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DVD-Besprechung - Last Man Standing
Story:
Eher zufällig gelingt es den beiden Polizisten Kurt Bellmore (Jeff Wincott) und Doc Kane (Jonathan Banks), den hochkarätigen Gangster Snake Underwood (Jonathan Fuller) festzunehmen. Underwood kommt aber schon bald auf Kaution wieder frei und Bellmore bemerkt in seiner Abteilung zahlreiche Unregelmäßigkeiten. Offensichtlich steckt der Großteil seiner Kollegen mit Underwood unter einer Decke. Schließlich gerät der unbestechliche Bellmore daher selbst auf die Abschussliste und kämpft nicht nur gegen Underwoods Schergen, sondern wird auch noch von den eigenen Leuten gejagt. Als jedoch sein Partner ermordet wird, beginnt er seinen eigenen Rachefeldzug.
Meinung zum Film:
"Last Man Standing", nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Bruce-Willis-Film, ist ein Actionfilm der B-Kategorie aus dem Hause "PM Entertainment", einer der bekanntesten Filmschmieden der 90er-Jahre aus diesem Bereich neben z.B. "Nu Image". Regisseur Joseph Merhi ("Speed Rage"), der auch das Drehbuch schrieb, war dabei neben Richard Pepin ("T-Force") das Aushängeschild der Firma hinter der Kamera. Die Hauptrolle in "Last Man Standing" übernahm mit Jeff Wincott ("Martial Law 2 - Undercover") ein verdienter Recke, der u.a. auch schon an der Seite von Cynthia Rothrock ("Born to Fight") austeilen durfte, seine besten B-Movie-Zeiten 1996 aber bereits schon wieder hinter sich hatte.
Mit seiner Hintergrundgeschichte gewinnt "Last Man Standing" wahrlich keinen Preis für Innovation. Wieder mal steckt ein aufrechter und unbestechlicher Cop seine Nase zu tief in die Machenschaften seiner korrupten Vorgesetzten und gerät dadurch auf ihre Abschussliste. Nach den üblichen Attentatsversuchen und dem Untertauchen der Zielperson schlägt diese schließlich zurück und erledigt die bösen Jungs im Alleingang. In dieser Hinsicht ist "Last Man Standing" also absolute Dutzendware und auch im Verlauf der Geschichte wird auf großartige Schnörkel komplett verzichtet. Anders als bei vielen, bleihaltigen B-Movies ist die Geschichte aber einerseits nicht so schwach, dass man sich nur von Actionszene zu Actionszene quälen muss, und andererseits ist die Action dergestalt dosiert und qualitativ gelungen, dass die fantasielose Story absolut ausreichend ist. Für Jeff Wincott ist die Rolle in "Last Man Standing" allerdings nicht unbedingt dankbar, kann er doch seine große Stärke, seine Martial-Arts-Fähigkeiten, kaum demonstrieren. Die wenigen Kämpfe sind sehr kurz gehalten, nicht sonderlich spektakulär und weisen zudem lediglich weit unterlegene Gegner auf. Der Film legt sein Augenmerk deutlich stärker auf Schießereien, Verfolgungsjagden und pyrotechnische Effekte.
Die Schießereien beginnen noch relativ handzahm, steigern sich aber auf dem Weg zum Finale und fallen zunehmend blutiger aus. Das Highlight des Films ist aber wohl unbestritten die auf einen Banküberfall Underwoods folgende Verfolgungsjagd zwischen dem nachsetzenden Bellmore auf seinem Motorrad und dem gepanzerten Transporter von Underwoods Männern. Underwood bedient sich hierbei vorher installierter Sprengsätze und rammt gnadenlos alles von der Fahrbahn, was nicht rechtzeitig den Weg freigibt. Im Verlauf dieser relativen langen Actionszene geht einiges an Fahrzeugen zu Bruch, es gibt diverse, größere Explosionen und Bellmore wird auch noch an einer Kette hinter dem Transporter hergezogen. Die Action kann insgesamt durchaus überzeugen und befindet sich für einen B-Film auf einem ziemlich hohen Niveau. Hauptdarsteller Jeff Wincott leidet hingegen unter einem Drehbuch, das es nicht sehr gut mit ihm meint. So wurde darauf verzichtet, seinem Charakter großartige Hintergründe zuzugestehen und auch fetzige One-Liner aus seinem Munde fehlen. Erschwerend kommt hinzu, dass Wincott schauspielerisch und vom Charisma her nicht zu den Großen seiner Zunft gehört und in "Last Man Standing" daher deutlich profilloser wirkt als seine diabolischen Gegenspieler, bei denen vor allem Jonathan Fuller ("Castle Freak") punkten kann.
Digitale Aufarbeitung:
Bis auf ein leichtes Bildrauschen kann die Bildqualität für ein B-Movie aus den 90ern mit satten Farben und guter Schärfe voll überzeugen. Entgegen den Herstellerangaben befindet sich der Film auf der DVD nicht im Vollbildformat (1,33:1), sondern im Widescreenformat (1,78:1). Die Tonspuren sind zu jeder Zeit gut verständlich und können ebenfalls überzeugen.
Es gibt lediglich einen Trailer zum Film.
Fazit:
"Last Man Standing" ist ein unterhaltsamer Actionfilm, der vor allem Freunde von bleihaltigen Schußwechseln, spektakulären Autoverfolgungsjagden und pyrotechnischen Effekten anspricht. Auf Martial-Arts muß man aber weitestgehend verzichten, ebenso auf gelungene One-Liner oder größere Selbstironie. Jeff Wincott spielt solide, ohne glänzen zu können, das Drehbuch ist akzeptabel, aber wenig innovativ. Für Freunde von Actionfilmen aus dem B-Bereich ist der Film, auch aufgrund seiner technisch gelungenen Präsentation, aber eine klare Empfehlung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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92:08 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Last Man Standing
Last Man Standing
Gutes B-Movie mit ansprechenden Schießereien, Verfolgungsjagden und pyrotechnischen Effekten
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1996 Regie: Joseph Merhi Drehbuch: Joseph Merhi Darsteller: Jeff Wincott, Jillian McWhirter, Jonathan Fuller, Steve Eastin, Robert LaSardo, Michael Greene
Label :
Movie Power Verkaufsstart : 27.09.2007
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