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DVD-Besprechung - Black Serenade

Story:
Der Tuno Negro sorgt für reichlich Unruhe an den Universitäten Spaniens. Jedes Semester sucht er sich eine andere Hochschule aus, an der er eine unnatürliche Auslese unter den Studenten vornimmt, indem er die schlechtesten unter Ihnen tötet. Ein paar Studenten an der Universität von Salamanca versuchen, der legendären Gestalt des Tuno Negro auf die Spur zu kommen und vergraben sich immer tiefer in den geschichtlichen Hintergründen der Gestalt. Als das Morden an ihrer Lehrstätte ernste Züge annimmt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, da sie selbst das untere Leistungsspektrum stellen, und somit in das Raster des Killers passen.

Meinung zum Film:
Ein ganz großes Plus von "Black Serenade" ist seine durchgehend düstere und bedrohliche Atmosphäre. Die Regisseure Martin und Barbero schaffen es in gekonnter Weise, die Kulissen der Universität für ihr gruseliges Schauermär zu nutzen. Mit gekonnter Kameraarbeit und bewusstem Einsatz von Licht, reißen sie den Zuschauer immer tiefer in die Story, um die Sagengestalt des Tuno Negro. Die Story ist es dann aber auch, die nicht immer ganz logisch ist und ab und an etwas holprig wirkt. Oft geschieht dies allerdings zu Gunsten der Dramaturgie und ist von daher zu verschmerzen.

Ein weiteres Plus des Filmes ist die Einbeziehung von spanischen Traditionen. Gerade dadurch zieht "Black Serenade" sein Publikum noch tiefer in seinen Bann und lässt es am gut durchdachten "Wer-Ist-Der-Täter-Spiel" teilhaben. Und gerade dieses macht einen riesen Spaß, da es immer wieder neue Pro und Contra Argumente zu den einzelnen Personen gibt. Das schauspielerische Niveau der Akteure bleibt in einem durchschnittlichen Rahmen. Es mag aber auch sein, dass die unterdurchschnittliche Synchronisation hier einen Einfluss auf das Urteil hat.

Doch diese fällt gleich zu Beginn ins Ohr und manch zartbesaiteter mag so schon sehr früh geneigt sein, auf Grund der sprachlichen Grausamkeiten abzuschalten - doch vorsichtig, dies würde den Verzicht auf ein spannendes und atmosphärisches Stück Thrillervergnügen bedeuten!

Digitale Aufarbeitung:
Kleinere Verschmutzungen, leichtes Hintergrundrauschen und eine durchschnittliche Schärfe sind die einzigen Kritikpunkte am ansonsten durchweg guten Bild. Der Ton glänzt durch ein angenehmes Klangbild, klare Verständlichkeit und gut dosierten räumlichen Effekten.

Für eine kleine Produktion bekommt der Käufer verhältnismäßig viel für sein Geld geboten. In einem ausführlichen Making Of wird auf die verschiedenen Bereiche bei der Entstehung des Filmes eingegangen, in Interviews gibt es noch einmal ausführliche Worte von Darstellern und Regisseur und als Abrundung der Zuschauer die fast schon obligatorischen Teaser, Trailer und TV-Spots zum Film.

Fazit:
Ein spannender Thriller, der bis zur letzten Minute in den Bann zieht und die Frage nach dem Täter bis zum Ende offen hält. Die digitale Umsetzung ist für eine kleine Produktion bemerkenswert. Einzig die etwas billige Synchronisation gibt Anlass zur Kritik.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
103:12 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Spanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making of
  • Interviews
  • Trailer
  • Teaser
  • TV-Spots
Black Serenade - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Black Serenade
Tuno Negro

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Tödliche Traditionen an Spaniens Universitäten


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Spanien, 2001
Regie:
Pedro L.Barbero, Vincente J.Martin
Drehbuch:
Pedro L.Barbero, Vincente J.Martin
Darsteller:
Silke Hornillos Klein, Jorge Sanz, Fele Martinez, Maribel Verdú, Eusebio Puncela, Patxi Freytez

Label Deutschland :
Anolis Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.04.2003