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DVD-Besprechung - Zombie King and the Legion of Doom
Story:
Nachdem immer mehr Menschen Opfer von Zombies werden, wittert der maskierte Ulysses (Jules Delorme) eine Verschwörung. Zunächst scheint sein ehemaliger Kumpel Tiki (Rob Etcheverria) mit seinen Wrestling-Zombies für die Toten verantwortlich zu sein, doch es stellt sich heraus, dass es Ulysses’ Erzfeind Zombie King (Nicholas Sinn) ist, der nur Böses im Schilde führt und die Menschen zu seinem Heer von Untoten machen will. Zusammen mit Blue Saint (Raymond Carle) und dessen Schwester Mercedes (Jennifer Thom) zieht eine schlagkräftige Truppe gegen Zombie King in den Kampf.
Meinung zum Film:
Sollte sich ein Zuschauer nicht von dem Titel „Zombie King and the Legion of Doom“ abschrecken lassen, so erwartet ihn ein Trashfilm der ärgsten Sorte. Stellenweise kann man den Streifen mit den Produktionen aus der Troma-Schmiede vergleichen, nur dass Troma stets versucht hat, Zusammenhänge zu erklären, so wundersam und schräg sie auch sein mögen. Im vorliegenden Film wird auf Erklärungen verzichtet und dem Zuschauer eine Welt präsentiert, die dann doch einige Fragen offen lässt. Zombies sind etwas alltägliches und können sogar gezähmt werden, trotz erwähnter 30 Grad Celsius liegt Schnee und ein Teil der Darsteller düst mit Winterjacke durch das Bild oder kommt hemdsärmelig daher. Ja und dann sind da noch die Hauptakteure, die permanent mit Wrestlingmasken agieren und nur mit ihren Künstlernamen wie Ulysses, Tiki, French Vixen, Mr. X oder Blue Saint angesprochen werden.
Sicherlich werden sich an diesem Film die Geister scheiden und das mit Fug und Recht. Regisseur Stacey Case hat da einen Mix hingelegt, der eigentlich nur die reinen Trashfans begeistern dürfte, nicht jedoch ausgemachte Horrorfilmfreunde oder gar das Mainstream-Publikum. Der Horroranteil in der Form von gar nicht mal so schlechten Splattereinlagen reicht nicht aus, um einen Freund des Genres zu überzeugen, zumal dazu auch noch etwas wie Atmosphäre gehören sollte. Diese geht dem Film gänzlich ab und die Story wirkt etwas uninspiriert herunter gedreht, was allein schon an einigen logischen Fehlern zu erkennen ist. Die beiden Mädels, die als erste von den Untoten angegriffen werden, tanzen ausgelassen in der Bar zu der rockigen Musik, sind beim nächsten Schnitt aber weitab der Bar in einem Hinterhof. Teletransportation? Nachdem die eine von den beiden angriffen und getötet wurde, kreischt die andere mit Blutspritzern im Gesicht um Hilfe, dabei war sie bei der ersten Beißattacke zu weit vom Opfer entfernt, um besudelt zu werden. Die Dialoge nehmen ein breites Spektrum von dümmlich bis wirklich witzig ein, da muss jeder für sich entscheiden, wie spaßig er diese dann auffasst.
Zuschauer, die Wrestling mögen, könnten auch ein wenig Spaß an den häufigen Catcheinlagen haben, denn fast so häufig wie in einem Musical gesungen wird, werden hier die durchgestylten Kampfeinlagen gezeigt. Catch as Catch can. Der wirklich ungewöhnliche Mix hat scheinbar auch den Altmeister George A. Romero in irgendeiner Weise angesprochen, denn er hat dem Projekt seinen guten Namen zur Verfügung gestellt. Nun wird dieser durch seine Nennung in „George A. Romero presents“ sicherlich nicht stark gelitten haben, doch kann er sich in diesem Film nicht gerade als Qualitätssiegel durchsetzen. Dazu können auch nicht die blitzenden Brüste und die prallen Oberweiten einiger Darstellerinnen beitragen, die teilweise so aussehen, als wären sie sonst für Fetisch-Magazine tätig. Nichts gegen Erotik im Film, aber die platte Präsentation nackter Haut ist dann doch etwas zu dumpf und zu lieblos ausgefallen. Der rockige Score spricht dann wieder für den „Zombie King“ und wer die Musikart mag, der wird sicherlich auch so einige Male mit dem Fuß im Takt mitwippen.
Digitale Aufarbeitung:
Der Transfer des Bildes ist nicht ganz astrein gelungen, denn es wirkt stellenweise recht blass. Die Farben kommen nicht so schön durch wie sie vielleicht im Original sein mögen, aber mit fortschreitender Filmdauer hat man sich schnell daran gewöhnt. Der deutsche Ton ist in Ordnung, was allerdings die Qualität der Synchronisation nicht hebt. Obwohl die Dialoge auf deutsch akzeptabel sind, hören sie sich selbst bei Außenaufnahmen so an, als wären sie in einer Halle gemacht worden.
Als Extra gibt es den Trailer in deutscher und englischer Fassung, die auf dem Cover angekündigte Bildergalerie sucht man allerdings vergebens.
Fazit:
"Zombie King and the Legion of the Doom" ist ein trashiger Nischenfilm, der sicherlich seine Fans finden wird, allerdings nichts für den Zuschauer ist, der Filme von der Stange bevorzugt. Technisch ist die DVD weitgehend o.k..
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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77:24 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Zombie King and the Legion of Doom
Zombie Beach Party
Trashfilm mit wrestlenden Zombies
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA/ Kanada, 2004 Regie: Stacey Case Drehbuch: Bill Marks, Sean K. Robb Darsteller: Jules Delorme, Jennifer Thom, Job Etcheverria, Jennifer Deschamps, Sean K. Robb
Label :
Atomik Films
Verkaufsstart : 28.02.2007
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