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DVD-Besprechung - Flirting with Disaster
Story:
Insektenforscher Mel (Ben Stiller) und seine Frau Nancy (Patricia Arquette) können sich Monate nach der Geburt ihres kleinen Sohnes einfach nicht auf einen Namen einigen. Da der junge Vater adoptiert wurde, schließen die beiden folgenschwer darauf, dass dies der Grund ist, warum sie sich nicht einigen. Aufklärung muss also her und die Suche nach Mels wahren Eltern beginnt. Zusammen mit der angehenden Psychologin Tina Kalb (Tea Leoni) vom Adoptionsbüro wollen sie zunächst die leibliche Mutter besuchen, doch der Besuch ist der Auftakt für eine nicht enden wollende Serie von großen und kleinen Niederlagen und witzigen Missverständnissen.
Meinung zum Film:
„Flirting With Disaster“ ist eine Komödie rund um das Thema Selbstfindung und Adoption. Komödienspezialist Ben Stiller („Zoolander“) schlüpft in die Rolle eines Insektenforschers, der eine scheinbare Identitätskrise hat, die augenscheinlich daher rührt, dass er ein Adoptivkind ist. Die Tatsache, dass sein vier Monate alter Sohn noch keinen Namen hat, soll der Beweis dafür sein. Kurzhand macht er den Adoptionsdienst der ihn damals vermittelte ausfindig und lässt sich auf das Abenteuer ein, seine wahre Herkunft herauszufinden. Was zunächst als recht simpel erscheint, wird schnell durch den Drehbuchautor und Regisseur David O. Russel („I Love Huckabees“) in mehrere kleine Katastrophen geleitet.
Mel und seine Frau Nancy beginnen mit der Mitarbeiterin des Adoptionsbüros Tina die Reise zu Mels Mutter. Nicht schlecht staunen die drei über die Tatsache, dass es sich bei ihr um eine 180 cm große Blondine handelt, die einen gewissen Stolz auf ihren Südstaaten-Adel mit sich trägt. Mel hingegen ist deutlich kleiner als sie und ein dunkler Typ, was gewisse Zweifel aufkommen lässt. Schnell wird deutlich, dass Tina einen deftigen Fehler gemacht hat und es sich um eine Verwechslung handelt. Die Begegnung mit seinem Vater, der ihn damals weg gab, endet nicht minder frustrierend für ihn. So gerät die kleine Reisegruppe von der einen schrägen Situation in die nächste und bald wundert es nicht, wenn ein Truck eine kleine Poststation platt fährt oder die Truppe um ein homosexuelles Polizistenpaar mit Kinderwunsch erweitert wird. Die Tatsache, dass Tina auch noch extrem gut aussieht und Mel vollends anspricht, sorgt für ungewolltes weiteres Unheil.
Neben Ben Stiller wurden die weiteren Rollen durchaus bekannt besetzt und so findet sich an seiner Seite Patricia Arquette („True Romance“) in der Rolle seiner Filmgattin Nancy wieder. Die hübsche Tea Leoni konnte nicht nur in „Bad Boys“ optische Akzente setzen, nein in „Flirting With Disaster“ kann sie ihre witzige Ader ausleben, obwohl diese auf durchaus ernsthaften Themen wie z.B. Scheidung basiert. Als potentieller Vater des Hauptdarstellers wurde Alan Alda erkoren, der durch die Antikriegscomedy-Reihe „M*A*S*H“ bereits sehr trockenen Humor verbreiten konnte. Ebenfalls Komödienerfahrung hat natürlich auch die bekannte Lily Tomlin („Die unglaubliche Geschichte der Mrs K.“), welche die ergriffene Mutter spielt. Die humorvollen Sequenzen sind sorgsam gesetzt und werden nicht komplett bereits in der ersten Filmhälfte sinnlos verballert. So sieht der Zuschauer eine ausgewogene Komödie, die locker über knapp 90 Minuten unterhalten kann.
Digitale Aufarbeitung:
Bis auf ein leichtes Rauschen erwartet den Zuschauer ein ordentliches Bild, welches mit ausgewogenen Farben versehen wurde. Der Kontrast ist in Ordnung. Der Ton ist ebenfalls akzeptabel, wobei vorrangig beim Score der Raumklang bedient wird.
Die Extras beginnen mit den Interviews von Patricia Arquette und Mary Tyler Moore und umfassen rund 14 englischsprachige Minuten, denen unverständlicherweise keine Untertitel gegönnt wurden. Lediglich die Fragen werden auf deutschen Texttafeln eingeblendet. Die witzigen und sehenswerten Outtakes bieten knapp über 7 Minuten Beispiele für verpatzte Szenen. Hinzu kommen noch drei geschnittene Szenen, sowie ein mäßiges Making Of von rund 5 Minuten. Während der Dreharbeiten machte Patricia Arquette kleine Notizzettel, die sie in die Kamera hielt und genau diese Szenen können in einem weiteren Extra angewählt werden. Den Abschluss bildet eine Bildergalerie.
Fazit:
„Flirting With Disaster“ ist eine der Komödien, in denen Ben Stiller so richtig schön seine humoristische Ader ausleben kann. Flott sind eineinhalb Stunden herum und es wird solide Unterhaltung geboten. Die Extras bieten eine Fülle an weiteren Informationen, aber auch Unterhaltsames.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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88:58 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Interview mit Patricia Arquette
- Interview mit Mary Tyler Moore
- Outtakes
- Deleted Scenes
- Making Of
- Patricias Notizen
- Fotogalerie
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Flirting With Disaster - Ein Unheil kommt selten allein
Flirting With Disaster
Mami gesucht, Chaos gefunden
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1995 Regie: David O. Russel Drehbuch: David O. Russel Darsteller: Ben Stiller, Patricia Arquette, Alan Alda, Lily Tomlin, Tea Leoni
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 21.09.2007
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