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DVD-Besprechung - Blendende Weihnachten
Story:
Steve Finch (Matthew Broderick) ist seit Jahren der unangefochtene Fachmann für Weihnachten in seinem beschaulichen Heimatstädtchen. Als jedoch Buddy Hall (Danny DeVito) frisch in der Nachbarschaft einzieht und dieser es sich in den Kopf gesetzt hat, sein Haus so zu beleuchten, dass es selbst aus dem Weltraum zu sehen ist, ist Finch seinen Ruf los. Während sich die Frauen und Kinder der beiden Familie immer mehr anfreunden, entsteht zwischen den Männern ein Wettkampf, in dessen Verlauf zu immer härteren Mitteln gegriffen wird.
Meinung zum Film:
Dass die Amerikaner eine ganz eigene Vorstellung von Weihnachtskultur besitzen, ist spätestens seit „Schöne Bescherung“ bekannt, wo Chevy Chase alias Clark Griswold alles versuchte, um die perfekten Weihnachtsfeiertage für die gesamte Familie zu ermöglichen – u.a. durch die Beleuchtung des ganzen Hauses. Regisseur John Whitesell („Big Momma's House 2“) griff die Beleuchtungsidee auf und machte daraus ein XXL-Version. Im Film wird dann der Klischeegedanke über die Amerikaner gefestigt, die alles möglichst groß, bunt und kitschig haben möchten. Das fertig lichtgeschmückte Haus der Halls hat außer den Figuren selbst nur noch wenig mit Weihnachtsstimmung zu tun und gleicht vielmehr einer Attraktion auf dem Rummel. Vielleicht bewegte ja dies Kinowelt dazu, einen eigentlich als Weihnachtsfilm zu erkennenden Titel bereits im Oktober in den Verleih zu bringen, wo man als Konsument noch mehr den Sonnentagen nachhängt, als sich bereits mit den noch entfernten Feiertagen zu beschäftigen.
Mit der Festtagsstimmung hat „Blendende Weihnachten“ aber generell ein paar Probleme. So fehlt trotz Kunstschnees die frostige Atmosphäre der Winterzeit. Die Darsteller tragen zwar alle Winterkleidung, doch von Rauchschwaden aus den Abgasrohren bei Autos und den Mündern der Darsteller beim Reden und Atmen ist genauso wenig zu sehen wie von roten Wangen durch die Kälte oder dem kühlen Blau des Himmels, das mit der Kälte kommt. Auch die beiden Hauptfiguren können nicht ganz überzeugen. Matthew Broderick („Ferris macht blau“) als spießiger Finch kann mit seiner penetranten Art kaum Sympathien beim Publikum gewinnen. Dann DeVito („Schnappt Shorty“) auf der anderen Seite übertreibt es teilweise maßlos mit seinen Gegenmaßnahmen, dass er ähnlich klischeehaft erscheint wie die Beleuchtung um sein Haus. Kleinigkeiten wie übermenschliche Leistungen beim Aufbau von Weihnachtsdekorationen – vor allem im Finale -, der Abtransport und die Aufstellung von geklauten Weihnachtsbäumen oder die jedes physikalische Gesetz sprengende Leuchtkraft des Hauses sind in der gehäuften Anzahl ihres Auftretens nicht zu übersehen und fallen ein wenig negativ ins Gewicht.
Doch es ist nicht alles nur negativ, was der Film zu bieten hat. Kristin Davis („Sex and the City“) und Kristin Chenoweth („Die Chaoscamper“) hinterlassen einen deutlichen besseren Eindruck als ihre Filmgatten, haben als Nebencharaktere allerdings nur begrenzte Spielzeit. Auch Sohnemann Carter Finch (Dylan Blue / „Just Like the Son“) hinterlässt einen positiven Eindruck und hat einige gute Lacher auf seiner Seite, wird aber von den beiden Streithähnen in seiner Wirkung ein wenig gedämpft. Ignoriert man die nicht ganz stimmigen Punkte, gibt es aber durchaus einige gelungene Gags zu genießen. In einer Mischung aus „Schöne Bescherung“ und „Verrückte Weihnachten“ werden einige Szenen präsentiert, die mal zum Schmunzeln und auch mal zum Lachen anregen. Vieles erscheint hierbei zwar aus bekannten Werken kopiert, was aber nicht unbedingt störend ins Gewicht fällt. So reicht es am Ende auch zu einem ordentlichen Durchschnitt im Vergleich zu den bekannten Weihnachtskomödien, allerdings wäre das Potential für mehr eindeutig vorhanden gewesen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und kann vor allem durch sein teils sehr farbenprächtiges Auftreten überzeugen. Der deutsche Ton ist ebenfalls gut gelungen und ab und an gibt es auch den passenden Surroundsound zur Szene.
Bei den Extras gibt es unter anderem ein knapp 3-minütiges Werbefeaturette, das die Lacher vor allem dadurch auf seiner Seite hat, dass fast alle Darsteller im Kunstschnee mit T-Shirts ihre Interviews geben, da die Dreharbeiten mitten im Hochsommer stattfanden. Es folgen noch rund 12 Minuten mit 3 nicht verwendeten Szenen und Versprechen. Besonders zu empfehlen ist hierbei die Szene "Ich spreche kein Deutsch", wo Gustav und Gerta, die in der deutschen Synchronisation schwedisch reden, versuchen, in deutschen Worten zu kommunizieren und dann auch noch "Oh Tannebaum" singen. Es gibt noch eine Führung vom kleinen Dylan Blue alias Carter Finch, der das Set aus seiner Sicht präsentiert, gefolgt von recht kurzen Interviews mit den 3 bekannten Hauptdarstellern, die auch einige Ausschnitte aus dem Film beinhalten und der Bildergalerie, dem Trailer und TV-Spots. Wer von den "Santa Babys" aus dem Film nicht genug bekommen kann, kann sich das Making Of der Tanzdarbietung als Hidden Feature ansehen. Hierzu muss man lediglich im Extras-Menü auf die Weihnachtsmütze ganz oben navigieren und die Enter-Taste der Fernbedienung drücken, um anschließend die knapp 2 Minuten genießen zu können.
Fazit:
Dass „Blendende Weihnachten“ ein wenig früh in den Verleih kommt, kommt der weihnachtlichen Stimmung nicht gerade entgegen. Aber auch im Film selbst wird diese Stimmung ein wenig vermisst. Die beiden Hauptcharakter sind ebenfalls ein wenig zu unvorteilhaft geraten, als dass man ihnen wirklich gerne seine Sympathien geben würde. Doch der ein oder andere gute Gag sichert dem Film noch einen Platz im Mittelfeld der Weihnachtskomödien.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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89:05 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Featurette
- Deleted Scenes und Versprecher
- Fotogalerie
- Am Set mit Dylan Blue
- Interviews mit Danny DeVito, Matthew Broderick und Kristin Davis
- Trailer & TV-Spots
- "Santa Babys"-Auftritt-Making Of als Hidden Feature
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Blendende Weihnachten
Deck the Halls
Man sollte den Konkurrenzinstinkt des Mannes niemals unterschätzen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: John Whitesell Drehbuch: Matt Corman, Chris Ord, Don Rhymer Darsteller: Matthew Broderick, Danny DeVito, Kristin Davis, Kristin Chenoweth, Alia Shawkat, Dylan Blue, Sabrina Aldridge, Kelly Aldridge, Jorge Garcia
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 16.11.2007
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