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DVD-Besprechung - Zathura - Ein Abenteuer im Weltraum
Story:
Beim Spielen im Haus ihres Vaters (Tim Robbins) findet Danny (Jonah Bobo) im miefigen Keller ein altes Brettspiel mit dem Namen "Zathura". Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Walter (Jonah Bobo) beginnt er eine Partie zu spielen, ohne dabei zu ahnen, was dadurch ausgelöst wird. Alles beginnt, als Danny im Spiel die Karte mit der Aufschrift "Meteor Shower" zieht und sich das Haus auf einmal mitten in einem Meteoritenhagel befindet. Beim Öffnen der Haustür müssen die beiden Kinder erkennen, dass sich das Haus nicht mehr in einem netten Vorort befindet, sondern mitten im Flug im Weltraum.
Meinung zum Film:
Die Parallelen zwischen "Zathura" und "Jumanji" sind offensichtlich. Im Grunde unterscheiden sich beide nur in den Welten, in denen sie spielen. Während "Jumanji" seine Mitspieler mitten in den Dschungel zu Nashörnern und anderen wilden Tieren holte, reisen die Protagonisten nun in ihrem Haus durch das All und treffen dabei auf reichlich futuristische Maschinen und intergalaktische Wesen. Einen Plagiatsvorwurf muss sich der Film allerdings nicht gefallen lassen, da die Geschichte genau wie "Jumanji" auf einem Kinderbuch von Autor Chris Van Allsburg ("Der Polarexpress") basiert. Regisseur Jon Favreau ("Buddy - Der Weihnachtself") störte die Inhaltsähnlichkeit offensichtlich nicht, als er den Regiestuhl übernahm und sich an die Umsetzung des Drehbuchs machte, das von den Autoren David Koepp ("Krieg der Welten") und John Kamps ("Ein Fall für die Borger") für die große Leinwand geschrieben wurde.
Die Rollen der beiden Kinder wurden mit Jonah Bobo ("Spurensuche - Umwege zur Wahrheit") und Josh Hutcherson ("Little Manhattan") besetzt. Während Jonah Bobo die äußerst dankbare Aufgabe zukommt, das liebenswerte Nesthäkchen zu spielen, muss Josh Hutcherson den stets übel gelaunten und seinem kleinen Bruder gegenüber alles andere als freundlich gestimmten Stinkstiefel geben, der irgendwann auch dem Zuschauer auf den sprichwörtlichen Keks geht. Den Part des hilfreichen Wilden aus "Jumanji" übernimmt in "Zathura" Dax Shepard ("Trouble ohne Paddel") in Form eines Astronauten. Seine Darstellung gelingt ihm allerdings kaum überzeugend und er wirkt reichlich überflüssig. Immerhin lenkt er teilweise ein wenig vom Publikums-Groll gegenüber Walter ab, wodurch dieser nicht mehr ganz so kritisch betrachtet wird.
Die Effekte im Film sind durchgehend ziemlich fantasievoll ausgearbeitet und es ist immer wieder ein freudiges und spannendes Ereignis für das Publikum, wenn Danny und Walter eine weitere Ereigniskarte beim "Zathura"-Spielen erhalten. Allerdings ist der Film insgesamt zu stark auf ein sehr junges Publikum ausgerichtet, weswegen sich reifere Semester weniger daran erfreuen werden und sich die meiste Zeit über nur an einzelnen Effekten erfreuen können. Die eher müde Story ist sicherlich einer der Hauptgründe dafür, dass "Zathura" im Kino floppte und er es nicht schaffte, seine rund $65 Mio. Produktionskosten wieder einzuspielen. An den Effekten und der phantasievollen Umgebung hat dies sicherlich nicht gelegen, doch zu einem Film gehört halt etwas mehr als nur eine möglichst große Anzahl ordentlich gemachter Effekte.
Digitale Aufarbeitung:
Beim Bild stechen die übertont starken Farben negativ heraus, die vor allem Hauttöne in einem höchst unnatürlichem Rot erstrahlen lassen. Hinzu gesellt sich ein wenig Rauschen, das mal mehr und mal weniger stark zu sehen ist. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar zu vernehmen und nutzt auch immer wieder die hinteren Bereiche für Surroundeffekte in beeindruckender und druckvoller Weise.
Extras gibt es reichlich auf der DVD zu finden. Zuallererst findet sich dort einen Audiokommentar mit dem Regisseur und dem Produzenten. In gleich vier Beiträgen mit den Namen "Abenteuer im Weltraum - Spezialeffekte", "Miniatur-Modelle", "Zorgons, Roboter & eine tiergefrorene Lisa" und "Entwicklung & Design des Spiels" wird auf die Effekte im Film eingegangen. Der Beitrag "Der richtige Spielzug - Making of Zathura" und "Die Besetzung" beschäftigen sich mit den Dreharbeiten und den am Film beteiligen Künstlern. Interessant fällt auch der Beitrag "Die Welt von Buchautor Chris Van Allsburg" aus, in dem der Kinderuchautor einiges über seine Arbeiten zu berichten weiß. Abgerundet werden die Extras durch den Trailer zum Film. Im DVD-Case befinden sich außerdem noch ein Faltblatt mit ein paar Infos, sowie ein paar Aufkleber mit Motiven zum Film.
Fazit:
"Zathura" bietet einige wirklich gut umgesetzte Effekte, Story und Unterhaltungswert können bei diesen allerdings nicht ganz mithalten. Der Film ist nur etwas für ein junges Publikum, das sich im selben Alter wie die beiden Helden befindet. Bei älteren Menschen nutzen sich die Effekte zu schnell ab.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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97:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Jon Favreau und Produzent Peter Billingsley
- Abenteuer im Weltraum - Spezialeffekte
- Der richtige Spielzug - Making of Zathura
- Die Besetzung
- Miniatur-Modelle
- Die Welt von Buchautor Chris Van Allsburg
- Zorgons, Roboter & eine tiergefrorene Lisa
- Entwicklung & Design des Spiels
- Trailer
- Booklet
- Aufkleber
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Zathura - Ein Abenteuer im Weltraum
Zathura
Ein inhaltsloses Effektspektakel, das allein ein sehr junges Zielpublikum unterhalten kann
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Jon Favreau Drehbuch: David Koepp, John Kamps (nach dem Buch von Chris Van Allsburg) Darsteller: Jonah Bobo, Josh Hutcherson, Dax Shepard, Tim Robbins, Kristen Stewart
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 27.06.2006
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