Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Wie überleben wir Weihnachten?
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Wie überleben wir Weihnachten?

Story:
Werbeprofi Drew Latham (Ben Affleck) hat die besten Ideen und großen Erfolg im Beruf. Nur wenn es um sein eigenes Weihnachtsfest geht, sind die Aussichten eher trübe. Denn während alle im engsten Kreis der Familie feiern, muss er feststellen, dass er ganz alleine da steht. Doch da er reichlich Geld besitzt, mietet er sich vorübergehend in die Familie ein, die in dem Haus wohnt, in dem er aufgewachsen ist. Und während Drew seine nostalgischen Weihnachtserinnerungen auffrischt, hat Gastgeber-Familie Valcos große Probleme mit den überdrehten Wünschen, die ihr Gast von ihnen vertraglich fixiert erfüllt bekommen will.

Meinung zum Film:
Nachdem Tim Allen bereits im November mit seinen "Verrückten Weihnachten" für vorweihnachtliches Chaos auf dem Bildschirm sorgte, legte Anfang Dezember Ben Affleck ("Pearl Harbor") mit der verzweifelten Frage "Wie überleben wir Weihnachten?" nach. Der Story-Hintergrund ist dabei zwar relativ neu, doch die Handlung selbst ist nach bewährtem Strickmuster, mit einem hoffnungsvoll nach Weihnachten dürstenden Protagonisten bestückt, der sein Umfeld mehr oder minder mitreißt, ob sie nun wollen oder nicht. Schön anzuhören sind bei den Versuchen immer wieder die für den Soundtrack angepassten Weihnachtsklassiker, die mal melancholisch, mal jazzig oder auch mal poppig interpretiert werden.

Ein Garant für das Gelingen des weihnachtlichen Chaos ist ganz sicherlich die gut ausgesuchte Schar an Darstellern. Allen voran Ben Affleck, dem man den überdrehten Nostalgiker vollends abnimmt und der mit seinen Aktionen seine Gastfamilie in den Wahnsinn treibt und die Lachmuskeln beim Publikum reizt. James "Tony Soprano" Gandolfini als Gastvater ist der perfekt passende Brummbär, der für nur eine Handvoll Dollars so manche Demütigung zähneknirschend über sich ergehen lässt. Catherine O'Hara ("Kevin - Allein zu Haus") als Frau des Hauses ist die meiste Zeit über zu sehr mit ihrem Selbstwertgefühl beschäftigt, als dass sie die Wünsche Drews noch weiter runterreißen könnten. Dass Christina Applegate ("Super süß und super sexy") für die Romantik im Film zuständig ist, wird selbst in den Momenten klar, wo sie den versnobten Eindringling noch mit klaren Worten auskontert. Zusätzlich gibt es noch Josh Zuckerman ("Austin Powers in Goldständer") als Sohn der Familie, Bill Macy ("Reine Nervensache") als Leihopa Doo-Dah und Sy Richardson ("Sie leben!") als dessen Vertretung. In einer kleinen Gastrolle gibt es noch Udo Kier ("Fear Dot Com") als wilden Fotografen zu erleben.

Die Gags im Film sind zwar stellenweise recht flach geraten und die Handlung ist teilweise nicht nur kitschig, sondern obendrein noch albern, doch gibt es durchweg gutes Weihnachtschaos geboten. Die Wünsche von Drew würden die meisten Familien vor eine harte Probe stellen, doch die Valcos werden besonders hart durch diese getroffen. Zuerst passt Tochter Alicia nicht ins Konzept und wird von daher kurzerhand zum Dienstmädchen herabgestuft. Damit der Weihnachtsabend auch wirklich harmonisch verläuft und nichts dem Zufall überlassen wird, gibt es von Drew vorgefertigte Texte, die man natürlich vorab genauestens probt. Dass Junior wegen des ebenfalls angemieteten Großvaters Doo-Dah im Werkstattschuppen schlafen muss, ist da das kleinere Übel, genau wie der peinliche Auftritt beim Foto-Termin mit Santa Claus. Es ist sicherlich nicht zu leugnen, dass die Situationen, die Regisseur Mike Mitchell ("Sky High") präsentiert, oftmals einfach nur bunt und kitschig sind - aber von der schön-kitschigen Sorte. Und dass am Ende alles in großer Harmonie endet, Drew sich zu einem besseren Menschen wandelt und alle zu einer großen glücklichen Familie werden, ist schon von der ersten Einstellung an so klar wie die Tatsache, dass Rentier Rudolph den Schlitten von Santa Claus anführt. Doch störend ist dies zu keiner Sekunde. Die Geschichte ist es ohnehin nicht, die den Zuschauer bei Laune hält und "Wie überleben wir Weihnachten?" zu einem vergnüglichen Film macht.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ein klein wenig zu dunkel geraten, ein wenig verrauscht und die Schärfe meist nur als angenehm zu bezeichnen. Doch insgesamt reicht es noch zum guten Durchschnitt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist recht sauber und wenn man überhaupt etwas daran vermisst, dann ein klein wenig mehr Räumlichkeit.

Die Extras fallen recht mager aus. Neben dem gewohnt werbelastigen "HBO First Look", in dem die Künstler zu Wort kommen und sagen können, wie toll der Film ist, gibt es noch eine Bildergalerie mit einzelnen Storyboard-Bildchen und einen alternativen Anfang, der weitaus makaberer daherkommt als die verwendete Variante und für Weihnachtshasser ein echtes Quell der Freude darstellt.

Fazit:
"Wie überleben wir Weihnachten?" gehört zu den Filmen, die man sich zu einem annualen Wiedersehen Jahr für Jahr zum Feste in den Player legen kann. Albern, kitschig aber wunderbar witzig!

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,85:1
1,85:1
87:00 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • HBO First Look: Wie überleben wir Weihnachten?
  • Alternative Anfangsequenz
  • Storyboard-Galerie
Wie überleben wir Weihnachten? - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Wie überleben wir Weihnachten?
Surviving Christmas

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
So witzig und kitschig überlebt man Jahr für Jahr auf jeden Fall Weihnachten


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004
Regie:
Mike Mitchell
Drehbuch:
Deborah Kaplan, Harry Elfont, Jeffrey Ventimilia, Joshua Sternin, Bill Macy
Darsteller:
Ben Affleck, James Gandolfini, Christina Applegate. Catherine O'Hara, Josh Zuckerman, Sy Richardson, Udo Kier

Label Deutschland :
Dreamworks Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
01.12.2005