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DVD-Besprechung - Der Eroberer
Story:
Temujin (John Wayne) führt die Mongolen an und sein Ziel ist es die Tartaren zu besiegen. Der Zufall will es, dass ihm die schöne Bortai (Susan Hayward) in die Hände fällt, ist sie doch keine geringere als die Tochter seines Erzfeindes Kumlek. Doch Temujin verliebt sich in die wilde Schönheit, was zunächst aber deutlich nicht erwidert wird. Er erkennt, dass seine Truppen nicht ausreichen, um die Tartaren zu besiegen und so verbündet er sich mit dem chinesischen Fürsten Wang Khan. Schließlich ist es soweit und als Herrscher über alle Mongolen zieht er mit seinem neuen Namen Dschingis Khan in den letzten Kampf gegen die Tartaren.
Meinung zum Film:
John Wayne („Rio Bravo“) war ein waschechter Leinwandheld, der bis heute viele Fans hat. Dies liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass er vor allem als Westernheld stets eine heldenhafte Figur abgegeben hat und dieses Genre entscheidend prägte. Aber er verließ durchaus auch mal den Westernrahmen und nahm als amerikanischer Soldat den Kampf gegen das Böse und für sein Vaterland auf. In „Der Eroberer“ schlüpfte er in die Rolle des berühmten Mongolenführers Dschingis Kahn, der ein Weltreich begründete. Es war wohl seine größte Fehlbesetzung, da die Rolle hinten und vorne nicht zu seinem Typ passte. Mit Spitzhut und Mongolenbart sieht Wayne aus wie die Karikatur des bekannten Kriegsherren und nicht wie ein Mann, der Millionen das Fürchten lehrte und die Tartaren unterwarf.
Gleichwohl die Hauptfigur völlig falsch besetzt wurde, bleibt noch eine durchaus gute Handlung übrig, die leider nicht das große Publikum erreichte. Der Film wurde ein finanzieller Flop und Produzent Howard Hughes blieb mit seiner Filmgesellschaft auf einem Großteil der Produktionskosten sitzen. Erzählt wird die Geschichte des Aufstiegs eines der mächtigsten Männer der Zeitgeschichte, Dschingis Kahn. Wer allerdings glaubt, dass nur Schlachten und martialische Auseinadersetzungen seine Macht begründeten, der sieht sich getäuscht. Es war wie immer in der Politik und so wurde auch manche Intrige gesponnen und viele heimliche Absprachen getroffen. Natürlich stehen die Massenszenen und die Schlachtengemälde spannungsgeladen im Vordergrund und bieten, in Cinemascope, dem Zuschauer eine opulente Optik. Die Kulissen sind prächtig und die Kostüme lassen
ein gewisses Flair von Abenteuer und Altertum aufkommen, dieses jedoch eher klassisch im Filmstil als absolut authentisches Bild vergangener Zeiten.
Leider nimmt „The Conqueror“ einen Platz unter den Filmproduktionen ein, die unter einem schlechten Stern standen. Dies sind Produktionen, in denen entweder Darsteller oder Beteiligte starben oder schrecklich verunglückten. Regisseur John Landis und seine „Twilight Zone“ sind so eine Produktion, denn beim Finale der unheimlichen Schattenlichter kamen Schauspieler Vic Morrow, sowie zwei Kinderdarsteller bei einem Unglück beim Dreh ums Leben. Die Produktion von Howard Hughes hingegen kostete 91 von 220 Teammitgliedern das Leben. Die Dreharbeiten fanden von 1954 an in der Wüste Utahs statt, in direkter Nachbarschaft eines Atomtestgeländes des US-Militärs. Auch für Hauptdarsteller John Wayne war dies die offensichtliche Grundlage für seine spätere, tödliche Erkrankung an Lungenkrebs, auch wenn er zudem noch starker Raucher war. Erst 1979 wurden diese Fakten medienwirksam an die Öffentlichkeit gebracht, doch zu diesem Zeitpunkt gab es schon dutzende Tote.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wurde hervorragend bearbeitet und umgesetzt. Es ist klar, hat schöne Farben und es können keine wirklichen Bildfehler oder Aussetzer erkannt werden, es gibt noch nicht einmal ein merkliches Rauschen. Der Dolby-Digital-2.0-Ton ist ordentlich und entspricht den Erwartungen an einen Film, der schon über 50 Jahre auf dem Buckel hat.
Neben dem deutschen Kinotrailer und der schicken Bildergalerie verfügt die DVD auch über ein ausführliches Booklet von 16 Seiten Umfang. Hier gibt es ausführliche Informationen rund um die Stars, die Dreharbeiten und das tragische Schicksal der Filmproduktion. Über die Ereignisse seiner Zeit kündet dann auch das letzte Extra, denn hier wird in rund 18 Minuten erzählt, wie es zu den Dreharbeiten kam und wie das atomare Testgelände getestet wurde.
Fazit:
„Der Eroberer“ ist zwar mit John Wayne völlig fehlbesetzt, doch der Film an sich ist ein großes Abenteuer und bietet solide Unterhaltung. Die technische Umsetzung der DVD ist sehr gut und man kann kaum glauben, was aus dem alten Material herausgeholt wurde. Die Extras sind nicht üppig, doch was geboten wird, ist in Ordnung und sehenswert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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106:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Ein Film und seine Folgen
- Deutscher Kinotrailer
- Bildergalerie
- 16-seitiges Booklet
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Der Eroberer
The Conqueror
Eine der folgenschwersten Produktionen der Filmgeschichte
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1956 Regie: Dick Powell Drehbuch: Oscar Millard Darsteller: John Wayne, Susan Hayward, Pedro Armendariz, Agnes Moorehead, Thomas Gomez
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 05.10.2007
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