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DVD-Besprechung - Dynasty Warrior - Der Krieger des Kaisers
Story:
General Tian Fang (Zhang Yimou) begeht den schweren Frevel mit der dem Kaiser Qin (Suk Bung Luk) geweihten Hofdame Hon Tong (Gong Li) zu schlafen. Zur Strafe wird Fang zu einem der Terrakottawächter im Mausoleum des Kaisers, während seine Geliebte in den Flammen den Tod findet. Vor ihrem Tod gelingt es ihr jedoch, Tian Fang eine Unsterblichkeitspille zu verabreichen. Etwa 3000 Jahre später, in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, stößt Lili Chu (Gong Li) zufällig auf das Mausoleum des Kaisers und erweckt versehentlich den unsterblichen Tian Fang zu neuem Leben, der sie fortan für die Reinkarnation seiner Geliebten Hon Tong hält.
Meinung zum Film:
Einer der Produzenten von "Dynasty Warrior" war Tsui Hark ("Once upon a Time in China"), einer der wichtigsten Köpfe des Hongkong-Kinos. Regisseur Ching Siu-Tung ("A Chinese Ghost Story") drehte "Dynasty Warrior" zwischen seinem bejubelten ersten Teil der "A Chinese Ghost Story"-Reihe, sowie "Meister des Schwertes". Hauptdarsteller Zhang Yimou ("Der Fluch der goldenen Blume") spielt in diesem Film die einzige Hauptrolle seiner Karriere, deutlich bekannter sind seine Arbeiten als Regisseur ("House of Flying Daggers") und Drehbuchautor ("Hero"). Die weibliche Hauptdarstellerin Gong Li ("Miami Vice"), die hier eine Doppelrolle übernimmt, hatte ihren großen Durchbruch mit der Hauptrolle in dem Drama "Rote Laterne", bei dem Zhang Yimou ebenfalls Regie führte. Gegenüber den bisherigen deutschen Fassungen wurde ein kleiner Gewaltschnitt gegen Ende des Films behoben, die Fassung ist damit ungeschnitten. Eine angebliche 145-Minuten-Version des Films , die u.a. in der imdb auftaucht, kann wohl ins Reich der Legenden verwiesen werden, da die chinesische DVD ebenfalls keine längere Laufzeit aufweist. "Dynasty Warrior" wurde bei den "Hong Kong Film Awards" 1991 in sieben Kategorien nominiert, u.a. für die beste Kameraführung und die beste Action-Choreographie, letztlich gewann der Film aber nur den Preis für die beste Filmmusik.
"Dynasty Warrior" ist ein Genre-Mix sondergleichen. So finden sich darin Elemente des Historienfilms (China zur Zeit der Qin-Dynastie), des Fantasyfilms (Unsterbliche Krieger), des Actionfilms (Martial-Arts-Einlagen), des Liebesfilms (Romanze von Tian Fang und Hon Tong), des Abenteuerfilms (Indiana-Jones-Elemente wie die Durchquerung einer fallengespickten Grabkammer) und der Komödie (Tian Fangs Kontakte mit den Tücken der modernen Zivilisation). In den ersten 38 Minuten spielt der Film in der Vergangenheit der Qin-Dynastie und schildert den Aufstieg von General Tian Fang zu Qins engstem Vertrauten, der Suche des Kaisers nach dem Elixier der Unsterblichkeit, der Romanze mit Hon Tong, sowie dem damit verbundenen Abstieg und die Verurteilung beider Verliebten. Danach setzt die Handlung in den 1930er Jahren ein und schildert die Suche des Filmstars und Gangsters Bai Jun Fei (Yung Kang Yu) nach dem Mausoleum des Kaiser Qin, sowie das Zusammentreffen des wiedererweckten und befreiten Tian Fang mit der vermeintlichen Reinkarnation von Hon Tong, der Schauspielerin Lili Chu. Im ersten Teil überzeugt "Dynasty Warrior" besonders mit seiner opulenten Ausstattung, der authentischen Atmosphäre und einer tragischen Liebesgeschichte. Im zweiten Teil punktet der Film dann vor allem mit einigen guten Actioneinlagen, vielen Abenteuerelementen, sowie einigen komödiantischen Einlagen.
Während Tian Fangs amüsanter Crashkurs mit neuzeitlichen Erfindungen recht vergnüglich verläuft, so versucht er z.B. eine elektrische Lampe auszublasen oder fordert eine Stimme aus dem Radio zum Duell, weiß der nervige Charakter der Lili Chu überhaupt nicht zu überzeugen. Gong Li versucht hier scheinbar mit aller Macht ihren guten Eindruck aus der ersten Filmhälfte zu zerstören, wird aber glücklicherweise durch die guten Leistungen ihrer Kollegen, allen voran Zhang Yimou in der Rolle des edlen, aber altmodischen Kriegers, wieder aufgefangen. Zudem bietet der Film neben einem überzeugenden Finale auch immer wieder handwerklich überzeugende Actioneinlagen, wie z.B. kleinere Kämpfe aus dem Martial Arts-Bereich, oder akrobatische Einlagen von Zhang Yimou. Die Story ist dabei nicht unbedingt anspruchsvoll, aber durchgehend unterhaltsam und phantasievoll.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildschärfe ist für eine asiatische Produktion aus dem Jahr 1989 durchaus gut gelungen und auch Bildrauschen ist fast gar nicht aufzufinden, die Farben sind allerdings ein wenig blass. Die Tonspuren überzeugen mit guter Verständlichkeit. Während die asiatischen Fassungen bei den Dialogen etwas dumpfer klingen, sind sie der deutschen Tonspur bei der harmonischeren, musikalischen Untermalung deutlich überlegen.
Das einzige Extra auf der DVD ist der Trailer zum Film.
Fazit:
"Dynasty Warrior" gelingt es auf überzeugende Art und Weise sehr viele Genres unter einen Hut zu bringen und dabei über die gesamte Spielzeit gut zu unterhalten. Gute Schauspieler, sowie handwerklich überzeugende Effekte und Actioneinlagen bedeuten ein bis zum Ende rundes Vergnügen ohne größere Schwächen. MIG/Movie Power präsentiert "Dynasty Warrior" zudem erstmals in guter Bild- und Tonqualität, sowie ungeschnitten auf DVD, auf nennenswerte Extras muß allerdings verzichtet werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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106:00 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Kantonesisch Dolby Digital 2.0 | Mandarin Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Englisch |
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Bonusmaterial:
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Der Krieger des Kaisers
Qin yong
Bunter, asiatischer Genremix-Teller mit vielen schmackhaften Zutaten
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Hongkong, 1989 Regie: Ching Siu-Tung Drehbuch: Pik Wah Li Darsteller: Zhang Yimou, Gong Li, Suk Bung Luk, Yung Kang Yu, Lo Cheung Chiu
Label :
Movie Power Verkaufsstart : 27.09.2007
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