Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Die Eisprinzen
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Die Eisprinzen

Story:
Chazz Michael Michaels (Will Ferrell) und Jimmy MacElroy (Jon Heder) sind verfeindete Konkurrenten im Eiskunstlauf. Bei einer ihrer unzähligen Auseinandersetzungen gehen sie jedoch zu weit und werden auf Lebzeiten von allen Wettbewerben ausgeschlossen. Doch es gibt noch eine Hintertür – die Sperre gilt nur für den Einzelwettbewerb, das Paarlaufen steht ihnen weiterhin offen. Da kommt Jimmys altem Trainer (Craig T. Nelson) die Idee – er schickt die einst spinnefeinden Eisläufer als Paar auf das Eis.

Meinung zum Film:
Die Geschichte von „Die Eisprinzen“ folgt im Grunde den oft genutzten Weg des Sportdramas, wo auf Grundlage einer aussichtslosen Ausgangssituation der Weg an die Spitze angestrebt wird. Doch dass es sich in diesem Fall keineswegs um einen gewöhnlichen Sportfilm handelt, macht schon allein ein Blick auf die am Film Beteiligten klar. Allen voran Will Ferrell, der sich in den USA durch die Kultcomedy-Serie „Saturday Night Live“ in die Herzen der Amerikaner blödelte und durch Filme wie „Buddy - Der Weihnachtself“, „Verliebt in eine Hexe“ und dem für ihn eher untypischen „Schräger als Fiktion“ auch in Europa zumindest ein klein wenig aufmerksam erhaschen konnte. Sein Eislaufpartner Jon Heder konnte mit der Titelrolle in „Napoleon Dynamite“ eine ersten Achtungserfolg landen, kopierte diese Art Typ anschließend aber fast nur noch in kleineren Rollen und auch in den „Eisprinzen“ schlägt er in eine ähnliche Kerbe. Bei ihm von einer stockenden Karriere zu sprechen ist von daher sicherlich nicht ganz abwegig.

Anhänger des feinsinnigen Humors sollten sich keine Hoffnungen machen, hiervon viel im Film zu finden. Hier geht es weitestgehend plump, slapstickhaft, regelmäßig unterhalb der Gürtellinie und auch öfters mal jenseits des guten Geschmacks zu. Es werden reichlich Klischees ausgegraben und Fäkalienhumor dient auch schon mal für den schnellen Witz. Teilweise geht es dabei deutlicher platter zu als es bei Subgenre-Highlights wie „Zoolander“ oder auch „Voll auf die Nüsse“ der Fall war und es bedarf schon eines großen Faibles für derartig platten Slapsticks, um nicht schon recht bald entnervt abzuschalten. Wer diesen nicht mag, aber zumindest darüber hinwegsehen kann, wird aber sicherlich auch seine Humorerwartungen erfüllt bekommen, denn nicht jeder Gag ist jenseits des guten Geschmacks angesiedelt und es gibt auch einige Einlagen, die generell als lustig bezeichnet werden können.

Die Geschichte an sich ist nicht weiter der Rede wert. Hier sollte man sich nicht nur den zweiten Gedanken an den Inhalt sparen, sondern besser gleich schon den ersten. Schon weit bevor dem Ende, wo die beiden Hauptpersonen wie Superman in den Himmel aufsteigen, hat sich abgesehen vom dünnen roten Faden der Inhalt schon weit von dem entfernt, was als annehmbar oder auch nur ein Fünkchen interessant angesehen werden kann. Die Geschichte und die Charaktere werden für jeden noch so billigen Gag immer weiter der Lächerlichkeit preisgegeben und irgendwann ist dadurch dann zwangsläufig der Punkt erreicht, wo man das Ganze Geschehen auf den Schirm nur noch auf den jeweiligen Gag reduziert, wie in einer Sketchshow betrachtet. Durch seine vielen kleinen und größeren Verfehlungen schafft es der Film dann letzten Endes auch nicht, als wirklich unterhaltsam und massentauglich angesehen werden zu können. Es bleibt bei den paar guten Gags, bei denen man sich als Zuschauer überlegen muss, ob sie es einem Wert sind, einige derbe Plattheiten und eine dämliche Story dafür zu ertragen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck und es gibt keinen Grund zum Klagen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut verständlich und auch der hintere Bereich wird immer wieder gezielt für räumliche Effekte, vor allen in den Eisarenen eingesetzt.

Das Bonusmaterial erscheint auf den ersten Blick recht ausführlich, doch die Beiträge fallen allesamt eher kurz aus, bieten insgesamt aber trotzdem einen guten und heiteren Überblick. Das Making Of ist mit knapp 15 Minuten der längste Beitrag und zeigt neben Statements verschiedener Künstler ein paar Szenen vom Dreh. Mit „Berühmtheiten auf dem Eis“ werden die Arbeiten an den Choreografien gezeigt, vor allem wie die Schauspieler diese umsetzten. Es folgen noch jeweils rund 5-minütige Beiträge über die Kostüme, einer über das schauspielende Ehepaar Arnett und Poehler, die ein gefeiertes und erfolgsbesessenen Eisläuferpaar darstellen, 20 Fragen an Eiskunstläufer Scott Hamilton, der die Rolle eines Sprechers im Film übernommen hat, ein Portrait über die Figur Hector, die allerdings im Film reichlich unnütz erscheint und erst in den folgenden „Entfernten Szenen“ seine Bedeutung bekommt. Abschließend gibt es noch ein Musikvideo, ein Gag Reel, alternative Szenen, eine lockere Quatschrunde mit den 3 Hauptdarstellern, MTV Promo-Clips zum Film und Fotogalerien.  

Fazit:
„Die Eisprinzen“ bietet in einigen Szenen annehmbar guten Humor, der allerdings mit viel zu viel platten Zoten in einer ziemlich dummen Geschichte zu kämpfen hat, die weit über das Ziel der guten Unterhaltung hinaus schießen. Wer „Voll auf die Nüsse“ bereits zu platter Comedy zählte, sollte besser gar nicht erst darüber nachdenken, sich das Schaulaufen der Eisprinzen in den Player zu legen. Wer allerdings auch bei „Zoolander“ lachen kann, könnte auch hier richtig liegen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 06
1,78:1
1,78:1
89:22 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Türkisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Rückkehr zum Ruhm: Das Making of von "Die Eisprinzen"
  • Berühmtheiten auf dem Eis
  • Cooler als Eis: Die super-sexy Kostüme der Eistänzer
  • Arnett und Poehler: Eine Familiengeschichte
  • 20 Fragen mit Scott Hamilton
  • Hector: Portrait eines psychotischen Fans
  • Entfernte Szenen
  • Musikvideo "Blades of Glory" von Bo Bice
  • Gag Reel
  • Alternative Szenen
  • Moviefone unscripted mit Will Ferrell, Jon Heder und Will Arnett
  • MTV Interstitials
  • Fotogalerien
Die Eisprinzen - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Die Eisprinzen
Blades of Glory

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Schräge MTV-Komödie über Männer auf Kufen


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Josh Gordon, Will Speck
Drehbuch:
Jeff Cox, Craig Cox, John Altschuler, Dave Krinsky, Busy Philipps
Darsteller:
Will Ferrell, Jon Heder, Will Arnett, Amy Poehler, Jenna Fischer, Craig T. Nelson, Romany Malco, William Fichtner

Label Deutschland :
Dreamworks Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
27.09.2007