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DVD-Besprechung - Buddy - Der Weihnachtself
Story:
Durch ein kleines Missgeschick landet Baby Buddy in der Spielzeugwerkstatt des Weihnachtsmannes (Edward Asner) und wächst unter vielen Elfen als einer der ihren auf. Auf Grund seiner Größe und seiner Ungeschicklichkeit macht sich jedoch nach einiger Zeit Unmut unter den Elfen breit und Buddy (Will Ferrell) wird um des Friedens Willen nach New York geschickt, wo er zu seinem leiblichen Vater (James Caan) eine Beziehung aufbauen soll. Doch dieser ahnt nichts von einem Nachwuchs und möchte auch gar nichts von ihm wissen. So muss der Elf mit menschlichen Genen nicht nur mit einer fremden Umgebung zurechtkommen, sondern obendrein auch noch um die Liebe seines Erzeugers kämpfen. Aber da das Weihnachtsfest ganz kurz vor der Tür steht, fühlt er sich nicht ganz so fremd und vielleicht gelingt es ihm ja sogar, den Glauben an den Weihnachtsmann in die Herzen der Menschen zurückzubringen und dadurch dessen langsam erlahmenden Schlitten, der dadurch gespeist wird, wieder mit Energie zu versorgen.
Meinung zum Film:
Was im Trailer und auf Bildern zu "Buddy - Der Weihnachtself" vielleicht ein wenig typisch amerikanisch kitschig aussieht, stellt sich im Film als durchdachtes und stimmiges Gesamtwerk heraus. Die Werkstatt des Weihnachtsmannes am Nordpol ist weit davon entfernt, die übliche perfekt durchgestylte, zuckersüße Dekoration zu haben, wie es in vergleichbaren Produktionen der Fall ist. Bei "Buddy" heißt es back to roots, und diese Wurzeln sehen wesentlich einfacher aus und erinnern teilweise schon an eine Bühnenausstattung. Aber es wirkt auf gar keinen Fall billig. Vielmehr ist es eine Beschränkung auf die grundlegenden Werte, eine Konzentration auf das Wesentliche, weg vom Kommerz. Ganz genauso, wie es auch der Trend beim Fest sein sollte, weg vom kommerziellen Geschenkwahn, hin zur traditionellen Bedeutung von Weihnachten, der Nächstenliebe und dem Beisammensein mit den Menschen, die man gern hat.
Regisseur Jon Favreau ist bislang eher als Künstler vor der Kamera bekannt geworden. So spielte er in Daredevil z.B. "Foggy" Nelson oder den Leo in "Was das Herz begehrt". Mit "Elf", so der Originaltitel des Film, beweist der erfahrene Darsteller aber, dass er auch hinter der Kamera über künstlerisches Geschick verfügt. Die comichaften riesigen Schneeflocken am Nordpol, die liebevolle und detailverliebte Art, mit denen er die Perfektion des Einfachen versucht zu erlangen, sind ein eindeutiger Gewinn für den Film und eine Augenfreude beim Zusehen. Das schwierigste Unterfangen für den Regisseur war es aber ohne jeden Zweifel, seiner Hauptfigur, Buddy, dem Weihnachtselfen, genügend Spielraum zu lassen, um für lustige Momente zu sorgen, ihn aber auf der anderen Seite an die Leine zu nehmen, damit er nicht zu ausufernd spielt und das ganze zu einer albernen Farce macht.
Ob es nun die gute Führung von Favreau oder allein das Talent von Buddy-Darsteller Will Farrell ("Jay und Silent Bob schlagen zurück", "Saturday night Live") ist, das Ergebnis ist absolut sehenswert und weiß alle Altersgruppen hervorragend zu unterhalten. Farrell schafft es in beispielhafter und bislang kaum gesehener Weise, die unschuldige Sichtweise eines Kindes in den Körper eines Erwachsenen zu stecken und das ganze nicht künstlich oder albern wirken zu lassen. In der ersten Stunde des Films brennt eine wahres Feuerwerk an Gags und komischer Situationen ab, das in keiner Sekunde Zeit für Langweile lässt. Danach wird es dann ein wenig ruhiger und besinnlicher, da das Augenmerk ein wenig mehr auf Weihnachten und die damit verbundenen Emotionen gelenkt wird. Aber dies ändert rein gar nichts daran, dass Buddy zu einem Pflichtfilm für alle Freunde der old-school-Weihnachten ist, die mit dem Fest der Liebe Emotionen, Stimmungen und diese ganz besondere Gefühl verbinden, und nicht nur das neueste Spiel für die Konsole oder eine Schachtel Booster-Packs für das gerade aktuelle Card-Game.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist sehr gut gelungen und unterstreicht mit seinen natürlich Farben, dem guten Kontrast und der Detailfülle die Stimmung des Films. Der Ton kommt in klarem Dolby Digital 5.1-Ton daher und hat verhalten auch den ein oder anderen Klang für den hinteren Bereich zu bieten.
Als Bonus gibt es gleich 2 Audiokommentare. Bei einem erzählt Will Ferrel von seinen Erinnerungen an die Dreharbeiten, während sich auf der zweiten Spur der Regisseur in die Karten schauen lässt. Es folgt ein ganzer Haufen entfallener, bzw. verlängerter Szenen, ein Fact Track, der während des Films Informationen als Untertitel einblendet, der Trailer zum Film, so wie ein in mehrere Bereichen unterteiltes Making Of, bei dem der Hauptdarsteller den Zuschauer in verschiedene Bereiche der Produktion führt. Die Beiträge sind allesamt in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Erwähnenswert ist auch das äußerst lustige, in Form eines 3D-Buches gestaltete Menü, das die herrlich kitschige Stimmung des Films gekonnt wiedergibt.
Fazit:
"Buddy - Der Weihnachtself" ist ein einfach wunderbar kitschiger und durch seine Einfachheit wunderschön stimmungsvoll geratener Weihnachtsfilm, den sich Freunde von Weihnachtszaubers auf gar keinen Fall entgehen lassen sollten. Will Ferrell spielt seine Rolle so überzeugend und komisch, dass man schon ein echter Elfen- und Festtagshasser sein muss, um nicht seinen Gefallen daran finden zu können.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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92:45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Will Ferrell
- Audiokommentar von John Favreau
- Nicht verwendete und verlängerte Szenen
- Hinter den Kulissen Dokumentationen
- Fact Track
- Trailer
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Buddy - Der Weihnachtself
Elf
Der Film mit der bezauberndsten Version des Dean-Martin-Klassikers "Baby, it's cold outside"
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2003 Regie: Jon Favreau Drehbuch: David Berenbaum Darsteller: Will Ferrell, James Caan, Bob Newhart, Edward Asner, Mary Steenburgen, Zooey Deschanel, Daniel Tay
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 12.11.2004
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