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DVD-Besprechung - Die Redneck Familie
Story:
Der Trucker Amos (John Amos) arbeitet hart und nennt ein Haus und ein hübsches Grundstück sein Eigen. Es wäre größer, hätte sein Großvater nicht einen Teil an seinen Nachbarn beim Poker verloren. Doch dieser Sieg beim Kartenspiel wurde immer von Amos angezweifelt, da er glaubt, Opa wäre mit gezinkten Karten betrogen worden. Die folgenden Generationen der Nachbarn haben nichts mit Jobs am Hut und leben fröhlich in den Tag hinein, was allerdings Konsequenzen hat. Jahrelang haben sie keine Steuern und Abgaben bezahlt und nun stehen Haus und Grund vor der Zwangsversteigerung. Dem faulen Klan bleibt nichts anderes übrig, als in der Stadt zu arbeiten. Hier werden die Landeier vor so manches Hindernis gestellt.
Meinung zum Film:
Der Unterhaltungswert von „Die Redneck Familie“ bewegt sich deutlich im unteren Mittelfeld. Eine schnodderige Familie, die das Arbeiten nicht erfunden hat, ist nichts Neues und hier muss das Drehbuch eigentlich Überstunden machen, um Spaß zu verbreiten. Dies tut es leider nicht ganz so, wie es notwendig wäre, denn die Witzigkeiten halten sich doch deutlich in Grenzen und auf der Spaßskala bleibt der Maximalausschlag eher mittig stehen. Die Gags kokettieren zu oft mit Rassismus und den stereotypen Vorurteilen gegenüber afroamerikanischen Amerikanern.
Spätestens beim Autoverleiher gefriert einem das Lächeln, wenn Klanchef Nicodemus Brown dem weißen Mitarbeiter erklärt, er solle ihn „Nigger“ nennen, weil er seinen Namen Nicodemus nicht leiden kann. Diese Spitzfindigkeiten haben andere Komiker schon deutlich besser lösen können, ohne einen faden Nachgeschmack beim Publikum zu hinterlassen. Diese Penetranz bei diesem Tanz auf dem Drahtseil der politischen Korrektheit lässt viele Späße einfach nur noch platt werden und schon bald ist der Drops gelutscht und prallt ab. Ein weiteres Problem ist die fehlende Akzeptanz für die im Mittelpunkt stehende Familie. Sie werden einfach nicht zu Sympathieträgern und so fiebert dann auch niemand so wirklich mit, wenn sie versuchen, ihr Haus nicht zu verlieren. Was ein wenig Spaß macht, das sind die Erlebnisse der Familie Brown in der Stadt, denn hier müssen sie teilweise richtig Lehrgeld zahlen. Nett, aber auch nicht unbedingt ein Highlight in der Welt der Komödie.
Eigentlich ist der deutsche Titel ein waschechter Fehler oder aber Satire der ganz besonderen Art, denn „Rednecks“ ist landläufig eine Bezeichnung für eine weiße und nicht ganz so geistig fitte Landbevölkerung in den USA. Hierzulande wäre der Begriff Hinterwälder wohl treffend, doch auf Afroamerikaner passt die Bezeichnung „Redneck“ überhaupt nicht. Nur weil die Mitglieder der Familie
Brown teils etwas tumb sind, Latzhosen und Strohhüte tragen, kann dieser abwertende Begriff nicht auf sie übertragen werden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild zeichnet sich durch recht natürliche und gut abgestimmte Farben aus. Der Kontrast ist in Ordnung, doch ein leichtes Rauschen ist ebenso erkennbar wie auch leider eine nur durchschnittliche Schärfe. Der Ton liegt leider nur im Format Dolby Digital 2.0 vor, doch dafür wirkt er recht aufgeräumt und die Sprache verwischt zu keinem Zeitpunkt.
Extras gibt es nicht.
Fazit:
„Die Redneck Familie“ bietet nur durchschnittliche Unterhaltung und erliegt dem steten Versuch mit der Hautfarbe der Protagonisten Späße zu machen. Technisch ist die DVD in Ordnung, doch Extras gibt es nicht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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85:03 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Die Redneck Familie
The Watermelon Heist
Von Landeiern und Melonen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2003 Regie: K. C. Amos Drehbuch: Kristine A. Tata Darsteller: John Amos, Corey Holcomb, Red Grant, J. B. Smoove, Anthony McKinley
Label :
WGF Verkaufsstart : 26.07.2007
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