About Schmidt", einem Film, der in ähnlicher Weise ein inhaltsleeres Leben zu verkaufen versuchte wie "The Weather Man". Doch Herr Schmidt hat dabei viel mehr richtig gemacht als Herr Spritz und wusste echte Anteilnahme für seine Probleme beim Publikum zu wecken, während beim Wettermann vor allem ein Wunsch immer ausgeprägter wird, nämlich der auf ein baldiges Ende des Films.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen und einzig die etwas kraftlosen Farben können nicht ganz überzeugen, unterstützen aber die trostlose Atmosphäre des Films. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist verständlich abgemischt, hat in Sachen Räumlichkeit aber nichts im Angebot.
Die Extras teilen sich in 5 Menüpunkte auf, die zusammengefasst ein rund 60-minütiges Making Of darstellen, in dem aus jeweils unterschiedlichen Aspekten der Filmstoff betrachtet wird. Dies geschieht in der meist üblichen Mischung aus Ausschnitten und Statements der Künstler, bei denen neben gegenseitigen Lobhudeleien auch sehr viel sachdienliche Informationen gereicht werden. Abschließend gibt es noch den obligatorischen Trailer zum Film.
Fazit:
"The Weather Man" ist der fehlgeschlagene Versuch des im Drama-Genre noch unbefleckten Duos Gore Verbinski/Steven Conrad, das Leben eines Mannes darzustellen, das von Inhaltslosigkeit und fehlenden Emotionen geprägt ist. Die langatmige Geschichte und eine abwegige Charakterzeichnung können allerdings überhaupt nicht überzeugen. Einzig Nicolas Cage in der Titelrolle weiß zumindest stellenweise zu gefallen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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97:36 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Holländisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Erweiterter Ausblick: Das Drehbuch
- Vorhersage: Wie man ein Wetterfrosch wird
- Atmosphärischer Druck: Der Stil
- Relative Luftfeuchtigkeit: Die Charaktere
- Der Passatwind: Die Zusammenarbeit
- Trailer
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The Weather Man
The Weather Man
Ein Film so langatmig, wie knapp 100 Minuten Wettervorhersage am Stück
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Gore Verbinski Drehbuch: Steve Conrad Darsteller: Nicolas Cage, Michael Caine, Hope Davis, Michael Rispoli, Gemmenne de la Peña, Nicholas Hoult, Judith McConnell
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 03.08.2006
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