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Kino-Besprechung - Planet Terror
Story:
Nachdem aufgrund eines folgenschweren Fehlers ein neuartiges Nervengas freigesetzt wurde, das alle Infizierten in fleischfressende hungrige Zombies verwandelt, muss sich eine Gruppe von Überlebenden auf eigene Faust durchschlagen...
Meinung zum Film:
Wenn sich jetzt aufgrund der kurzen Inhaltsangabe einige Leute fragen "Ist das alles?", dann kann auf diese Verwunderung nur mit einem kryptischen "Ja, aber..." geantwortet werden. Natürlich, die Grundaussage des Films, so es überhaupt eine gibt, kann mit wenigen knappen Worten beschrieben werden. Natürlich, da gibt es noch die Sorge des Ex-Lovers für seine Geliebte, den Vater-Tochter Konflikt, den illegalen Handel mit Biowaffen, und vielleicht können sogar weltkritische Untertöne bezüglich des steigenden Schönheitswahns oder des hohen Rüstungsbudgets der USA hineiniterpretiert werden. Doch letztendlich darf nicht vergessen werden, dass es sich hier um einen Rodriguez Film handelt. Der extravagante Regisseur bescherte uns schon Außerirdische, Vampire, Agenten im Teen-Alter und nun seine Version eines Zombiefilms. Nicht mehr und nicht weniger...
Wer schonmal einen oder mehrere Filme des schrägen Mexikaners mit dem Cowboyhut genossen hat, weiß im Prinzip schon, was ihn erwartet: Seltsame aber doch gut ausgearbeitete Charaktere und eine eigentlich himmelschreiend schräge Story, die aber komischerweise doch zu unterhalten weiß. "Planet Terror" ist nicht anders. Da gibt es eine Frau Doktor (Marley Shelton - "Der letzte Kuss") mit einem Strapsgürtel voller Spritzen, eine Stripperin (Rose McGowan - "Charmed") die auf der Bühne weint und später ein Maschinengewehr als Beinersatz bekommt, und einen coolen Typen (Freddie Rodriguez - "Six Feet Under"), den auch die blutrünstigsten Zombies nicht zu beeindrucken scheinen. Das sind nur einige Charaktere, denen der geneigte Zuschauer auf seiner Achterbahnfahrt durch einen der irrsten Filme 2007 begegnet. Weitere Stars und Sternchen wie zB Bruce Willis ("Stirb langsam 4.0) oder Naveen Andrews ("Lost") tauchen in kleinen aber feinen Rollen auf und machen den Film allein schon zum Erlebnis.
Richtig bemerkenswert wird das Ganze aber durch seine Machart: Produzent Rodriguez, der durch die brillante Technik in seinem letzten Film "Sin City" auf die Qualität seiner eigenen Special Effect Firma aufmerksam machte, liefert hier ein Machwerk ab, das mit voller Absicht darauf abzielt, schlecht zu sein. Gewaltige Bildstriche wechseln sich ab mit Tonproblemen und Aussetzern, und einmal fehlt sogar eine ganze Szene. Doch sollte sich niemand davon ablenken oder gar abhalten lassen, überhaupt in den Film zu gehen. Für Fans von hungrigen Untoten bietet "Planet Terror" ein Schlachtfest der Extraklasse. Blutfontänen wechseln sich ab mit mit Dialogen, die so kitschig sind, dass sie schon wieder als cool rüberkommen. Fein in Szene gesetzte Schießereien folgen auf Liebeserklärungen, und sogar eine leidenschaftliche Sexszene darf nicht fehlen. Wer also auf Hochglanzeffekte und totale Ernsthaftigkeit verzichten kann, den erwartet ein höchst unterhaltsamer Film mit hohem Blutfaktor.
Fazit:
"Planet Terror" ist ein Erlebnis der Sonderklasse. Wer sich am Blut, an der gewollten schlechten Qualität und an der absolut kranken Handlung nicht stört, der wird aufs beste unterhalten.
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Planet Terror
Planet Terror
Models, Machos und Eingeweide - typisch Rodriguez
Autor der Besprechung:
Thomas Embacher
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Robert Rodriguez Drehbuch: Robert Rodriguez Darsteller: Freddie Rodriguez, Bruce Willis, Rose McGowan, Marley Shelton, Josh Brolin, Naveen Andrews
Verleiher:
Senator
Kinostart : 03.10.2007
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