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Kino-Besprechung - Superbad
Story:
Seth (Jonah Hill) und Evan (Michael Cera) sind zwei sympathische Loser, die in der Schule eigentlich keine Freunde außer einander haben. Als Seth nun von der hübschen Jules (Emma Stone) auf eine Party eingeladen wird, wähnt er sich schon am Ziel seiner Träume: Endlich das erste Mal erleben, bevor die Highschool zu Ende ist. Zusammen mit dem ebenso belächelten Fogell (Christopher Mintz-Plasse), der im Besitz eines gefälschten Ausweises ist, machen sich die beiden Dumpfbacken an den Kauf diverser Alkoholika. Dass dabei einiges schief geht, muss wohl nicht extra erwähnt werden...
Meinung zum Film:
Einen Film "Superbad" zu nennen, erfordert einiges an Mut. Schließlich liegt der Verdacht beim kritischen Kinobesucher nahe, dass die Macher einiges an prophetischen Fähigkeiten an den Tag gelegt haben und ihren Film der Einfachheit halber gleich nach seiner Qualität benannt haben. Nun, um eines gleich vorweg zu sagen: Ganz so schlecht ist das Ganze nicht geworden, ein paar wütende Kommentare seitens diverser Kritiker dürfte das Teil dem Produzenten aber schon eingebracht haben.
Im Gegensatz zum sehr amüsanten "Beim ersten Mal", das gerade im Begriff ist, unsere Kinos zu verlassen, verlässt sich "Superbad" einfach zu sehr auf Humor, für den die Gürtellinie etwa so in Reichweite liegt wie für uns Pamela Andersons Ausschnitt. Wenn Kraftausdrücke wirklich so zum Sprachgebrauch postpubertierender Jugendlicher in den USA gehören, dann sei jedem angeraten, vor dem nächsten Amerika-Urlaub einen Schnellkurs im Fluchen zu belegen. Als Gesprächsthema zählt sowieso nur Sex und eventuell noch Alkohol, alles andere ist unwichtig, die Polizisten sind waffengeile Psychopathen, und Mädels gelten einfach nur als tanga-tragende abschleppwillige Hilfsmittel zur Befriedigung. Ohne jetzt zu sehr auf die feministische Seite gelangen zu wollen, aber lustig heißt nicht gleich derb.
Natürlich wird der Film bei seiner Zielgruppe Anklang finden, in Amerika war das Einspielergebnis ja auch recht ansehnlich. Ob das jetzt Rückschlüsse auf die Intelligenz der jugendlichen Bevölkerung zulässt, sei dahingestellt. Immerhin sind die Hauptdarsteller durchwegs sympathisch, ihnen beim Fettnäpfchen treten zuzuschauen hat auch seine durchaus lustigen Momente. Nur auf Dauer wird das Ganze anstrengend, noch dazu wo sowieso von Beginn an klar ist, wie das Ende aussehen wird. Also ganz klar ein Film für den DVD Player, noch dazu wo im Kinosaal zielgruppenbedingt wohl laute Gröhlereien, Popcornzielwerfen und ungeniertes Stören des Films an der Tagesordnung sein werden...
Fazit:
"Superbad" ist ein typischer Vertreter des amerikanischen Teenie-Films: Laut, ordinär und absolut ohne Anforderungen an das Denkvermögen. Wers mag, wird gut unterhalten, für alle anderen reicht der Griff zur Leih-DVD vollkommen.
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Superbad
Superbad
Durchschnittskomödie über das Erreichen des ersten Mals
Autor der Besprechung:
Thomas Embacher
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Greg Mottola Drehbuch: Seth Rogen, Evan Goldberg Darsteller: Jonah Hill, Michael Cera, Emma Stone
Verleiher:
Sony Pictures International
Kinostart : 03.10.2007
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