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DVD-Besprechung - The Stand - Das letzte Gefecht
Story:
Ein amerikanisches Militärlabor forscht an einem Supervirus, der auf einem Grippevirus basiert. Er ist hochgradig ansteckend und absolut tödlich, denn seine Opfer ersticken schließlich an dem Schleim in ihren Hälsen. Der Apokalypse gleich verbreitet sich der todbringende Keim über die gesamte Erde und nur einige wenige Menschen überleben die letale Seuche. In Amerika bilden sich zwei Gruppen von Menschen, auf der einen Seite die Guten an der Seite der alten Mutter Abigail (Ruby Dee), auf der anderen die Anhänger des teuflischen Randall Flagg (Jamey Sheridan). Schon bald ist klar, dass Flagg alle Macht auf Erden um jeden Preis will und eine Gruppe der guten Menschen macht sich auf, um ihn zu stoppen.
Meinung zum Film:
Kultautor Stephen King hat mit seinen Romanen und Kurzgeschichten schon so manchen Filmemacher inspiriert. „Cujo“, „Carrie“ und „Christine“ sind nur einige wenige, die es dabei auf der Leinwand sogar zu einem gewissen Ruhm gebracht haben, wobei die totale Brutalität, die sich in Kings Werken immer wieder explizit ereignet, nie wirklich eins zu eins in Bildern umgesetzt wurde. Unter seinen Fans gilt „The Stand“ als eines seiner absoluten Meisterwerke und so wurde dieser Wälzer von über 1000 Seiten dann auch als Fernsehvierteiler abgedreht. Einen einzigen Spielfilm daraus zu machen wäre aufgrund der komplexen Story bzw. seiner Vielzahl von Handlungssträngen nahezu unmöglich und ob die Zuschauer die Adaption nach Art von „Der Herr der Ringe“ in Etappen akzeptieren, das wäre doch mehr als fraglich. „The Stand“ erschien als Buch übrigens zunächst in einer gestrafften Buchfassung, es fehlten rund 300 Seiten (!), unter dem deutschen Titel „Das letzte Gefecht“. Erst später rückte die komplette Fassung nach.
Der erfahrene King-Leser trifft in „The Stand“ auf einen schon bekannten Bösewicht, dem umtriebigen Randall Flagg, der schon einmal in „Die Augen des Drachen“ auf den Plan trat. Flagg ist Kings persönliche Definition des Teufels, des Satans, des absolut Bösen überhaupt und er gibt ihm sogar verschiedene Charakterzüge bzw. eine eigene Persönlichkeit. Flagg stellt sich für den Zuschauer als ein düsterer Outlaw-Typ dar, der permanent durch seine fiesen Aktionen Minuspunkte sammelt. Der Ausgangspunkt der Story könnte, angesichts von Vogelgrippe, aktueller nicht sein. Eine Seuche überzieht die Welt und nur wenige Menschen sind gegen die Viren aus einem Militärlabor resistent. Es scheint fast, als hätte Gott den Menschen einen Neuanfang bestimmt, doch sein Gegenspieler aus der Hölle möchte die Karten zu seinen eigenen Gunsten gelegt sehen. Die Überlebenden träumen von einer schwarzen alten Frau auf einer abgelegenen Farm, bei der sie sich geborgen fühlen und von einem lauernden Wiesel. Je nach Charakter wenden sich die Menschen nun entweder zum Guten oder zum Bösen. Die gute Seite ahnt, dass das Böse die absolute Macht über die Erde anstrebt und eine letzte Auseinandersetzung unvermeidbar ist. Eine Gruppe von aufrechten Leuten macht sich auf, um Randall Flagg und seinen Schergen Einhalt zu gebieten, allerdings in dem Wissen, dass nicht alle zurückkommen werden.
Es gibt im Vergleich zum Buch durchaus einige zumindest bei den Fans strittige Veränderungen, doch nur zu oft kann der Film der geschriebenen Vorlage nur nachhinken. Ähnlich wie z.B. bei „Der Herr der Ringe“ muss bei einer Verfilmung nun mal der Mut zur Lücke da sein. Insgesamt ist die Fernsehfassung schon ganz in Ordnung, was nicht zuletzt daran liegt, dass der geistige Urheber Stephen King persönlich das Drehbuch verfasst hat. Bei fast sechs Stunden Gesamtlaufzeit kommt auf den Zuschauer eine Fülle an Charakteren und Handlungen zu, denen man erst einmal folgen muss. Hin und wieder fehlen einige Details zu den verschiedenen Personen, doch in der Fülle, in der das Buch diese bieten kann, ist es dem Film nicht möglich. Der Film bietet dennoch alle Gefühlsbewegungen, die auch das Buch schon bewirken konnte. Trauer, Euphorie, Gemeinschaftsgefühl, Trennungsängste, Spannung. Mehr kann dem Publikum nicht geboten werden. 2004 erschien „The Stand“ bereits schon einmal auf DVD, doch diese Fassung ist satte 15 Minuten kürzer.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild präsentiert sich in teils kräftigen Farben, denn der Film spielt gern mit Farben, um passende Stimmung zu verbreiten. Der Kontrast ist gut und nur ein leichtes Grundrauschen ist erkennbar. Für ein Basismaterial von 1994 ist dies ein ordentliches Bildergebnis. Der Ton ist ebenfalls akzeptabel, kann aber aufgrund des Formats keine echten Klangerlebnisse bieten.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
„The Stand“ ist eine gelungene Adaption eines der besten Romane von Horrorautor Stephen King. Nicht ganz so brutal wie die Vorlage, aber genauso so intensiv und bewegend. Sechs Stunden guter Unterhaltung sollte sich der Zuschauer hier nicht entgehen lassen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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358:63 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
Italienisch Dolby Digital 2.0 | Spanisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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Stephen Kings The Stand - Das letzte Gefecht
The Stand
Der letzte Kampf der Menschheit
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1994 Regie: Mick Garris Drehbuch: Stephen King Darsteller: Gary Sinise, Molly Ringwald, James Sheridan, Laura San Giacomo, Ruby Dee, Ossie Davis
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 04.10.2007
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