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DVD-Besprechung - Sam's Lake

Story:
Sam (Fay Masterson) reist zusammen mit ihren Freunden Dominik (Salvatore Antonio), Kate (Sandrine Holt), Franklin (Stephen Bishop) und Melanie (Megan Fahlenbock) zu ihrer in den Wäldern gelegenen Familienhütte nahe an einem See, wo sie viel Zeit in ihrer Kindheit verbrachte. Eine alte Legende besagt, dass in den Wäldern ein verrückter Killer sein Unwesen treibt und von Zeit zu Zeit Menschen tötet. Natürlich glaubt keiner an eine Existenz eines irren Killers, doch als man ein altes Tagebuch findet, beginnt die Angst sie zu packen.

Meinung zum Film:
Eingefleischte Horrorfans werden in der ersten rund halben Stunde von „Sam’s Lake“ sicherlich das Gefühl haben, dass Drehbuchautor und Regisseur Andrew C. Erin sehr gut aufgepasst hat bei den Genregrößen. Denn wie einst eine Gruppe Teenager zu einem Haus am Camp Crystal Lake reiste, dabei an einer Tankstelle halt machte, wo sie von einem Einheimischen vor den dortigen Gefahren gewarnt wurden, gibt es das passende Gegenstück dazu auch hier zu sehen. Am Zielort angekommen wird sich dann abends in der Dunkelheit ums Lagerfeuer geschart, wo dann die unheimliche und schaurige Geschichte eines blutigen Killers erzählt wird, der in der Gegend sein Unwesen treibt, welche dann am Ende durch einen kleinen „Effekt“ für die Zuhörer noch schaurig schön untermauert wird. Ab diesem Punkt laufen die Filme dann aber wieder auseinander. Denn wo bei „Freitag, der 13.“ langsam der Killer sein Handwerk beginnt, besteht die Gefahr in „Sam’s Lake“ weiterhin nur aus knatschenden Dielenbrettern und Erzählungen. Sehr zum Leidwesen des geduldigen Zuschauers, der auf den Beginn der spannenden Ereignisse weiterhin warten muss.

Die Spannung im Film ist durch die ereignislose Inszenierung weitgehend harmloser Natur. Irgendwann haben sich dann aber die dunklen Häuser mit den unheimlichen Geräuschen abgenutzt, und man wird als Zuschauer irgendwann einfach müde weiter darauf zu hoffen, dass endlich mal irgendwas bedrohliches für Gruppe passiert. Die Protagonisten bauen in den ruhigen Szenen auch keinen nennenswerten Sympathiefaktor beim Publikum auf, da das Drehbuch ihnen dafür schlichtweg keinen Raum gibt. Außer dem Vornamen und ein paar kleineren Randnotizen gibt es nichts über sie zu erfahren, was sie für den Zuschauer greifbarer machen würde. Die stereotypen Daten, die man am 13. Tag des Monats bis zu vergleichbarer Stelle erfahren konnte, waren da schon fast als üppig zu bewerten.

Die ganze große Spaßbremse beim Film ist und bleibt aber eindeutig die Story. Bereits bei der bildlich vorgeführten Geschichte können aufmerksame Betrachter erahnen, wohin der Hase läuft und bereits eine halbe Stunde vor Schluss wird alles aufgelöst. Durch diese Auflösung wird dann ein viel zu langes Finale eingeläutet, das sich im Grunde von Szene zu Szene von einer dummen Idee in die nächste Peinlichkeit stürzt, ohne dabei aber richtig spannend oder dramatisch zu werden. Die ganzen Logikfallen, die sich einem dabei offenbaren, spielen bei dieser Einschätzung noch die kleinste Rolle. Wirklich unterhalten dürfte „Sam’s Lake“ letzten Endes wohl kaum jemanden, da es genügend ähnliche Werke gibt, die weitaus besser und vor allem deutlich spannender daher kommen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild hat einen etwas zu stark ausgeprägten Rotanteil, wodurch die Gesichtsfarbe ein wenig unnatürlich erscheint und alles einen leicht erdigen Anstrich erhält. Zusätzlich hat das Bild mit einer groben Körnung zu kämpfen und stellenweise ist ein leichter Nachzieheffekt zu sehen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 fällt für eine eher kleine Produktion recht räumlich aus und nutzt vor allem die hinteren Lautsprecher immer wieder gezielt für Schockeffekte.

Außer dem Trailer gibt es keine Extras auf der DVD zu finden.

Fazit:
Hartgesottene Gorehounds werden auf Grund der weitgehend blutarmen Bilder von „Sam’s Lake“ vollends gelangweilt werden. Anhänger von spannenden Horrorthrillern werden sich auf Grund der platten C-Movie-Story, die man in dieser Form eigentlich nur von Trashfilmen aus den 70ern erwarten würde, entnervt mit der flachen Hand an die Stirn schlagen, ob des gezeigten Inhalts.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
83:21 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • Trailer
Sam's Lake - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Sam's Lake
Sam's Lake

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Langweiliger Horrofilm ohne Spannung, dafür mit C-Movie-Trash-Story


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada / Südkorea / USA, 2005
Regie:
Andrew C. Erin
Drehbuch:
Andrew C. Erin
Darsteller:
Fay Masterson, Sandrine Holt, Stephen Bishop, Megan Fahlenbock, Salvatore Antonio, William Gregory Lee, Robert William Smith

Label Deutschland :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
27.09.2007