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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Dead Mary

Story:
Eine Gruppe ehemaliger Schulfreunde trifft sich über ein Wochenende in einem abgelegenen Haus an einem See, das im Wald gelegen ist. Neben dem Schwelgen in gemeinsamen High-School-Zeiten wird auch ein dummes Spiel namens „Dead Mary“ gespielt, das angeblich den Geist einer blutrünstigen Hexe heraufbeschwört. Als einer von Ihnen dann tatsächlich getötet wird, danach aber auf angsteinflößende Art und Weise wieder zum Leben erwacht, scheint es, als sei aus dem Spiel tödlicher Ernst geworden.

Meinung zum Film:
Manch einer mag sich die Frage stellen, ob eine Gruppe junger Menschen, die ein Wochenende in einer Hütte am See verbringen, die mitten in einem Waldgebiet steht und wo anschließend das Morden umgeht, nicht gerade erst als Neuheit von Sony Pictures in Form von „Sam’s Lake“ in die Regale gebracht wurde. Daraus ergibt sich dann die weitere Frage, ob es sich überhaupt lohnt, diesen weiteren Aufguss des ewig gleichen Themas überhaupt noch zu schauen. Für Freunde von Horrorfilmen der Marke „Das Ding aus einer anderen Welt“ oder „Die Körperfresser kommen“ sicherlich, da „Dead Mary“ weitaus mehr mit diesen beiden Titeln gemein hat als mit den üblichen Slasher-Filmen, die an irgendeinem Lake im Wald spielen.

Das Spiel der Bloody Mary, bei dem eine Person mit einer Kerze bewaffnet ins Bad geht und dort in den Spiegel dreimal den Namen „Bloody Mary“ sagt, um daraufhin das Gesicht der Gerufenen im Spiegel zu sehen, gibt es in manchen Regionen der US tatsächlich als Form der Mutprobe unter Jugendlichen. Im Film wurde dies aus Gründen eines Copyrights des Namens „Bloody Mary“ in „Dead Mary“ umbenannt, hat aber im Grunde sowieso keine nachhaltige Bedeutung im Film. Es geht hier vielmehr um eine dämonische, nicht weiter spezifizierte Bedrohung, die einzelne Personen befällt und sie zu mordenden, gerissenen und nahezu nicht zu tötende Killermaschinen werden lässt, die ihre Opfer ebenfalls zu einen der ihren machen. Die Darsteller sind in diesem Fall zum Glück mal nicht weitestgehend talentfreie Teenager, sondern können durchaus die geringen Anforderungen an sie erfüllen. Vom oftmals nur schwer zu akzeptierenden Rumgestammel der wenig talentierten Nachwuchsmimen ist derartigen Filmen hier zum Glück kaum etwas zu erleben. Mit Dominique Swain („Alpha Dog“) gibt es sogar eine durchaus bekannte Darstellerin in einer der Rollen zu sehen.

Ein wenig zum Stimmungsdämpfer wird allerdings die Story, die rein gar nichts hergibt. Der einzige Spannungspunkt im Film ist die Frage, welche der Personen bereits von der unbekannten Macht übernommen wurde und nur noch den lieben Freund vorgaukelt, um weitere Menschen in Monster zu verwandeln. Die daraus resultierende Frage ist dann die, wer der nächste ist, der sich unfreiwillig den Monstern anschließt. Die Nacht, eine verlassenes Haus, ein paar mehr oder weniger dämonische Wesen und etwas Kunstblut und Makeup-Effekten sind dann schon alles, was hier für Stimmung sorgt, von der Geschichte aber gänzlich im Stich gelassen werden Dabei sind die Ansätze in der Story gar nicht mal schlecht, doch diese werden durchweg stiefmütterlich behandelt. Am Ende ist man als Zuschauer dann genauso schlau wie vorher, was die Angreifer anbetrifft und kann diese wie schon recht früh bekannt als „Aggressoren, die die Menschheit ausrotten wollen und wo auch immer herkommen“ definieren. Im Grunde ist das viel zu wenig, um für abendfüllende Unterhaltung zu sorgen, aber die doch recht gute Inszenierung hilft über die inhaltliche Leere hinweg und Genrefans könnten durchaus Gefallen an dem Film finden, wenn sie ohne große Erwartungen an diesen herangehen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen ordentlichen Eindruck, ohne bemerkenswerte Höhen oder Tiefen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich, nutzt den hinteren Bereich der Anlage aber eher selten.

Als Extras gibt es ein Making Of, das sehr viel Statements der Künstler enthält und ein paar Aufnahmen vom Set zeigt. Es folgt noch ein Musikvideo. Der Trailer zum Film ist leider nicht enthalten, hinter dem Menüpunkt bei den Extras befindet sich der Werbetrailer zu „Ghost Rider“.

Fazit:
„Dead Mary“ ist inhaltlich ein reichlich belangloser Horrorstreifen. Doch durch die Konstellation, dass man sich nicht sicher sein kann, wer schon alles den Wesen zum Opfer gefallen ist, durch seine routinierte Inszenierung und den annehmbar agierenden Darstellern kann man sich den Film als Horrorfreund durchaus ohne große Erwartungen ansehen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
99:01 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Französisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Italienisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Arabisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Griechisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Making of
  • Musikvideo: Evolved Monkey
Dead Mary - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dead Mary
Dead Mary

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein inhaltlich zwar müder, handwerklich aber immerhin solider Horrorfilm


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada / USA, 2007
Regie:
Robert Wilson
Drehbuch:
Peter Sheldrick, Christopher Warre Smets
Darsteller:
Dominique Swain, Marie-Josée Colburn, Steven McCarthy, Maggie Castle, Michael Majeski, Reagan Pasternak, Jefferson Brown

Label Deutschland :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
18.10.2007