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DVD-Besprechung - H.P. Lovecraft's Necronomicon
Story:
Der Schriftsteller H.P. Lovecraft (Jeffrey Combs) verschafft sich heimlich Zutritt zu einem mysteriösen Buch mit dem Namen Necronomicon, das in einem geheimen Raum in der Bibliothek eines Klosters aufbewahrt wird. Während er sich die unheimliche Erzählungen durchliest und sich Notizen dazu macht, geschieht um ihn herum eine eigene, für ihn höchst bedrohliche Geschichte.
Meinung zum Film:
Die Geschichten von H.P. Lovecraft sind neben denen von Edgar Allen Poe sicherlich die beliebtesten aus dem Horrorbereich der klassischen Literatur. Seine Geschichten ranken sich meist um das sagenumwobene Necronomicon, das auch Sam Raimi als Hintergrund zu seinem Kultfilm „Tanz der Teufel“ diente. Meist sind es abstruse Dämonenwesen, deren einziges Ziel es zu sein schient, den Lebenden die Hölle auf Erden zu bereiten, die in den Horrorgeschichten dominieren. In einer Rahmenhandlung verpackt, in der ein mit einem markanten Kinn versehener „Re-Animator“-Held Jeffrey Combs die Rolle des Autors H.P. Lovecraft übernimmt, gibt es diese auch im Episodenfilm „H. P. Lovercraft’s Necronomicon“ zu bewundern. Diese kleine Handlung um das Studium des Necronomicons erlaubt es dem Film, drei kurze Geschichten zu zeigen und dann am Ende selbst für einen kleinen Effekt zu sorgen. Dieser Teil, der von Regisseur Brian Yuzna („Beyond Re-Animator“) inszeniert wurde kann als durchaus gelungen bezeichnet werden.
Die erste Episode wurde vom Franzosen Christophe Gans („Silent Hill“) inszeniert, der in seiner Arbeit vor allem sein gutes Gespür für eine unheimliche Atmosphäre zum Ausdruck bringt. Die Story selbst ist eher gemächlich, teils sogar ein wenig enttäuschend. Während der Einstieg rund um einen Mann, der den Glauben an Gott verliert und sich dem Necronomicon hingibt, noch recht interessant gerät, kann der Ausgang der Geschichte nur leidlich überzeugen. Doch dank der düsteren Stimmung und einem gut aufgelegten Bruce Payne („Passagier 57“) ist der Einstieg in den Episodenreigen dennoch ordentlich und kann als verheißungsvoller Beginn betrachtet werden. Deutlich besser geht es dann auch schon in der 2. Episode zu, die vom Japaner Shusuke Kaneko („Pyrokinesis“) inszeniert wurde. Hier gibt es die passende Mischung aus spannend erzählter, mit comichaften Ereignissen aufwartender Geschichte, die von der ersten bis zur letzten Sekunde unterhalten kann. Es ist zwar im Grunde schon recht früh klar, wie die Geschichte um das ewige Leben und dem Verschwinden von Nachbarn sich am Ende auflösen wird, doch der Weg ist hier das Ziel und dieser ist bestens ausgeschmückt, um jede Minute interessant vergehen zu lassen.
Die abschließende Episode hat Brian Yuzna dann wieder selbst inszeniert und hier gibt es ein vom Regisseur inszeniertes Monsterszenario präsentiert, das vor allem durch Blut und Schleim geprägt wurde. Die Story kann hierbei nicht ganz den durchgehenden Charme der zweiten Episode aufweisen, gleicht dieses aber durch das albtraumhafte Dämonenszenario wieder aus. Wie ein Albtraum aus Glibber und Sabber präsentieren sich hier die Angreifer und auch an Effekten wird nicht gespart. Im Gegensatz zu der alten Videofassung von Warner Home Video aus den 90ern, ist die DVD ungekürzt, was für Freunde des für die damalige Zeit üblichen Horrors eine große Freude sein dürfte. Denn der bekannte übertriebe Einsatz von Prothesen und Kunstblut ist auch hier stets offenkundig zu bewundern und gibt zusammen mit dem übermäßigen Einsatz von buntem Neonlicht ein klares Zeugnis des Hollywoodwood-Horror-Kinos aus der damaligen Zeit.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und abgesehen von teilweisen leichten Unschärfe gibt es nichts zu bemängeln. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist sehr verständlich abgemischt und kommt mit einem breiten Stereospektrum daher.
Als Extra gibt es zum Film selbst lediglich den Trailer und eine Fotogalerie. Als Ausgleich dazu liegt der DVD allerdings die komplette Hörbuchfassung „Der Ruf von Cthulhu“ bei, die von Joachim Kerzel in wunderbarer Weise gelesen wird und für Lovecraft-Freunde eindeutigen Mehrwert besitzt.
Fazit:
„H.P. Lovecraft’s Necronomicon“ ist höchst unterhaltsamer Episodenhorror, der nicht zuletzt durch den gehäuften Einsatz bunten Neonlichts und schleimiger Effektszenen ein Zeugnis der Art und Weise ist, wie in den frühen 90er-Jahren Horrorfilme gemacht wurden. Wer Episodenhorror mag, sollte hier unbedingt zugreifen, nicht zuletzt weil der Film nun auch endlich ungekürzt zu sehen ist.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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92:38 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- "The Call of Cthulhu"-Hörbuch
- Fotogalerie
- Trailer
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Necronomicon
H.P. Lovecraft's Necronomicon
Ein episodenhafter 90er-Jahre-Albtraum aus Neonlicht, Glibber und reichlich Kunstblut
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich / USA, 1993 Regie: Christophe Gans, Shusuke Kaneko, Brian Yuzna Drehbuch: Christophe Gans, Brian Yuzna, Brent V. Friedman, Kazunori Itô (basierend auf Geschichten von H.P. Lovecraft) Darsteller: Jeffrey Combs, Tony Azito, Juan Fernández, Bruce Payne, Belinda Bauer, Richard Lynch, Maria Ford, David Warner, Bess Meyer, Millie Perkins, Gary Graham, Signy Coleman, Obba Babatundé, Don Calfa, Judith Drake
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verleihstart : 05.10.2007 Verkaufsstart : 05.10.2007
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verleihstart : 05.10.2007 Verkaufsstart : 05.10.2007
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