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DVD-Besprechung - Beneath
Story:
Viele Jahre, nachdem Christy (Nora Zehetner) einen Unfall verschuldete, bei dem ihre Schwester Vanessa (Carly Pope) schwerste Verbrennungen erlitt, kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück, die sie nach dem Tod von Vanessa verließ. Hier beginnt sie Untersuchungen über die Hintergründe zum angeblich natürlichen Ableben ihrer Schwester anzustellen, da sie schon lange Zeit der Meinung ist, dass diese noch nicht tot war, als man sie beerdigte. Sie weiß nicht, ob Vanessas Mann John (Matthew Settle) oder dessen strenge Mutter (Gabrielle Rose) mehr über die Hintergründe wissen, wobei sie sich aber sicher ist, ist die Tatsache, dass sie nicht eher ruhen wird, bis sie die ganze Wahrheit herausgefunden hat.
Meinung zum Film:
Wenn unter der Federführung von MTV ein Mysterythriller produziert wird, der mit einer zielgruppengerechten Darstellerriege ausgestattet wurde und bei dem sowohl Regisseur (Dagen Merrill) als auch dessen Co-Drehbuchautor (Kevin Burke) nichts nennenswertes vorweisen können, schrillen beim Kinofreund automatisch die Warnglocken. Visionen von schnellen Schnitten, Kamerafahrten in rasantem Tempo, talentbefreite, dafür aber bauchfreie Hauptdarstellerinnen und eine Story mit dem Gehalt eines Videoclips beginnen sich schnell vor den Augen zu manifestieren. Doch „Beneath“ beweist, dass es auch anders gehen. Der Film bietet fast schon klassische Gruselkost in einem lediglich entstaubten Gewand. Die Darsteller sind zwar ein großes Stück davon entfernt, oscarverdächtige Leistungen abzuliefern. Doch durch die Bank liefern sie ansprechende Leistungen ab, die deutlich über dem üblichen Teenie-Horror-Leistungsschema liegen.
Schnelle Schnitte gibt es lediglich in den Visionen zu erleben, in denen die geistige Verbindung zwischen Christy und ihrer Schwester gezeigt werden. Diese kurzen Clips lassen immer wieder einzelne Bildfragmente sehen, die zu Beginn nicht ganz einzuordnen sind, aber bereits einen Vorgeschmack darauf geben, dass nicht alles mit rechten Dingen zuging. Die Präsentation dieser Visionen ist äußerst stimmungsvoll gelungen und diese tragen zu einem großen Teil zu der schaurige Atmosphäre im Film mit bei. Teilweise geraten Visionen auch zu Albträume, die nicht immer gleich als solche zu erkennen sind und in ihrer Inszenierung für weitere Kälteschauer sorgen. Das düstere Haus mit seinen engen Fluren und Geheimgängen, sowie ungenutzten Räumen tragen ein letztes dazu bei, die gute alte Geisterhausstimmung aus klassischen Schwarz-Weiß-Filmen wieder auferstehen zu lassen.
Die Story schafft es auch über weite Strecken zu fesseln, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, die einzelnen Charaktere nicht hinreichend zu präsentieren. Die näheren Erklärungen einzelner Personen und ihrer Intentionen werden oftmals nur angerissen und dem zügigen Tempo des Films geopfert. Hinzu kommt, dass der ein oder andere Zwischenfall, wie z.B. der tragische Unfall zu Beginn des Films, nicht ganz glaubhaft herüber kommen. Dabei hätten diese Szenen mit ein bisschen mehr Fantasie und Sorgfalt, deutlich effektiver und glaubwürdiger umgesetzt werden können. Die Auflösung des Films, inklusive des Finales, wird das Publikum sicherlich spalten. Die einen werden es angemessen und passend beurteilen, während andere es lang vorsehbar und unspektakulär einordnen werden. Doch das sind alles eher Randnotizen, über die man sich erst am Ende des Films so recht Gedanken machen wird, da während der gesamten Laufzeit nur wenig Zeit dafür bleibt. Mit zügigem Tempo wird auf spannende Art und Weise eine mystische, ohne große Bluteffekte auskommende Gruselstory erzählt, wie man sie heutzutage leider viel zu selten geboten bekommt. Wer hätte gedacht, dass gerade MTV die Gruselfreunde daran erinnern würde, wie das Horrorgenre auch ohne Blutfontänen bestens unterhalten kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und kommt ohne nennbare Höhen oder Tiefen auf den Schirm. Gleiches gilt auch für den deutschen Ton in Dolby Digital 5.1, der stets gut zu verstehen ist, aber nur gelegentlich leichten Gebrauch der Surroundlautsprecher macht.
Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.
Fazit:
„Beneath“ ist ein Gruselfilm alter Schule. Ohne den Einsatz effekthascherischer Gewaltbilder bemüht er die klassischen Spannungselemente und passt diese in eine zeitgemäße Handlung ein. Inhaltlich ist der Film zwar alles andere als wirklich rund und auch das Ende ist ein wenig unspektakulär geraten, insgesamt stellt diese MTV-Produktion aber einen höchst unterhaltsamen Gruselstreifen dar.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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78:38 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Holländisch |
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Bonusmaterial:
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Beneath
Beneath
Old-School-Grusel von New-School Machern
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Dagen Merrill Drehbuch: Dagen Merrill, Kevin Burke Darsteller: Nora Zehetner, Nora Zehetner, Gabrielle Rose, Jessica Amlee, Carly Pope, Timothy Paul Perez, Warren Christie, Nicola Anderson, Brenna O'Brien
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 25.10.2007
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