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DVD-Besprechung - Mulberry Street

Story:
Mitten im Sommer werden bei immer heißeren Temperaturen eine Vielzahl von Rattenangriffen gemeldet. Die gebissenen Menschen verändern sich und mutieren in rattenähnliche Wesen, die mit Vorliebe über Menschen herfallen und deren Fleisch kosten. Wie eine Epidemie fluten die Kreaturen durch Manhattan und nehmen Block für Block ein. Eine handvoll Überlebender zieht sich in ein Miethaus zurück und versucht sich hier gegen die blutrünstigen Mutanten zu verteidigen, in der Hoffnung auf Hilfe durch die Regierung.

Meinung zum Film:
Wenn das Böse sich der Menschheit näher, dann pflegen viele Filmemacher dies aus einer sicheren Deckung zu inszenieren. Irgendetwas Normales wird von den Mächten der Finsternis instrumentalisiert und die Menschen fallen Schlag für Schlag um wie die Fliegen. Der gesteigerte Horrorfilmer lässt die Toten dann wieder auferstehen, um diese dann selbst auf den Homo sapiens loszulassen. Im Fall von „Mulberry Street“ sind es Ratten, die Menschen in Manhattan beißen und sie in eine Mixtur aus Mensch und Ratte verwandeln.

Sicherlich ist eine solche Konstellation nichts Neues und Überlebenskämpfe hat es auf der Leinwand schon zur Genüge gegeben. Hier muss jeder Zuschauer für sich entscheiden, ob er einen erneuten Aufguss sehen möchte, der aber durchaus zügig und direkt inszeniert wurde. Eine echte Enttäuschung erwartet das Publikum sicherlich nicht, aber eben auch nichts Innovatives. Nach der ersten Infektion beginnt der unheilvolle Reigen der tödlichen Welle, die über die Stadt hereinbricht. Zogen sich die Protagonisten in „Shaun Of The Dead“ noch, very british, in einen Pub zurück, so verschanzen sich die Menschen hier in der Mulberry Street in einem schmutzigen Apartmenthaus. Die Rattenzombies erobern Raum für Raum und wer Pech hat, wird gebissen, getötet und mutiert ebenfalls in eine eklige, blutdürstige Kreatur.

Auf diversen Festivals konnte „Mulberry Street“ bereits vom Publikum gesehen werden. Der Film verfügt über solide Spezialeffekte und sogar Effekte aus dem Computer. Letzteren kann man ihre Herkunft aber ansehen, denn sie bewegen sich auf dem Level der 70er/ 80er Jahre. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn schlecht sind sie nicht, nur optisch ein wenig altbacken. Die schauspielerischen Leistungen sind angemessen und die deutsche Synchronisation holt, im Vergleich zu den Originaldialogen, noch so einige Kastanien aus dem Feuer. Die blutigen Effekte sind passend gesetzt und prasseln nicht permanent auf den Zuschauer ein. Der Ablauf der Handlung folgt bereits betretenen Pfaden und so wird gelauert, still abgewartet, bis die Kreaturen vorbeiziehen, geflüchtet und verteidigt, was das Zeug hält.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild präsentiert sich vorwiegend in einem Zwielicht, was einen klaren Eindruck von der Qualität nicht durchgehend zulässt. Der Kontrast ist etwas schwach und die Farben sind teilweise zu kräftig ausgefallen. Das könnte an der Aufnahmequalität liegen, denn eine professionelle Kamera war hier offenbar nicht im Einsatz. Der deutsche Ton wurde ins Format Dolby Digital 5.1 hochgepustet, was nicht notwenig gewesen wäre, da so viele Vorzüge dieser Spur nicht ausreichend erfüllt werden.

Extras sind keine vorhanden.

Fazit:
„Mulberry Street“ ist ein Zombiederivat von ordentlicher filmischer Umsetzung, bietet aber nichts Neues oder Variantenreichtum. Wer Bekanntes in einem neuen Gewand sehen möchte, der kann hier ruhig zugreifen. Technisch ist die DVD Mittelmaß und Extras gibt es nicht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
81:09 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
  • -
Mulberry Street - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Mulberry Street
Mulberry Street

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Rattenmenschen auf Menschhatz


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Jim Mickle
Drehbuch:
Nick Damici, Jim Mickle
Darsteller:
Nick Damici, Kim Blair, Ron Brice, Bo Corre, Tim House, Larry Fleischmann

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
11.10.2007