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DVD-Besprechung - Büyü - Der Fluch
Story:
Um das Jahr 1300 trieb eine böse Zauberin im alten Mesopotamien ihr Unwesen und sorgte dafür, dass die Einwohner kleine Mädchen lebendig begruben. Nun kommt ein Archäologenteam von Istanbul in die abgelegene Gegend in der heutigen Osttürkei, um nach einem als dort verschollen geltenden, heiligen Buch des Sultans Salih zu suchen.
Meinung zum Film:
Die Inhaltsangabe von "Büyü" liest sich erst einmal spannend und lässt einiges erwarten. Anhand der Beschreibung geht der Genrefreund sicherlich von schönem Gruselhorror im Stil von "Ring" oder "The Grudge" aus. Doch werden sämtliche Erwartungen enttäuscht. An "Büyü" stimmt leider einfach gar nichts. Der Film ist kein bisschen gruselig, filmisch schwach und noch dazu stinklangweilig.
Das fängt schon bei der sehr wirren Storyline an, die zunächst in das Mesopotamien des 14. Jahrhunderts führt. Das Ganze ist allerdings so umgesetzt, dass es auch zur heutigen Zeit spielen könnte. Kleine Hütten in Wüstenlandschaften gibt es schließlich immer noch, die Kleidung der Darsteller lässt auch nicht zwingend auf orientalisches Mittelalter schließen. Die Folgeszene spielt dann in einem modernen Bungalow mit großer Fensterwand, wodurch zumindest klar wird, dass es sich wohl um zwei verschiedene Schauplätze handelt. Im Verlauf der bis zum Schluss nicht vollständig durchschaubaren Handlung starten die Macher zudem noch eine Nebenstory, in der es um eine eifersüchtige Frau geht, die eine der Expeditionsteilnehmerinnen ausschalten will. Was das mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat, ist nicht zu verstehen.
Insgesamt betrachtet, bietet "Büyü" absolut nichts Neues. Neben dem "Fluch"-Element, das hier nur ein müdes Gähnen hervorlockt, erinnern die Szenen zum Teil an "Hügel der blutigen Augen". Eine Art unterirdisches Katakombensystem, in dem die Leute nacheinander abgemetzelt werden, darf auch nicht fehlen. Spannung kann dieser "Remix" jedoch nicht bringen. Auch für Splatter-Freunde bietet er kein Festmahl. Das Blut sieht so künstlich aus, wie es ist und die abgetrennten Köpfe erinnern stark an Pappmaché. Bei einem Hochschul-Projekt mag so was noch durchgehen, für einen professionellen Kinofilm ist das jedoch absolut inakzeptabel. Untermalt wird das Elend dann auch noch von einem furchtbar nervigen Score.
Digitale Aufarbeitung:
Bei der technischen Seite der DVD sieht es genauso finster aus wie beim
Film selbst. Das unscharfe Bild rauscht extrem und bietet keinen Anlass
für Luftsprünge. Zudem ist es in einigen Szenen stark grobkörnig. Der
Ton liegt in Deutsch und Türkisch als Stereo-Spur vor, zusätzlich gibt
es einen deutschen 5.1-Upmix, der allerdings nur die Geräusche
gleichmäßig auf die Lautsprecher verteilt und nicht wirklich überzeugen
kann. Wer die türkische Sprache beherrscht, sollte sich für die
entsprechende Tonspur entscheiden. Die deutsche Synchronisation wirkt
gelangweilt und lieblos zusammengeschustert.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"Büyü - Der Fluch" kann leider in keiner Hinsicht überzeugen. Der Film ist gruselig, gruselig schlecht. Eine undurchschaubare Storyline, mittelmäßige B-Movie-Schauspieler, eine Optik, die an einen schlechten TV-Film erinnert, und ein unglaublich nerviger Soundtrack verhindern das Aufkommen jeglichen Spaßes. Auch die DVD kann nicht punkten, so dass der Daumen hier im Endeffekt senkrecht nach unten gehen muss.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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94:31 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Türkisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Büyü - Der Fluch
Büyü
Echt gruselig... Gruselig schlecht.
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Türkei, 2004 Regie: Orhan Oguz Drehbuch: Servet Aksoy, Safak Güçlü Darsteller: Nihat Ileri, Özgü Namal, Suna Selen, Dilek Serbest, Serhat Tutumluer
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 16.08.2007
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