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DVD-Besprechung - Wrestlemaniac
Story:
Ein Amateurporno-Produktionsteam ist auf dem Weg nach "Caba San Lucas" um einen neuen Streifen zu drehen, als sie von einem Fremden (Irwin Keyes) von der gefürchteten Stadt "La Sangre de Dios" hören. Alphonse (Adam Huss), der Chef der Truppe, beschließt der angeblichen Geisterstadt einen Besuch abzustatten. So ein Drehort kann nur gut für die Promotion sein und tatsächlich finden sie die kleine Stadt. Doch sie birgt ein schreckliches Geheimnis, indem ein fehlgeschlagenes Experiment dort sein Unwesen treibt: "El Mascarado", ein scheinbar unbesiegbarer Wrestler, der seinen Opfern das Gesicht abzieht.
Meinung zum Film:
Wie man ein ordentliches B-Movie inszenieren kann ohne dabei das Genre neu zu erfinden, noch andere Innovationen integriert, sondern lediglich eine gute Regiearbeit leistet, das zeigt Regisseur Jesse Baget mit seinem Erstlingswerk. Geschickt setzt er die üblichen Puzzel-Teile zusammen, ohne jedoch zu übertreiben oder gar den Zuschauer mit Wiederholungen zu strapazieren. Durch den permanent unterschwelligen Humor zeigt Baget, dass er sich und sein Werk gar nicht so ernst nehmen will. Dazu passt, dass er neben der Regiearbeit auch das Schreiben des Drehbuchs übernommen hat und so hat er stets alles unter Kontrolle gehabt. Die Spezialeffekte sind sehr ordentlich geworden und werden auch nicht übertrieben. Teils sind sie allerdings durchaus als hart zu werten und die fehlende Jugendfreigabe geht somit in Ordnung.
In der gefürchteten Stadt "La Sangre de Dios" macht eine Amateurpornofilmtruppe einen kleinen Zwischenhalt für einen Dreh. So weit, so gut. Die dann folgende Geschichte ist herrlich abgefahren und so abgedreht, dass sie fast schon wieder kultig erscheint. Ein mexikanisches Regime versuchte Ringer für die Olympischen Spiele zu züchten um den damals schier unbezwingbaren Russen Paroli zu bieten. Es verschwanden ein paar talentierte Athleten aus denen irre Wissenschaftler dann den perfekten Wrestler zusammensetzten. Doch das Experiment, bei dem auch einige Einwohner der kleinen Stadt gegen den Überringer antreten mussten, misslang und die nahezu unaufhaltsame Kreatur entvölkerte die Stadt. Doch mit dem Eintreffen der unvorsichtigen Gringos hat "El Mascarado" neue Trainingspartner.
Allerdings ist nicht alles so sauber gelungen, denn es haben sich einige Fehler eingeschlichen. Gleich zu Beginn fährt der Van mit dem Pornoteam durch eine scheinbare Einöde mitten in der mexikanischen Wüste, doch im unmittelbaren Hintergrund kann man die in der Sonne blinkenden Windschutzscheiben der Autos sehen die über den Highway düsen. Als die Gruppe in der Stadt "La Sangre de Dios" ankommt, prangt der Stadtname in frischer Farbe über dem Stadtportal und das obwohl dort angeblich schon jahrelang niemand mehr war. Das erste was die Amateurfilmer dann noch über sechs Stunden in einem knallheißen Van machen, ist sich sofort an die ersten Aufnahmen zu machen, verschwitzt wie sie sind. In einer weiteren Szene irrt eines der Mädels alleine durch einen dunklen Raum begleitet vom Lichtkegel einer Taschenlampe, die sie aber gar nicht hält. Und wohl gemerkt, sie ist allein in dem Raum. Von den kleineren Logikfallen sollte man sich aber nicht vom Ansehen abschrecken lassen, denn auch die großen Blockbuster strotzen regelmäßig vor Fehlern.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist absolut in Ordnung und weitgehend sauber. Die Farben wirken ein wenig sandig, als wenn teilweise mit einem Filter gearbeitet wurde um den Fakt zu unterstreichen, dass man sich ja mitten in einer sandigen Einöde befindet. An dieser guten Bildqualität können sich andere B-Produktionen ruhig orientieren, denn auch leidensfähige Freunde des Genres mögen eine ansprechende Optik. Der deutsche dts-Sound ist auf jeden Fall eine Empfehlung, da er stets bemüht ist die Atmosphäre des Streifens zu unterstützen.
Die Extras sind eher karg ausgefallen, denn neben dem Trailer, wahlweise in Deutsch oder in Englisch, gibt es lediglich noch eine kurze Bildergalerie. Das war es dann auch schon.
Fazit:
"Wrestlemaniac" ist ein gutes B-Movie, dass sich Fans des Genres nicht entgehen lassen sollten. Vieles ist zwar bekannt, doch die solide Regiearbeit macht ihn durchaus sehenswert und auch der schwarze Humor kommt nicht zu kurz. Technisch ist die DVD voll auf der Höhe, lediglich die Extras fallen nicht durch Quantität auf.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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71:16 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Wrestlemaniac
Wrestlemaniac
Nur nicht das Gesicht verlieren
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Jesse Baget Drehbuch: Jesse Baget Darsteller: Rey Misterio, Irwin Keyes Leyla Milani, Adam Huss, Jeremy Radin
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 27.07.2007
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