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Kino-Besprechung - Sakuran - Wilde Kirschblüte
Story:
Japan in der
Edo-Zeit. Kiyoha (Anna Tsuchiya) wird mit acht Jahren an ein angesehenes
Bordell im Tokioter Vergnügungsviertel Yoshiwara verkauft. Dort wird sie nach anfänglichem
Widerstand zur „Oiran“, einer Kurtisane höchsten Ranges, ausgebildet. Schon
bald ist sie die beliebteste Prostituierte des Edelbordells. Doch trotz ihres Ruhmes
bleibt sie weiterhin nur eine Gefangene und echte Liebe bleibt ihr verwehrt.
Meinung zum Film:
„Sakuran – Wilde Kirschblüte“
ist die Verfilmung eines japanischen Mangas und bietet einen interessanten
Einblick in der Welt der „Oiran“, die mit westlichen Vorstellungen von
Prostitution nicht viel zu tun hat. Die Edelkurtisanen waren musisch und
künstlerisch ausgebildet und wurden von ihren Freiern umworben, die teilweise
Wochen lang sparten, um sich einen besuch bei ihnen leisten zu können. In der
Darstellung der Welt der Prostituierten geht der Film kompromisslos vor und
schreckt nicht vor nackten Tatsachen
zurück, wird dabei jedoch nie voyeuristisch.
Die Darstellung von Sex dient hier
nur derHandlung und nicht dem
Selbstzweck. Durch den offenen Umgang mit dem Thema setzt sich der Film angenehm von dem romantisierten Blick
auf Prostitution, wie er zuletzt in „Die Geisha“ zu sehen war, ab. Die
größte Stärke des Films sind sicherlich seine Bilder. Nicht nur die opulenten
und farbenfrohen Kulissen und Kostüme, sondern auch die geschickt gewählten und
ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und Schnittfolgen können überzeugen und
beeindrucken. Dabei verlässt man sich nicht auf bewährte Stilmittel des „Kostümfilms“,
sondern setzt durchaus sehr moderne Stilmittel ein, was auch der Soundtrack
untermauert, der mit vielen Jazz- und Rock-Klängen aufwartet, die die Stimmung
gekonnt auf den Punkt bringen.
Trotz aller Modernität bleibt das Tempo des
Films aber sehr langsam, die Stimmung ruhig. Oft wird nicht viel gesprochen und
so wird dem Betrachter Zeit gelassen in den Bildern zu schwelgen, was jedoch
auf Dauer etwas ermüdend werden könnte – zumindest für jeden, der die
Stilmittel des westlichen Mainstream-Kinos gewohnt ist.
Fazit:
Geschickt mischt der Film die Stilmittel des
klassischen Kostümfilms mit ungewöhnlichen Schnittfolgen und moderner Musik.
Besonders visuell ist der Film ein Erlebnis, auch wenn er dem Betrachter in
einigen Passagen viel Geduld abverlangt.
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Sakuran - Wilde Kirschblüte
Sakuran
Ein visuell beeindruckender Film über Prostitution im Japan der Edo-Zeit.
Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2006 Regie: Mika Ninagawa Drehbuch: Yuki Tanada Darsteller: Anna Tsuchiya, Kippei Shiina, Yoshino Kimura, Hiroki Narimiya, Miho Kanno
Verleiher:
20th Century Fox
Kinostart : 30.08.2007
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