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DVD-Besprechung - Die Todeskarten des Dr. Schreck
Story:
Während einer Zugfahrt legt der unheimliche Dr. Schreck (Peter Cushing) seinen Mitreisenden die Tarot-Karten. Dem jungen Jim Dawson (Neil McCallum) erzählt er von einem bevorstehenden Auftrag in einem abgelegenen Landsitz, das ein schauriges Geheimnis beherbergt. Bill Rogers (Alan Freeman) erfährt von einer widerspenstigen Pflanze, die ihn schon sehr bald bis an seine Grenzen fordern wird. Biff Bailey (Roy Castle) muss erkennen, dass die anstehende Karibikreise und die Entscheidung, einen Song, den er während einer Voodoo-Zeremonie hörte, als Unterhaltungsmusik zu präsentieren, nicht gut für ihn sein wird. Kunstkritiker Franklyn March (Christopher Lee) wird vorausgesagt, dass die Lösung eines Problems die Erschaffung eines viel größeren sein wird. Und zu guter letzt muss Bob Carroll (Donald Sutherland) erkennen, dass Vampire offensichtlich nicht nur in Legenden zu finden sind.
Meinung zum Film:
Mit den beiden großen Ikonen des britischen Horrorkinos der 60rer Jahre, Peter Cushing und Christopher Lee, hat der Film zwei Namen auf der Besetzungsliste, die schon allein für eine gewisse Grundqualität bürgen. Die beiden Darsteller gelangten durch ihre Arbeiten für das britische Hammer-Studio, und dort vor allem für ihre Darstellungen in "Dracula" und seinen zahllosen Nachfolgern, zu unsterblichen Ruhm, der ihnen bis in die heutige Zeit eine treue Fangemeinde sicherte. Lee schaffte es in jüngster Zeit sogar, durch seine Rollen in "Star Wars" und "Der Herr der Ringe" diesen Ruhm kräftig aufzupolieren. Und es gibt noch weitere bekannte Gesuchter zu entdecken: Bernard Lee ("M" aus der James Bond Reihe), Donald Sutherland ("Die Körperfresser kommen") und Michael Cough (Butler Alfred aus den "Batman"-Filmen).
Regisseur Freddie Francis, 2-facher Oscarpreisträger für die beste Kameraarbeit (1990 für "Glory" und 1961 für "Sons and Lovers"), schuf mit "Die Todeskarten des Dr. Schreck" einen jener Episodenfilm, die durch die Kinogeschichte hindurch immer wieder das Publikum fesselten. Mit ihrem comichaften Charakter bietet dieses Sub-Genre leicht verdauliche Horrorkost, die vor allem durch abenteuerliche Ideen und einem stets überraschenden und erschreckenden Ende in Erinnerung bleibt und unterhält. Ob es in diesem speziellen Fall nun Flüche sind, die auf alten Häusern oder Songs lasten, Killerpflanzen, die Menschen nach dem Leben trachten oder eine Rache suchende Killerhand - der Filmemacher vermag es jeder Situation die passende Stimmung und Beleuchtung zu geben, und ihnen somit die passende Atmosphäre zu verschaffen. Die Kameraarbeit, und dort vor allem die durchdachten Blickwinkel, sorgen für das letzte visuelle Teilstück, um den Film zu einem guten Stück Unterhaltung werden zu lassen.
Es sollte aber nicht vergessen werden, dass der Film ein britischer Episodenfilm aus den 60er Jahren ist. Als Zuschauer sollte man sich somit im Klaren darüber sein, dass beim Kampf gegen intelligente Killerpflanzen reißerische Zitate wie "Wenn eine Spezies das Feuer nicht mehr fürchtet, dürfte dies das Ende der Menschheit sein!" auf ihn warten. Doch wer diesen ganz speziellen Charme der alten Gruselfilme mag, wird "Die Todeskarten des Dr. Schreck" als kleine Perle erkennen. Denn für ihn bietet der Film alles, was von diesem Genre erwartet wird - Gruselatmosphäre, stimmungsvolle Bilder, eine übertriebene, phantastische Handlung, Überraschungen und kein bisschen Langeweile!
Digitale Aufarbeitung:
Freunde alter Horrorklassiker werden mit großem Vergnügen feststellen, dass der Film im originalen 1:2,35 Format auf die DVD gepackt wurde. Nimmt man noch die kräftigen Farben, die gute Konturenschärfe und die nur selten auftretenden Verschmutzungen bei der Bewertung hinzu, kommt man nicht umher, Koch Media ein großes Lob auszusprechen. Vor allem auch deshalb, da sowohl die alte deutsche Kino-Synchro, als auch die aus den 90er Jahren stammende TV-Synchro, neben der englischen Originalfassung, den Weg auf die DVD gefunden haben. Alle in guter Qualität. Die Wahl zwischen den beiden deutschen Synchronisationsfassungen ist ein Service, der gern Schule machen darf.
Als Bonusmaterial gibt es einen englischen Audiokommentar von Regisseur Freddie Francis, leider ohne deutsche Untertitel, den Trailer sowie eine selbstablaufende Fotogalerie. Doch der eigentliche Bonus ist im Prinzip schon die Wahl zwischen der Kino- oder der TV-Synchro-Fassung, nebst dem entsprechenden Vor- und Abspann. Abschließend enthält ein kleines Booklet noch weitere Informationen zum Film.
Doch zwei kleinere Unschönheiten gibt es bei der DVD dann doch noch zu finden - das Covermotiv wirkt sehr verschwommen. Warum hier nicht das qualitativ wesentlich bessere Motiv des Booklets gewählt wurde, dürfte das Geheimnis des Cover-Designers sein. Ein Fehler hat sich in das Booklet eingeschlichen. Hier steht geschrieben, "...Regisseur Freddie Francis als Kameramann für David Lynch Oscar gekrönt...". Richtig ist, dass er für seine Arbeit an Lynchs "Der Elefantenmensch" und "The Straight Story" diverse Preise für die beste Kameraarbeit einheimste, allerdings nicht den begehrten Oscar. Dafür war er für diese Filme nicht einmal nominiert.
Fazit:
Bei "Die Todeskarten des Dr. Schreck" stimmt einfach alles. Phantasievolle Episoden mit stimmiger Atmosphäre, der Charme der 60er Jahre Horrorfilme, bekannte Gesichter bei der Darstellerriege und eine ansprechende Inszenierung wissen auch noch heute zu unterhalten. Nicht zu letzt wegen der technischen Umsetzung, und dort vor allem dem sehr gut aufgearbeitetem 1:2,35 Bild und der frei wählbaren Synchronisationsfassung, wird die DVD den Fans des Filmes die Freudentränen in die Augen treiben.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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94:17 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Freddie Francis
- Trailer
- Fotogalerie
- Alternativer Vor- und Abspann
- Booklet
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Die Todeskarten des Dr. Schreck
Dr. Terror's House of Horrors
Ein herausragender Horror-Episodenfilm in einer beispielhaften digitalen Umsetzung
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 1964 Regie: Freddie Francis Drehbuch: Milton Subotsky Darsteller: Christopher Lee, Peter Cushing, Max Adrian, Bernerd Lee, Donald Sutherland, Ann Bell, Jennifer Jayne, Roy Castle
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 28.04.2004
Vertrieb :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 28.04.2004
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