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DVD-Besprechung - 18 Fingers of Death
Story:
Nach eigener Ansicht ist Bufford Lee (James Lew) eine Legende. Der Kung-Fu-Meister hat schließlich schon in 803 Low-Budget-Filmen mitgespielt - aber keiner kennt ihn. Dabei will er unbedingt ein Star werden. Gemeinsam mit Nachwuchs-Regisseur Ronald Mack (Maurice Patton) plant er einen Film, der sein Durchbruch werden und ihn in Hollywood zum Star machen soll. Nach den 17 Teilen der "Finger des Todes"-Reihe will Bufford nun mit "Die 18 Finger des Todes" in den Olymp der Schauspieler aufgenommen werden. Doch dann springen die Investoren ab. Jetzt ist Improvisationstalent gefragt: Mittels Garagenverkäufen und Improvisation beim Equipment soll der Film finanziert und realisiert werden ...
Meinung zum Film:
"18 Fingers of Death" ist eine "Doku" über die Dreharbeiten zum gleichnamigen Film und den fiktiven Schauspieler Bufford Lee. Der Zuschauer begleitet "Star" und "Regisseur" auf ihrem steinigen Weg bis hin zum fertigen Blockbuster. Da das Ganze natürlich eine Komödie ist, wird mit dem Underground-Doku-Image ordentlich gespielt. Beispielsweise, wenn die Mutter des Regisseurs ins Bild läuft und allen Beteiligten Kaffee und Kuchen anbietet. Der Film gliedert sich einerseits in die erwähnten "Der Weg zum Ruhm"-Passagen, beim zweiten Hauptbestandteil handelt es sich um Parodien auf zahlreiche Stars der Kampfkunst-Welt. Sei es "Chuck Snorris", der mit "Walker, Alabama Ranger" große Erfolge feierte und nun Trainingsbänder im Teleshopping verkauft oder "Steven Seefood", den Bufford Lee in zahlreichen Filmen doubeln musste. Lorenzo Lamas ("Renegade") tritt als Verschnitt von Antonio Banderas auf. Gelegentlich ist all das ganz witzig und teilweise sogar zum Lachen komisch, die meiste Zeit über bleiben die Gags aber doch eher lahm und machen stark den Eindruck "gewollt und nicht gekonnt". Auffällig ist auch die Ähnlichkeit des ungleichen Hauptdarsteller-Paars, das verblüffende Ähnlichkeit mit Jackie Chan und Chris Tucker in "Rush Hour" hat. Im Laufe des Films zeigt sich, dass es sich hier vermutlich ebenfalls um eine absichtliche Parodie handelt. Leider wird das nicht direkt beim Einstieg in den Film klar, so dass während des Anschauens der fahle Beigeschmack einer billigen Nachahmung bleibt.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch ist die DVD in Ordnung, sie hebt sich weder besonders positiv noch besonders negativ hervor. Das Bild könnte schärfer sein, macht aber sonst einen guten Eindruck. Auffallend ist die ins gelblich-beige gehende Farbgebung, die wohl Absicht ist und vermutlich den Kung-Fu-Movie sowie "Doku"-Charakter des Films unterstützen soll. Der Ton ist erwartungsgemäß wenig spektakulär und passt ebenfalls zum Doku-Flair. Bei der deutschen Tonspur sind die Surroundkanäle öfters zu laut abgemischt, so dass einem eher unwichtige Nebengeräusche zum Teil um die Ohren dröhnen, während die Dialoge zur gleichen Zeit eher untergehen. Zudem passiert es gelegentlich, dass die Dialoge zeitgleich im Center als auch noch aus irgendeiner Surroundecke zu hören sind, was etwas verwirrend ist. Da hätte man beim Abmischen besser aufpassen müssen. Die englische Tonspur hat diese Probleme nicht.
An Bonusmaterial gibt es eine knapp fünfminütige Behind-the-Scenes-Featurette, die zwar ganz witzig anzusehen, aber nicht wirklich informativ ist. Dann wäre da noch ein Interview mit dem legendären Pat Morita, der den Meisten als Mr Miyagi in "Karate Kid" bekannt sein dürfte. "18 Fingers of Death" war das letzte Projekt, an dem er vor seinem Tod im November 2005 noch mitwirkte. Leider ist auch dieses Extra viel zu kurz und dauert nur rund vier Minuten. Neben dem Trailer zum Film befinden sich drei entfernte Szenen auf der DVD. Abgerundet werden die Boni durch eine zehnminütige Featurette, in der Hauptdarsteller James Lew dem Zuschauer einige Techniken zeigt, die beim Dreh eigener Filmkämpfe hilfreich sein können. Sehenswert ist das zwar, der Nachahmfaktor bleibt aber doch eher gering...
Fazit:
"18 Fingers of Death" ist eine nette Komödie für zwischendurch, wenn auch kein Meilenstein im Genre des Kung-Fu-Films. Die Mischung aus Parodie und Comedy-Fake-Doku weiß nicht immer zu überzeugen und viele Gags wirken zu gekünstelt, um wirklich zünden zu können. Hier dürfte wohl in erster Linie der Gang zur Videothek zu empfehlen sein. Zum immer wieder Anschauen muss man diesen Film nicht zuhause haben.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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87 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Behind the Scenes
- Pat-Morita-Interview
- Deleted Scenes
- Trailer
- James-Lew-Filmschule
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18 Fingers of Death
18 Fingers of Death
Nur gelegentlich überzeugende Kung-Fu-Komödie
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: James Lew Drehbuch: James Lew Darsteller: James Lew, Maurice Patton, Lisa Arturo, Pat Morita, Lorenzo Lamas
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 13.09.2007
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