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DVD-Besprechung - Prophezeiung
Story:
Dr. Robert Verne (Robert Foxworth) und seine schwangere Frau Maggie (Talia Shire) befinden sich in einem Naturgebiet, wo sie die Auswirkungen einer Papierfabrik auf das ökologische System untersuchen wollen. Durch den Ureinwohner John Hawks (Armand Assante) erfahren sie von den skrupellosen Machenschaften der Manager der Fabrik, die ohne Rücksicht auf Mensch und Natur ihre Produktion vorantreiben. Verne entdeckt erst kleinere Mutationen in der Umgebung, als es zu Todesfällen in dem Gebiet kommt, hat er allerdings die gerechtfertigte Befürchtung, dass die genetischen Veränderungen größere Ausmaße angenommen haben könnten.
Meinung zum Film:
Regisseur John Frankenheimer ist einer der großen Action-Thriller-Spezialisten der alten Schule. Mit Filmen wie „Der Gefangene von Alcatraz“, „French Connection II“ und „Botschafter der Angst“ hat er einen festen Platz in der Geschichte Hollywoods gefunden, auch wenn seine Arbeiten ab der 80er-Jahre eher eine untergeordnete Rolle spielen und weitestehend schlecht bei Publikum und Kritiker wegkamen. „Propezeiung“, Frankenheimers nächste Arbeit nach dem erfolgreichen „Schwarzer Sonntag“, war dabei so etwas wie der Wendepunkt in seiner zu dem Zeitpunkt noch auf höheren Ebenen spielenden Karriere. Dabei mag er es im Grunde gut gemeint haben mit seinem Film, der als Öko-Horror geplant war, durch seine Naivität und Umsetzung aber den sicherlich hoch gesteckten Zielen nicht annähernd gerecht werden kann.
In einer der Hauptrollen spielt Talia Shire („Der Pate“) die schwangere Maggie Verne, die vor allem durch ihre melancholische und gequält wirkende Art im Gedächtnis des Zuschauers bleiben wird. Dies ist allerdings alles andere als positiv, da sie irgendwann durch ihr Verhalten doch reichlich nervt. Robert Foxworth („Syriana“) in der Rolle ihres Gatten spielt zeitweise ebenfalls mit dem Geduldsfaden des Publikum, wenn er mit seinem oberlehrerhaften Ton und ernster Mine seine Gesprächspartner zu belehren versucht, vor allem wenn es in der Situation eher unpassend erscheint. Richtig überzeugen kann Armand Assante („Crazy Instinct“) in der Rolle des Ureinwohners John Hawks, der auf überzeugende Weise für den Verbleib seines Volkes an ihrem gewohnten Platz und für den natürlichen Erhalt der Landschaft voller Leidenschaft eintritt. Zusammen mit seiner Filmgattin Victoria Racimo („Wolfsblut 2“) sorgt er für den ernsthaften Rahmen der Handlung, den die beiden Hauptdarsteller nicht unbedingt abstecken können.
Die Geschichte selbst kann aus heutiger Sicht bestenfalls nur als reichlich naiv angesehen werden, aber selbst als der Film Ende der 70er in die Kinos kam, werden die meisten ihn auch nur als ein B-Movie eingestuft haben. Spätestens wenn das große, sehr billig aussehende Monster seinen Auftritt hat, ist der Film endgültig im B-Movie-Bereich angelangt. Wenn man sich als Zuschauer darüber im Klaren ist und auch Gefallen an dieser Art Monsterfilm finden kann, stellt „Prophezeiung“ sicherlich solide Unterhaltung dar. Versucht man das ganze Szenario allerdings auch nur ansatzweise ernst zu nehmen, führt dies unweigerlich zu einigen unfreiwilligen Lachern, die das Aufkommen-Lassen von Spannung ganz sicher verhindern. Die Devise muss zum Genuss des Filmes zwangsläufig lauten „Entspannt hinsetzen, die Gedanken baumeln und sich vom naiven Öko-Monster unterhalten lassen“. Dann, aber auch wirklich nur dann, kann der Film unterhalten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen für sein Alter guten Eindruck. Die Schärfe liegt ein wenig über dem üblichen Durchschnitt und von Defekten und Verschmutzungen ist nichts zu sehen. Lediglich ein ganz feines Rauschen ist stellenweise minimal störend. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 kann ebenfalls überzeugen und ist stets gut zu verstehen.
Extras gibt es keine.
Fazit:
Auch wenn Altmeister John Frankenheimer bei „Die Prophezeiung“ Regie führte, reiht sich dieser nicht zuletzt dank seiner recht naiven Auslegung nahtlos in die Reihe der B-Movie-Monster-Horror-Filme ein. Wer diese mag, wird auch hier sicherlich gut unterhalten werden. Wer mit billigen Latexkostümen in Filmen sein Problem hat, sollte allerdings besser einen großen Bogen um den Film machen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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98:20 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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Die Prophezeiung
Prophecy
B-Movie-Monster-Horror vom einstigen Thriller-Spezialisten John Frankenheimer
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1979 Regie: John Frankenheimer Drehbuch: David Seltzer Darsteller: Robert Foxworth, Talia Shire, Armand Assante, Richard Dysart, Victoria Racimo, George Clutesi, Graham Jarvis, Charles H. Gray, Everett Creach
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 04.10.2007
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