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DVD-Besprechung - Skyhigh
Story:
Ein Serienkiller tötet mehrere Frauen und schneidet ihnen das Herz heraus. Auf ihrer eigenen Hochzeit wird schließlich auch Mina (Yumiko Shaku) zu einem der Opfer und gelangt nach ihrem Tod an das Tor der Wut. Sie bekommt die Wahl zwischen Wiedergeburt, einem Leben als Geist auf der Erde, oder der Verfluchung eines anderen Menschen, womit ihr selbst allerdings ein Leben in der Hölle bestimmt wäre. Bis zur entgültigen Entscheidung hat sie nur 12 Tage Zeit. Zur gleichen Zeit startet ihr Beinahe-Ehemann Kohei Kanzaki (Shosuke Tanihara), ein Polizist, seine ganz persönliche Vendetta gegen den Mörder, während Mina als Geist nicht von seiner Seite weicht.
Meinung zum Film:
Direkt nach dem kürzlich erschienen "Alive" wagte sich Ryûhei Kitamura ("Godzilla - Final Wars") mit "Sky High" an die nächste Mangaverfilmung nach einer Vorlage von Tsutomo Takahashi. Noch im gleichen Jahr folgte auf den Film die gleichnamige japanische TV-Serie, an der Kitamura ebenfalls beteiligt war. Auch bei diesem Film arbeitete Kitamura wieder mit Takumi Furuya (Kamera) und Shuichi Kakesu (Schnitt) zusammen. Die Hauptrolle der Mina spielt Yumiko Shaku ("Godzilla - Tokyo SOS"), die besonders durch ihre Hauptrolle in Shinsuke Satos "The Princess Blade" Aufmerksamkeit erregte. Hiromasa Taguchi kennen Genrefreunde noch aus dem splatterlastigen Vergeltungsfilm "All Night Long".
"Sky High" ist eine sehr unkonventionelle Mischung aus Romantik und Fantasy. Zentral für die Geschichte sind die Schicksale zweier auseinandergerissener Liebespaare. Zum einen sind das Mina und Kanzaki, die kurz vor ihrer Hochzeit gewaltsam getrennt wurden und sich jetzt in verschiedenen Welten bewegen, zum anderen handelt es sich um den Mann hinter den Morden, Tatsuya Kudo (Takao Osawa), der bestrebt ist, seine im Koma befindliche Frau wieder zum Leben zu erwecken. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigt er sechs Menschenherzen von ehemaligen, wiedergeborenen Torwächterinnen. Mit Hilfe eines alten Rituals will er diese dazu nutzen, das Tor zur Hölle zu öffnen und die Kräfte des Bösen zu befreien. Im Gegenzug werden ihm diese seinen größten Wunsch, die Wiederbelebung seiner geliebten Frau, erfüllen. Ein Film wie "Sky High" benötigt eine gewisse Optik, um einerseits die Fantasykomponente zur Geltung zu bringen, andererseits aber auch eine gewisse Poesie stimmungsvoller Bilder, um die romantische Komponente zum Leben zu erwecken. Doch bereits auf den ersten Blick kann in diesen Disziplinen ein Scheitern attestiert werden, denn "Sky High" leidet offensichtlich unter einem ziemlich geringen Budget, das sich in biederster TV-Optik niederschlägt. Besonders die sowohl billigen, als auch fantasielos spartanischen Kulissen lassen nie auch nur im Ansatz so etwas wie Atmosphäre entstehen.
Wie schon bei "Alive" gibt es auch bei diesem Kitamura beinahe keine Actionsequenzen. Anders als bei "Alive" sind die Kampfszenen hier zudem, trotz Fantasyausrichtung, sehr bodenständig geraten. Diese kurzen Gefechte sind weder ästhetisch überzeugend, noch können sie ein adäquates Tempo aufweisen. Hier spielt bedeutungsvolles Posing vor und in den Kämpfen eine wesentlich größere Rolle als die Kämpfe selbst. Sehr enttäuschend sind auch die Leistungen der Schauspieler. Während Takao Osawa sich übelst grimassierend und stets stylisch gekleidet mehr schlecht als recht durch den Film quält, agieren vor allem die weiblichen Akteure äußerst blass und keineswegs comichaft. Die Geschichte selbst ist quälend langatmig inszeniert, strotzt vor Klischees und trieft vor Pathos. Im Grunde handelt es sich um eine endlose Aneinanderreihung pseudo-philosophischer Phrasendreschereien über Leben, Tod und Vergeltung mit mystizistischer Ausrichtung, die zudem noch sehr gekünstelt vorgetragen werden. Die Laufzeit ist für die dünne Story vollkommen übertrieben und es gibt auch keine Entschädigung durch ein spektakuläres oder unerwartetes Finale. Vielmehr verläuft alles, analog zu den Weisheiten des Films, wie vorherbestimmt, also streng linear.
Digitale Aufarbeitung:
Die Schärfe des Bildes ist leider nicht optimal, der Kontrast ist teilweise sehr steil geraten, zudem macht sich die Kompression durch ein leichtes Blockrauschen bemerkbar, insgesamt ist die Bildqualität durchschnittlich. Bei den Tonspuren fällt zunächst negativ auf, dass man für das Wechseln der Tonspuren/Untertitel stets umständlich den Weg über das entsprechende Menü wählen muß. Qualitativ liegen beide Tonspuren eng beieinander und beziehen auch die hinteren Boxen mit ins Geschehen ein, auch eine gute Verständlichkeit ist stets gegeben.
Das einzige Extra auf der DVD ist der Trailer zum Film im Originalton, ohne Untertitel.
Fazit:
Mit seinem "Style over Story"-Ansatz hat sich Ryûhei Kitamura bei "Sky High" selbst ein Bein gestellt, denn um die Effekte anständig zur Geltung zu bringen, fehlten offensichtlich die finanziellen Mittel und die billigen Kulissen entpuppen sich als endgültiger Stimmungskiller. Das alles geht auch noch auf Kosten der geschwätzig-oberflächlichen Handlung, die dem Begriff Zähigkeit eine ganz neue Dimension verleiht und deutlich zu lang geraten ist. Auch die Darsteller können das Ruder nicht mehr herumreißen, da sie entweder völlig blass bleiben, oder durch übles Over-Acting auffallen, was in der Kombination sehr uneinheitlich und verunglückt wirkt. Technisch ist die DVD in Ordnung, von den umfangreichen Extras diverser ausländischer DVDs kann man hier jedoch nur träumen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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122:54 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Japanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Sky High
Sukai hai: gekijô-ban
Mißlungene Mischung aus Romantik und Fantasy mit biederer TV-Optik und langatmiger Erzählweise
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2003 Regie: Ryûhei Kitamura Drehbuch: Isao Kiriyama, Ryuichi Takatsu (basierend auf einem Manga von Tsutomu Takahashi) Darsteller: Yumiko Shaku, Takao Osawa, Shosuke Tanihara, Naho Toda, Yuka Itaya, Hiromasa Taguchi
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 14.06.2007
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