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DVD-Besprechung - The Jigsaw Man - Agenten sterben zweimal
Story:
Sir Philip Kimberly (Michael Caine) hat es übertrieben und zwar heftig. Nachdem er zunächst als Chef des britischen Geheimdienstes zu dem Klassenfeind Russland überlief, machte er dort Karriere KGB-General. Dummerweise machte er bei einer feuchtfröhlichen Feier eine schwere Eselei und der Geheimdienst lässt ihn fallen. Doch er soll eine letzte Chance bekommen, indem er ein Geheimdossier dem KGB übergibt. Dieses hat er vor seinem Überlauf in London versteckt und mit einem neuen Gesicht versehen soll er diese holen. Kimberly sieht seine Gelegenheit gekommen, um die Geheimpapiere für sich zu nutzen und so macht er sich auf beiden Seiten des eisernen Vorhang recht unbeliebt.
Meinung zum Film:
Der klassische Agentenfilm ist aus der Mode gekommen, kein Wunder, denn die Fronten zwischen Ost und West sind weitgehend nicht mehr vorhanden. Die heutigen Teens können sich nicht mehr vorstellen, wie es zur Zeit des eisernen Vorhangs gewesen ist und dass es eine Periode gab, in der es regelmäßig scharfen Nato-Alarm gab. In dieser Phase der geheimdienstlichen Auseinandersetzungen spielt die Handlung des durchaus spannenden Krimis. Jenseits der spektakulären James-Bond-Verfilmungen orientiert sich „The Jigsaw Man“ eher an einem realistischen Szenario, welches als durchaus akzeptabel gewertet werden darf. Es gab eine Fülle an Doppelagenten, Überläufern und selbst ein deutscher Bundeskanzler hatte einen Spion an seiner engsten Seite. Eine große Frage, die sich den Agenten wie auch ihren Vorgesetzten immer wieder stellte, war die des Vertrauens.
Vertrauen ist auch in „The Jigsaw Man“ ein zentrales Thema, denn Überläufer Philip Kimberley wird von der russischen KGB-Führung fallen gelassen. Sie setzen ihn unter Druck, ein wichtiges Dossier zu übergeben, aus welchem hervorgeht, wie viel Geld Agenten bekommen und wo sie im Einsatz sind. Die Russen leisten ganze Arbeit und verpassen dem britischen Ex-Geheimdienstchef prompt per Skalpell ein neues Gesicht. Mit falschen Papieren ausgestattet geht er zurück nach London, getarnt als russischer Handelsattache. Kimberley ahnt, dass der britische Geheimdienst schnell erkennen wird, dass er in seiner neuen Rolle mehr auf der Insel vor hat, als ihnen lieb ist. Philip ist ein erfahrener Agent und ihm ist klar, dass wenn die Russen die Papiere erhalten, sein Leben keinen Pfifferling mehr wert ist. Er nimmt Kontakt zu seiner Tochter auf, da er befürchtet, dass einer der wartenden Parteien sie als Druckmittel entführen könnte.
Der Film aus dem Jahre 1983 bietet einen interessanten optischen Eindruck, denn es wird das Flair der 80er Jahre gut erfasst. Manches wirkt dadurch etwas altbacken, was aber dem guten Gesamteindruck des Films nichts anhaben kann. Das Drehbuch versteht es kontinuierlich den Spannungspegel hoch zu schrauben, ohne langatmig zu werden. Recht schnell sind die handelnden Personen dem Zuschauer wieder erkennbar vorgestellt und die volle Konzentration kann auf die Handlung gelegt werden. Für Michael Caine („Der weiße Hai IV“) ist die Rolle des Philip Kimberley ein dankbarer Part, denn er kann seinem Charakterspiel freien Lauf lassen. Er hat alles im Griff und lediglich der alte Admiral Sir Gerald Scaith, gespielt von Laurence Olivier („Der Marathon Mann“), der im britischen Geheimdienst seine Fäden zieht, kann ihm Paroli bieten. Dieses nicht zuletzt dadurch, dass er so manch witzigen Spruch auf den Lippen hat.
Digitale Aufarbeitung:
Dem fast 25 Jahre alten Bild sieht man sein Alter an. Es wurde zwar transferiert, doch bei der Bearbeitung hat man nicht alle Dropouts herausgefischt oder entfernen können. Die Bilder von vor einem Vierteljahrhundert bieten zudem ältlich wirkende Sets, welche den optischen Eindruck noch verstärken. Ansonsten wirkt das Bild glatt. Der Mono-Sound bietet die Mindestanforderungen und zeichnet sich sogar dadurch aus, dass er nicht stumpf wirkt und Zischlaute nur selten verfremdet hörbar sind.
Das einzige Extra ist der Trailer.
Fazit:
„The Jigsaw Man“ ist ein spannungsgeladener Agentenfilm der eine kontinuierliche Spannung aufbaut. Michael Caine spielt richtig gut und der Rest passt ebenfalls. Auch wenn der Film schon 1983 erschien, im Club der Spionagefilme ist er in den Top Ten. Das Bild ist angesichts des Alters noch akzeptabel transferiert, trotzdem zeigen sich kleinere Bildfehler. Als Extra gibt es lediglich den Trailer.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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90:13 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Jigsaw Man - Agenten streben zweimal
The Jigsaw Man
Spannender Agententhriller mit Niveau
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 1983 Regie: Terence Young Drehbuch: Dorothea Bennet, Jo Eisinger Darsteller: Michael Caine, Laurence Olivier, Susan George, Robert Powell, Sabine Sun
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 30.08.2007
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