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DVD-Besprechung - Identität
Story:
Verschiedene Reisende werden durch ein Unwetter, das ein Weiterreisen unmöglich macht, dazu gezwungen, in einem kleinen Motel Halt zu machen. Schon bald wird die erste Person aus der Gruppe tot aufgefunden, was den Auftakt für weitere Morde darstellt. Fieberhaft wird nun versucht, das eigene Leben zu schützen, während parallel dazu die Suche nach dem Mörder beginnt. Während der Überlebenskampf im Motel die Nerven der Beteiligten immer weiter strapaziert, versuchen Anwälte, am runden Tisch einen für den nächsten Tag zum Tode verurteilten Mörder in letzter Sekunde vor der tödlichen Injektion zu retten. Doch so unterschiedliche beide Fronten auch klingen mögen, sind sie in gewisser Weise direkt miteinander verbunden.
Meinung zum Film:
Gleich von Beginn an weiß Regisseur James Mangold ("Kate & Leopold") sein Publikum zu fesseln. Durch eine Kette von Rückblenden, die auf interessante Art und Weise die Verknüpfungen der einzelnen Motelgäste näher bringt, wird in einzelnen kurzen Schritten immer ein Stück weiter in die Vergangenheit geblendet, um ein wenig näher zu erklären, wie das eben gesehene Ereignis zustande kam. Ein weiteres, gelungenes Element der Inszenierung ist seine stimmungsvolle und den Film unterstützende Musik von Altmeister Alan Silvestri ("Mission: Impossible"), die die unheilvolle Stimmung der Bilder perfekt trägt. Aus der Schar der Schauspieler sticht vor allem John Cusack ("Con Air") positiv heraus. Er stellt den Chauffeur, der während der Bedrohung die Initiative ergreift und versucht, ein wenig geordnet vorzugehen, dermaßen gelungen dar, dass es nicht schwer zu erkennen ist, wie sehr ihm diese Rolle liegt. Neben ihm zu sehen sind u.a. Ray Liotta ("Good Fellas"), Rebecca DeMornay ("Die Hand an der Wiege"), Amanda Peet ("Keine halben Sachen"), Alfred Molina ("Spider-Man 2"), Clea DuVall ("Faculty") und Jake Busey ("Tomcats").
Aber der große Star des Films ist zweifelsohne das Drehbuch. Es ist intelligent geschrieben und kann durch seine Erzählweise den Zuschauer über die gesamte Länge fesseln. Die Suche nach dem Mörder, der nach dem 10-kleine-Negerlein Prinzip die Gästezahl nach und nach dezimiert, ist packend, spannend und nichts für schwache Nerven. Teilweise fragt sich der aufmerksame Betrachter unweigerlich, wie das eine oder andere überhaupt funktionieren konnte, doch am Ende wird alles schlüssig aufgelöst und selbst unglaubwürdig erscheinende Ereignisse erhalten einen Sinn. Und dabei gibt es während des Films immer wieder eindeutige Indizien, die vor allem nebenbei von einzelnen Personen in Gesprächen fallen, die in die richtige Richtung weisen.
Aber es gibt auch genügend falsche Fährten, die vom rechten Weg ablenken sollen. Natürlich haben alle Personen ein Geheimnis, das während der Nacht gelüftet wird und jeder kommt im Prinzip, zumindest zeitweise, als Killer in Frage. Aber Verbindungen und Hintergründe werden am Ende geklärt und selbst die Tatsache, warum solche Personen scheinbar zufällig an einem Ort zusammenkommen, erscheint nach dem Film alles andere als willkürlich. Und genau dies macht den Film zu einem herausragenden Beitrag eines Genres, das in letzter Zeit immer wieder mit Beispielen aufwarten konnte, bei denen arg konstruierte, unglaubwürdige Auflösungen oder Wendungen nur zu verständnislosem Kopfschütteln anregten. "Identität" weiß dagegen durchweg an den Schirm zu fesseln, mit seiner Auflösung zu überraschen und zu überzeugen. Der Film sollte auf der "Muss-ich-unbedingt-noch-sehen"-Liste von Thriller-Fans auf jeden Fall ganz weit oben stehen!
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist eine Wohltat für die Augen. Klare Konturen und eine gute, natürliche Farbgebung sorgen für ein angenehmes Erscheinungsbild. Entscheidend für den Film ist aber der gute Kontrastwert, der in den häufig vorkommenden, dunklen Szenen für guten Durchblick sorgt und Details erkennen lässt. Der deutsche Dolby Digital 5.1 Ton lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Klar, mit breiter Soundfront und einigen Effekten aus dem hinteren Bereich sorgt er für die passende Atmosphäre. Vor allem das Unwetter wurde sehr gut in den Raum umgesetzt.
Der Film kann wahlweise in der originalen Kinofassung oder alternativ als verlängerte Version gesehen werden. Letztgenannte Variante ist gut eine Minute länger und enthält lediglich eine kurze Passage mehr. Diese Szene liegt im Originalton mit deutschen Untertiteln vor. Zusätzlich ist die Endsequenz ein klein wenig verlängert worden. Als Bonus gibt es zwei Kommentarspuren - eine mit dem Regisseur, eine mit dem Drehbuchautoren, beide mit deutschen Untertiteln. Im Bonusbereich befindet sich des Weiteren ein rund 15-minütiges Making of, das sich als großer Werbetrailer herausstellt und nur wenig Hintergründiges bietet. Da sind die 4 entfallenen Szenen, die wahlweise mit Kommentar des Regisseurs betrachtet werden können, und mit deutschen Untertiteln daherkommen, wesentlich unterhaltsamer. Abgerundet wird das Material durch einen Splitscreen-Vergleich zwischen Storyboard und fertiger Szene, Filmografien und dem obligatorischen Trailer.
Fazit:
"Identität" ist ein intelligenter Thriller, der durch gute handwerkliche Inszenierungsarbeit, einer stimmungsvollen musikalischen Untermalung, sowie einem durchdachten Drehbuch mit überraschendem Ende zu glänzen weiß. Die Darstellerriege bietet gängige Gesichter, unter denen ebenfalls keine Ausfälle auszumachen sind. In technischer Hinsicht ist die DVD sehr gut umgesetzt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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Extended Version:: 87:34 Minuten
Kinofassung:: 86:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Kommentar des Regisseurs
- Kommentar des Drehbuchautors
- Making Of "Identität"
- Entfallene Szenen
- Storyboardvergleich
- Trailer
- Filmografien
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Identität
Identity
Der Killer des Mörders
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2003 Regie: James Mangold Drehbuch: Michael Cooney, James Mangold Darsteller: John Cusack, Ray Liotta, Amanda Peet, John Hawkes, Clea DuVall, Jake Busey, Alfred Molina, Rebecca DeMornay
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 23.03.2004
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