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DVD-Besprechung - Sssssnake Kobra
Story:
David Blake (Dirk Benedict) hat frisch als Laborassistent bei Dr. Carl Stoner (Strother Martin), der sich der Schlangenforschung verschrieben hat, angeheuert. Gleich vom ersten Tag an bekommt er Spritzen verabreicht, die ihn gegen das tödliche Gift der Kobra immunisieren sollen. Doch die Injektionen haben eine vollkommen andere Wirkung auf seinen Organismus und er spürt schon sehr bald selbst, dass er sich irgendwie verändert.
Meinung zum Film:
"Sssssnake Kobra" gehört sicherlich zu den Filmen, die um den Preis für den ungewöhnlichsten Titel konkurrieren. Macht der deutsche Name noch irgendwo Sinn, lautet dieser im Original lediglich "Sssssss". Die Marketingstrategen bei Universal nutzten diesen Umstand, indem sie die Konsumenten in Werbenachrichten aufforderten, den Titel nicht zu sagen, sondern zu zischen. Auffallen um jeden Preis ist der Schlüssel. Regisseur Bernard L. Kowalski war der Titel sicherlich egal, da er mit der Arbeit mal wieder die Möglichkeit bekam, einen Spielfilm drehen zu können. Dazu hatte er in seiner bis dato immerhin schon rund 15-jährigen Karriere eher selten die Chance. Dafür konnte er für zahlreiche erfolgreiche TV-Serien, zu denen unter anderem auch "Columbo", "Die Straßen von San Francisco" und "Kobra, übernehmen sie“ gehörten auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Ein sonderlich großes Budget stand für den Spielfilm allerdings nicht zur Verfügung und so waren seine Fähigkeiten im Dreh von Serienepisoden von großem Vorteil.
Das Budget von rund 1 Mio. US-Dollar ist im Ergebnis klar zu erkennen und sicherlich der Hauptgrund dafür, dass der Film von der Atmosphäre betrachtet wie eine TV-Serie wirkt. Doch ein Problem ist das nicht, da das Thema ohnehin einen gewissen Trash-Charakter besitzt und von daher ohnehin gar keine Hochglanzoptik erwartet wird. Wo der Film überhaupt nicht schlampt und zweitklassig wirkt, ist in der Darstellung der Schlange, vor allem bei den Königskobras. Die Schlangen bauen sich immer wieder wirkungsvoll und bedrohlich vor der Kamera auf und lassen dabei ein bedrohliches Zischen verlauten. Die Produzenten weisen vorsichtshalber gleich mit einer Texttafel zu Beginn des Filmes darauf hin, dass es sich bei den im Film gezeigten Reptilien um echte Vertreter ihrer Gattung handelt, die eigens für die Dreharbeiten importiert wurden. Das ganze erinnert stark an klassische Horrorfilme, wo die Produzenten gerne darauf hinwiesen, dass man für evtl. körperlichen Schäden, die durch die kommende Attraktion entstehen könnten, nicht haftet. Marketing ist halt alles im Geschäft.
Darstellerisch hat der Film gute Akteure zu bieten. Vor allem Strother Martin ("Schlappschuss") in der Rolle des Wissenschaftlers Dr. Carl Stoner hinterlässt einen guten Eindruck und bringt die notwendige väterliche Ruhe und Besessenheit in die Rolle, um für Spannung zu sorgen, ohne dabei lächerlich oder überzogen zu wirken. Der junge Held wird von Dirk Benedict verkörpert, der 5 Jahre nach "Sssssnake Kobra" als Lt. Starbuck in "Kampfstern Galaktika" den Durchbruch schaffte und sich in den 80ern als 'Face' beim "A-Team" endgültig als fester Bestandteil der TV-Landschaft etablierte. Die Geschichte ist aus heutiger Sicht sicherlich bestenfalls als naiv zu bezeichnen. Eine Naivität, die allerdings für die Zeit nicht ganz unüblich war und auch heute noch Anhänger findet, die in diesen Fällen von dem gewissen Charme der 70er reden. Und davon hat „Sssssnake Kobra“ einiges zu bieten, stellt er doch eine gelungene Mischung aus diesem Charme und dem ebenfalls beliebten Tierhorror dar. Freunde zumindest einer der beiden Richtungen können bedenkenlos zugreifen.
Digitale Aufarbeitung:
Beim Bild fällt gleich ein doch recht deutliches Rauschen ins Gesicht, was dann aber der einzige nennenswürdige Kritikpunkt bleibt. Der deutsche Ton liegt in Dolby Digital 2.0 vor und ist stets gut verständlich.
Als Extra gibt es unter anderem die rund 16-minütige Super8-Fassung des Films, die einen sehr großen Nostalgiefaktor besitzt, ansonsten aber keinen weiteren Nennwert mit sich bringt. Des Weiteren befinden sich auf der Disk noch der alte deutsche Trailer zum Film und eine Bildergalerie mit altem Werbematerial. Ausgeliefert wird die DVD im Keepcase mit Pappschuber, dem zusätzlich noch ein Booklet mit Hintergrundinformationen beiliegt. Das Booklet sollte man aber keinesfalls lesen, bevor man den Film gesehen hat, da hier bereits das Ende vorweg genommen wird. Auch der Text auf der Rückseite des Schubers sollte man sich besser nicht durchlesen, wenn man den Film noch nicht kennt, da dieser ebenfalls ein wenig vom Inhalt vorweg nimmt, wodurch ein Teil der Spannung verloren geht.
Fazit:
"Sssssnake Kobra" bietet zwei gut aufspielende Hauptdarsteller und eine aus heutiger Sicht zwar naive, dafür aber voller 70er-Horror-Charme und Schlangen steckender Geschichte. Wer dies mit guter Unterhaltung verbindet, sollte sich die DVD unbedingt zulegen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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94:45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Booklet
- Bildergalerie mit seltenem Werbematerial
- Deutsche Super8-Filmfassung
- Trailer
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Ssssssnake Kobra
Ssssssss
Typisch naiver 70er-Jahre Tierhorror, der als solcher bestens funktioniert
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1973 Regie: Bernard L. Kowalski Drehbuch: Hal Dresner, Daniel C. Striepeke Darsteller: Strother Martin, Dirk Benedict, Heather Menzies, Jack Ging, Richard B. Shull, Tim O'Connor, Kathleen King, Reb Brown
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 07.09.2007
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