 |
DVD-Besprechung - Hell of Boomerang - Deli Yürek
Story:
Yusuf Miroglu (Kenan Imirzalioglu) fährt mit seiner Freundin Zeynep (Melda Bekcan) zur Hochzeit seines Freundes Cemal (Oktay Kaynarca), mit dem er vor einiger Zeit beim Militär zusammengearbeitet hat. Während der Feier wird auf Cemal ein Attentat verübt und er stirbt. Yusuf verschiebt seine Rückreise nach Istanbul und macht sich auf die Suche nach dem Mörder, die sich jedoch schwieriger gestaltet, als er ursprünglich gedacht hat.
Meinung zum Film:
Für „Hell of Boomerang“ saß Osman Sinav auf dem Regie-Stuhl, der sich auch schon bei der in der Türkei sehr erfolgreichen TV-Serie “Tal der Wölfe“ als Produzent und Regisseur einen Namen gemacht hat. Diese Serie zog ein gleichnamiges Sequel als Kinofilm nach sich, das in Deutschland seinerzeit eine kontroverse Diskussion nach sich gezogen hat, ob solche Filme, in denen die USA ausnahmsweise mal als die Bösen dargestellt werden, hierzulande überhaupt aufgeführt werden sollen und dürfen. Hauptrolle im „Boomerang“ spielt der in Deutschland unbekannte, in seiner Heimat Türkei jedoch sehr beliebte Kenan Imirzalioglu, sein Kumpel Cemal wird von Oktay Kaynarca dargestellt, der schon im genannten „Tal“ mitwirkte.
Wie schon „Tal der Wölfe“ ist auch dieser Film ein Actionthriller, der sehr politische Botschaften transportiert. Ging es im „Tal“ gegen die USA und Israel, sind es hier die PKK und die Hisbollah. Es ist für einen Zuschauer, der in der Thematik nicht sehr bewandert ist, manchmal recht schwierig, die Zusammenhänge zu erkennen und der Handlung des Filmes folgen zu können. Was dann noch übrig bleibt, ist eine recht actionreiche und blutige Handlung, die auch politisch nicht Interessierten knapp 2 Stunden lang gute Unterhaltung bieten kann. Sinavs Film ist zwar nicht mit einem Hollywood-Blockbuster zu vergleichen, dennoch erreicht „Hell of Boomerang“ sehr gutes B-Movie-Niveau, was in diesem Fall keineswegs abwertend gemeint ist. Die Sets und die Actionszenen wirken stets hochwertig und können überzeugen, das gleiche gilt für die gezeigten, teilweise sehr schön fotografierten (Wüsten-)Landschaften.
Sehr interessant sind die Einblicke in die türkischen Gepflogenheiten, die z.B. bei der Hochzeitsfeier Cemals präsentiert werden. Hier herrscht noch eine Idylle mit Dorffeiern, Gesang und Tanz und die obligatorischen, möglicherweise klischeebehafteten Salvenschüsse in die Luft zu Ehren des Brautpaares. Insgesamt kann sich „Hell of Boomerang“ durchaus sehen lassen, was nicht zuletzt auch an Hauptdarsteller Kenan Imirzalioglu liegt, der für die weiblichen Zuschauer sicherlich ein Blickfang ist und der darüber hinaus auch noch gut schauspielern kann. Mit Melda Bekcan als Freundin Zeynep gibt es aber auch für die männlichen Zuschauer etwas zu sehen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild verfügt über kräftige Farben und weist keine Verschmutzungen oder Fehler auf. Zuweilen wirkt es aber etwas verwaschen, was aber durchaus noch im Rahmen des Akzeptablen ist. Neben einer türkischen und einer deutschen Tonspur in Dolby Digital 2.0 wurde noch eine weitere deutsche Spur in Dolby Digital 5.1 spendiert, die jedoch nur über wenig Raumklang verfügt.
Extras gibt es keine.
Fazit:
„Hell of Boomerang“ lässt sich durchaus mit dem „Tal der Wölfe“ vergleichen, was die Action und die politische Motivation angeht. Wer letzt genannten Film mochte, ist mit dem „Boomerang“ auf jeden Fall ebenfalls sehr gut bedient. Die DVD ist technisch gut, leider gibt es keine Extras.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,78:1
|
118:11 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Türkisch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
|
|
|  |
Hell of Boomerang
Deli yürek: Bumerang cehennemi
Türkische Action im Stil von "Tal der Wölfe"
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Türkei, 2001 Regie: Osman Sinav Drehbuch: Osman Sinav Darsteller: Kenan Imirzalioglu, Melda Bekcan, Selçuk Yöntem, Oktay Kaynarca, Zara
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 12.07.2007
|