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DVD-Besprechung - Skinwalkers
Story:
Zwei verfeindete Werwolf-Clans sehen in dem 13-jährigen Timothy (Matthew Knight) die Erfüllung einer uralten Legende. Er soll der Auserwählte sein, der den Fluch der "Skinwalker" beseitigen wird. Während jedoch die gutartigen Werwölfe dieses Ende ihrer unheiligen Existenz herbeisehnen und Timothy mit allen Mitteln verteidigen, wollen die bösartigen Werwölfe Timothy töten und die Aufhebung des Fluchs verhindern. Sie genießen ihre übernatürliche Existenz, die es ihnen ermöglicht, ihre Gelüste ungehemmt auf Kosten anderer ausleben zu können.
Meinung zum Film:
Die Voraussetzungen für einen guten Horrorfilm sind bei "Skinwalkers" offensichtlich gegeben. Auf dem Regiestuhl nimmt mit James Isaac ("Horror House") eine Person Platz, die bereits mit "Jason X" eine äußerst gelungene Probe seines Könnens in diesem Bereich vorgelegt hat. Hinzu stößt mit Stan Winston ("Terminator 2"), der hier für die SFX verantwortlich zeichnet, eine lebende Legende im Bereich Makeup und Spezialeffekte, welcher für sein Werk bereits mit 4 Oscars ausgezeichnet wurde. Auch die Darstellerriege u.a. bestehend aus Jason Behr ("The Grudge - Der Fluch"), Kim Coates ("Silent Hill") oder Natassia Malthe ("DOA: Dead or Alive") macht auf den ersten Blick durchaus keinen schlechten Eindruck. Weniger vielversprechend sieht es allerdings bei den Drehbuchautoren aus, die neben zwei "Frischlingen", ausgerechnet von James DeMonaco repräsentiert werden, der mit dem Drehbuch des Remakes von John Carpenters "Das Ende" nun wahrlich nicht zu glänzen wußte.
"Skinwalkers" stellt die im Horrorgenre nicht so häufig auftretenden Werwölfe in den Mittelpunkt, wer hier jedoch einen klassischen Horrorfilm erwartet, befindet sich völlig auf dem falschen Dampfer. "Skinwalkers" präsentiert sich vielmehr als eine Mischung aus Actionfilm und Roadmovie mit Horroreinflüssen und erinnert am ehesten an "John Carpenters Vampire". Leider fehlen in dem Film einige Aspekte, die von einem Werwolffilm normalerweise erwarten werden. Da wären zunächst die Verwandlungssequenzen, vom Mensch zum Wolf, die ja z.B. bereits vor rund 26 Jahren in "American Werewolf" äußerst gelungen zelebriert wurden. Sie fehlen im Film leider völlig. Überhaupt sollte man im Jahre 2007, bzw. 2006, erwarten können, dass in einem aktuellen Film Werwölfe präsentiert werden, die ältere Genrevertreter deutlich übertrumpfen. Leider sind die Werwolfmasken aber trotz Mitwirkung von Stan Winston eher bescheiden ausgefallen. Die Werwölfe behalten auch nach der Verwandlung ihre Statur und sogar ihre Kleider an. Ein wenig mehr Haare im Gesicht, größere Fangzähne, ausgewechselte Pupillen, ein leicht deformiertes Gesicht und fertig ist der Werwolf. Das Ergebnis sieht zwar nicht so peinlich aus wie z.B. bei älteren, trashigen Vertretern unter Mitwirkung von Paul Naschy, ältere Referenzen, wie "American Werewolf", oder auch "Das Tier", werden aber nicht ansatzweise erreicht. Auch auf handgreifliche Kämpfe zwischen den Bestien muß man beinahe komplett verzichten, da diese sich lieber moderner Schusswaffen bedienen. Wer jedoch auf Schießsereien mit Werwölfen steht ist bei "Full Eclipse" weit besser aufgehoben.
Das größte Problem von "Skinwalkers" ist jedoch, wie bereits befürchtet, das Drehbuch. Der Film bezieht sich zwar zu Beginn in Texttafeln auf indianische Mythologie, diese Hintergründe werden aber in keinster Weise genutzt und so lässt sich der gesamte Film eigentlich auf eine extrem lange Verfolgungsjagd mit abschließendem Showdown reduzieren. Leider mangelt es dem Film dabei nicht nur an Tiefe, sondern auch an Spannung und Tempo. Bereits zu Beginn bekommt man in den Bereichen Action und Effekte schon die Höhepunkte des Films geboten. So gibt es zu diesem Zeitpunkt doch einige, recht herbe Szenen, die man so später nicht mehr finden wird, und auch eine recht spektakuläre Schießerei zwischen beiden Parteien innerhalb einer Kleinstadt bleibt ein einsames Highlight. Während der Film sich am Anfang auch noch bemüht, Schockmomente zu setzen, fehlen diese später ebenfalls völlig. Da hilft es dann auch nicht mehr viel, dass die gelungene Kameraführung des Films immer wieder interessante Perspektiven liefert und die Schauspieler, für eine solche Genre-Produktion, durchaus solide aufspielen, ohne allerdings hervorzustechen.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist wahrlich in jeder Hinsicht hervorragend und gibt keinerlei Anlass zur Klage. Die Dialoge sind bei allen Tonspuren gut verständlich. Leider wird der Raumklang aber nur so selten so gut ausgenutzt, wie bei der großen Schiesserei zu Beginn des Films.
Auf der DVD befindet sich zunächst ein Making Of (7:54), das leider fast ausschließlich Filmszenen recycelt und ansonsten aus Material besteht, welches sich unter dem Punkt Interviews (Gesamtlaufzeit: 27:57) ein zweites Mal findet. Hier wurden 10 Personen interviewt und die Laufzeit pro Interview beträgt nur 1 bis 4 Minuten. Dabei handelt es sich nur um extrem oberflächliche Äußerungen, zudem versetzt mit peinlichem Eigenlob in Bezug auf den Film. Neben dem Punkt Deleted Scenes (5:38) gibt es noch die Bereiche "Gunshot Animation" (2:40) und "Visual Effects" (0:49), die beide verzichtbar sind. Abgerundet werden die insgesamt äußerst schwachen Extras noch durch Darstellerinfos im absoluten Sparformat (je 1 Seite).
Fazit:
"Skinwalkers" ist weniger ein Horrorfilm als ein bleihaltiges Roadmovie, das sich storytechnisch bei diversen Produktionen bedient, ohne diese einzelnen Elemente zu einer schlüssigen und spannenden Geschichte vereinen zu können. Die Darsteller agieren durchaus passabel ohne zu glänzen, und die Kameraführung ist ebenfalls gelungen, die Action ist aber zu spärlich gesäht und die Werwölfe können optisch nicht überzeugen. Am ehesten könnte der Film Personen ansprechen, die sich für Filme in der Machart von "John Carpenters Vampire" oder "Near Dark" begeistern konnten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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90:05 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interviews
- Deleted Scenes
- Gunshot Animation
- Visual Effects
- Darsteller-Infos
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Skinwalkers
Skinwalkers
Kein Horrorfilm, sondern eher müde Werwolf-Action mit sehr schwachem Drehbuch
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: James Isaac Drehbuch: James DeMonaco, Todd Harthan, James Roday Darsteller: Jason Behr, Elias Koteas, Rhona Mitra, Natassia Malthe, Kim Coates, Sarah Carter
Label :
Constantin Film
Verleihstart : 02.08.2007 Verkaufsstart : 27.08.2007
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verleihstart : 02.08.2007 Verkaufsstart : 27.08.2007
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