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DVD-Besprechung - Shooter
Story:
Der Scharfschütze Bob Lee Swagger (Mark Wahlberg) gerät zusammen mit seinem Partner bei der Sicherung eines US-Militärkonvois in Äthiopien unter schweres Feindfeuer und wird von seiner Kommandozentrale im Stich gelassen. Während sein Partner bei den Kämpfen ums Leben kommt, gelingt es ihm selbst zu überleben, er zieht sich jedoch verbittert aus dem Staatsdienst zurück. Jahre später wird der mittlerweile als Eremit in den Bergen lebende Swagger von Colonel Isaac Johnson (Danny Glover) kontaktiert. Swagger soll wieder aktiv werden und mithelfen, ein geplantes Attentat auf den US-Präsidenten zu verhindern, Swagger gerät dabei jedoch erneut in ein abgekartetes Spiel.
Meinung zum Film:
"Shooter" basiert auf dem 1993 veröffentlichten Roman "Point of Impact" von Stephen Hunter. Das Drehbuch schrieb Jonathan Lemkin, der einerseits bereits am Drehbuch des Actionknüllers "Lethal Weapon 4" beteiligt war, andererseits aber auch am Sci-Fi-Langweiler "Red Planet". Regisseur Antoine Fuqua sorgte bereits mit dem Polizeithriller "Training Day" für Aufsehen und zeigte davor auch schon mit "Replacement Killers", dass er durchaus in der Lage ist, spektakuläre Actionfilme zu inszenieren. Hauptdarsteller ist Mark Wahlberg ("Boogie Nights"), der spätestens seit seiner Oscarnominierung als Bester Nebendarsteller für seine Rolle in Scorseses "Departed - Unter Feinden" wieder hoch im Kurs steht. In weiteren Rollen finden sich u.a. "Lethal Weapon"-Veteran Danny Glover, Michael Peña ("World Trade Center"), Kate Mara ("Düstere Legenden 3") und Ned Beatty ("Beim Sterben ist jeder der Erste").
"Shooter" ist ein geradliniger Action-Thriller, der nicht vor drastischeren Gewaltdarstellungen zurückschreckt und auch die "Political Correctness" ganz gerne mal über Bord wirft. Der Einstieg in "Shooter" erinnert dann auch direkt an "Rambo 3", der Held hat sich in die Einsamkeit zurückgezogen und wird schließlich für die gute Sache reaktiviert. Die Scharfschützenthematik ist für einen Actionfilm ebenfalls nicht neu, denn bereits Tom Berenger ("Platoon") setzte in "Sniper" und seinen beiden Fortsetzungen schon so manchen Volltreffer. Auch die Tatsache, dass ein Elitesoldat als Sündenbock für ein Attentat herhalten muß und hinterher kreuz und quer durch die USA gejagt wird, kennt man bereits aus "America's Most Wanted". Den gnadenlosen und konsequenten Rachefeldzug des Helden gegen die Verschwörer könnte man wiederum wohl bis auf seinen Ahnen, "Ein Mann sieht Rot", deduzieren. Einen Innovationspreis gewinnt "Shooter" also wahrlich nicht und auch das Drehbuch mit seiner dünnen Verschwörungsgeschichte ist so durchschaubar wie linear, und auch die seltenen, politischen Seitenhiebe beschränken sich auf Allgemeinplätze. So fällt die politische Verschwörung im Hintergrund vom Umfang her auch eher bescheiden aus und das politische System an sich ist natürlich intakt, auch wenn Swagger dem Recht am Ende mit Waffengewalt Geltung verschaffen muß.
Mit der gebotenen Action kann "Shooter" hingegen schon deutlich besser punkten. Schwerpunktmäßig gibt es vor allem einige handwerklich sehr sauber inszenierte Schießereien, beeindruckende pyrotechnische Effekte und diverse Scharfschützeneinsätze, welche mit ihren zahlreichen Kopfschüssen die hohe Altersfreigabe auf jeden Fall rechtfertigen. Den Höhepunkt in Bezug auf die für heutige Hollywood-Kinofilme eher herben Gewaltdarstellungen dürfte die fachgerechte Amputation eines menschlichen Arms per Sniper-Rifle darstellen. Auch in Bezug auf "Political Incorrectness", fühlt man sich hier schon eher in die 80er Jahre zurückversetzt, was Wortwechsel wie "Wissen Sie, was man als erstes spürt, wenn man einen Zivilisten erschießt?", "Den Rückstoß!", beweisen. Leider werden die handwerklich überzeugenden Actioneinlagen ein wenig durch die übertriebene lange Laufzeit des Films relativiert, was zu einer nicht optimalen Verteilung dieser Einlagen führt, sprich es gibt einige Längen. Weiterhin wird Mark Wahlberg von dem extrem eindimensionalen und einsilbigen Charakter "Swagger" sichtlich unterfordert und gibt dadurch auch keinen optimalen Sympathieträger ab.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild überzeugt mit kräftigen Farben, guter Schärfe und gelungenen Kontrastwerten. Die Tonspuren weisen allesamt eine gute Verständlichkeit auf, in den kräftiger abgemischten Actionsequenzen werden zudem auch gute räumliche Effekte geboten.
Zunächst befindet sich auf der DVD ein Audiokommentar von Regisseur Antoine Fuqua, löblicherweise mit optionalen deutschen oder englischen Untertiteln, der einige interessante Detailinformationen zum Film beinhaltet. Zudem gibt es auf der DVD auch noch ein Making Of (21:52), das einige Einblicke in die Ausbildung und Ausrüstung eines Scharfschützen beinhaltet, allerdings sehr militaristisch ausgefallen ist. Unter dem in feinstem Denglisch benannten Punkt "Indepence Halle" (7:21) verbergen sich einige historische Hintergrundinformationen zur Geschichte der Halle der Unabhängigkeit in Philadelphia, die einer der Schauplätze des Films ist. Den Abschluss der Extras bilden sieben "Entfernte Szenen" (11:22).
Fazit:
"Shooter" ist ein handwerklich gut gemachter Action-Thriller, der mit seiner Härte, Konsequenz und "Political Incorrectness" eher an die 70er oder 80er Jahre erinnert, allerdings um die Edel-Optik einer aktuellen Großproduktion bereichert. Leider hat der Film aber einige Längen und das Drehbuch ist sehr linear, sowie bar jeder Innovation. Mark Wahlberg spielt den knallharten Rächer sehr routiniert, man hätte dem Charakter jedoch etwas mehr Tiefe oder einige Ecken und Kanten gewünscht. Technisch kann die DVD voll überzeugen und auch die Extras sind zufriedenstellend ausgefallen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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120:32 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Regisseur Antoine Fuqua
- "Die Besten überleben": Das Making Of von Shooter
- "Independence Halle"
- Entfernte Szenen
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Shooter
Shooter
Knallharter Actionthriller mit einigen Längen und innovationsloser Story
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Antoine Fuqua Drehbuch: Jonathan Lemkin (basierend auf dem Roman von Stephen Hunter) Darsteller: Mark Wahlberg, Michael Peña, Danny Glover, Kate Mara, Elias Koteas, Ned Beatty
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 13.09.2007
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