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DVD-Besprechung - Desperate Girls
Story:
Carlita (Eva Longoria) ist ein unerfahrenes Mädchen aus Miami, das sich in den Drogendealer Angel (Alain Mora) verliebt. Der will noch einen Deal durchziehen, um danach mit Carlita nach New York zu gehen. Carlita ist mit dabei und muss ohnmächtig zusehen, wie der Deal fürchterlich schief geht und ein Polizist erschossen wird. Doch sie kann fliehen und Jahre später ist sie zum Star eines Stripclubs aufgestiegen. Wird sie ihre Vergangenheit einholen? Und wenn ja, wird sie sich ihr stellen wollen?
Meinung zum Film:
Eva Longoria dürfte vielen Fernsehzuschauern am Ehesten durch „Desperate Housewives“ bekannt sein und so ist es auch kein Wunder, dass der deutsche Verleih auf einen ganz ähnlichen Titel für den im Original „Carlita’s Secret“ genannten Film gekommen ist, um so doch am Ehesten die Verbindung zur Erfolgsfernsehserie herzustellen. Irgendjemand wird sicher deswegen zugreifen. Doch man muss einfach vorwarnen: Wer sich durch den Titel blenden lässt, wird vermutlich die größte Enttäuschung seines Lebens erleben. Denn der Film kann nicht einmal im Geringsten an die Erfolgsserie anknüpfen. Das fängt schon beim Soundtrack an, der furchtbar nervig immer wieder im Hintergrund zu hören ist und ständig denselben Loop wiederholt. Man darf sich sicher auch zu Recht fragen, was Rapmusik in einem Latinofilm zu suchen hat. Der Sound selbst ist dazu auch noch mehr als mies abgemischt, insbesondere in der deutschen Fassung, die keine Tiefe hat und Stimmen, die aus dem Off kommen sollten, mitten rein projeziert.
Wenn man schon vom deutschen Ton spricht, dann müssen freilich auch die Synchronstimmen herhalten. Hier hat sich das Studio sichtlich keinerlei Mühe gegeben, die richtigen Stimmen für die einzelnen Charaktere zu casten. Das Ganze ist eine Katastrophe und nur der englische Ton ist noch einigermaßen erträglich. Vom Ton kommt man schnell auf die Dialoge, die so etwas von hirnrissig sind, dass man sich in jeder Sekunde des Films die Frage stellen muss, ob der Autor des Films unter Drogen sein Skript verfasst hat, oder aber einfach nur zu viele "abgefuckte", ober-mega-coole Filme gesehen hat. Die Sprache ist so sehr auf cool und mega getrimmt, dass einem schnell die Spucke wegbleibt. Da ist es dann schon gar kein Wunder mehr, wenn der Film insgesamt kaum einen roten Faden hat. Er erscheint wie eine Aneinanderreihung von möglichst coolen Szenen zu sein, denen der innere logische Zusammenhang fehlt. Des Öfteren stellt sich der Zuschauer die Frage, woher denn nun diese Szene kommt und warum sie überhaupt im Film ist. Im Internet kann man zwar nachlesen, dass Regisseur George Cotayo („Mind Twister“) angeblich einen ganz anderen Film geplant hatte zu drehen und seine Vision einfach nicht durchsetzen konnte. Aber das kann angesichts vieler technischer Fehler schon gar nicht mehr sein. In manchen Szenen werden die Positionen der Darsteller willkürlich verändert, dann stimmen Mimik und allgemeine Gestik nicht zu einzelnen Ereignissen. Hier wurde einfach großflächig Murks abgeliefert.
Richtig schlimm wird es bei den Actionszenen, die schlecht choreographiert sind und bei denen die Darsteller dröge durch die Gegen stapfen. Die Schussszenen mit Pistolen sind da nur doch das Tüpfelchen auf einem grausamen i, denn sie wirken insgesamt unglaubwürdig. Und von den Sterbeszenen wollen wir gar nicht erst anfangen, denn sie wurden von den Darstellern allesamt gründlich in den Sand gesetzt. Überhaupt sind die Darsteller ein Totalausfall, allen voran Eva Longoria, die unverständlicherweise für ihre Rolle eine Nominierung als beste Darstellering beim DVDX Award einheimste. Hier muss die Jury wohl mit Blindheit geschlagen worden sein. Das Einzige, was sie in diesem Film wirklich konnte, war gut auszusehen. Schlecht für den Film, schlecht für den Darsteller und schlecht für den Zuschauer, der sich aufgrund mangelnder Alternativen wohl nur noch fragen wird: Legt sie nun auch wirklich einen Striptanz hin? Denn immerhin spielt sie ja eine Stripperin!
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist einigermaßen akzeptabel, zeigt aber Schwächen im Bereich des Kontrastes. Der Ton ist in Englisch noch ganz gut zu ertragen, ist aber in Deutsch eine einzige Katastrophe. Keine Dynamik, kein Surroundklang, aufgesetzt wirkende Stimmen.
Als Bonusmaterial ist eine Slideshow mit Bildern aus dem Film enthalten, sowie der Trailer des Films.
Fazit:
Hände weg von „Desperate Girls“, es sei denn man sucht nach einer Schlafpille in Form einer DVD. Grausame Dialoge, grausame Darsteller, grausame Musik und grausam choreographierte Action rechtfertigen die Pflaume des Jahres für dieses mehr als nur üble Machwerk.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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87:54 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Slideshow Desperate Girls
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Trailer
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Desperate Girls
Carlita's Secret
Hier kann man nur verzweifeln
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: George Cotayo Drehbuch: Daniel Wai Chiu, Delvin Molden, Ron Castell Darsteller: Alain Mora, Alejandra Gutierrez, Andy Sottilare, David Martinez, Eva Longoria, Maria Bravo, Steve Roth
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 11.10.2007
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