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DVD-Besprechung - Die wilden Hühner und die Liebe
Story:
Wie andere Leidensgenossinnen auch, machen die Wilden Hühner Sprotte (Michelle von Treuberg), Melanie (Paula Riemann), Trude (Zsa Zsa Inci Bürkle), Frieda (Lucie Hollmann) und Wilma (Jette Hering) die Höhen und Tiefen des Heranwachsens mit. Vor allem die ersten, kritischen Konfrontationen mit den unterschiedlichen Formen der Liebe machen den Mädchen zu schaffen und stellen dabei selbst ihre tiefe Freundschaft auf eine harte Probe.
Meinung zum Film:
Bereits gut ein Jahr, nachdem „Die Wilden Hühner“ im Kino lief, schaffte es auch der zweite Film mit der Mädchengruppe in die Lichtspielhäuser und nun auch den Weg in die Heimkinos. Als Vorlage für die Verfilmung diente überwiegend der fünfte und bislang letzten Roman der Serie, der den gleichen Titel hat wie der Film. Ein großes Merkmal des Films ist erneut seine frische Art, die Abenteuer der Titelheldinnen zu präsentieren, die mit einigen Konflikten des täglichen Lebens konfrontiert werden und auf diese höchst unterschiedlich, aber stets nachvollziehbar reagieren. Das Geschehen wird dabei in erster Linie aus Sicht der fünf Mädchen präsentiert, weswegen sich dieser in erster Linie auch an diese Alters- und Geschlechtsgruppe richtet.
Die zentrale Figur ist erneut Charlotte „Sprotte“ Slättberg, die wieder hervorragend von Michelle von Treuberg („Speer und er“) dargestellt wird. Ihre Mutter (Veronica Ferres / „Das Superweib“) steht kurz vor der Hochzeit mit dem von Sprotte als „Klugscheißer“ verschrieenen Thorben Mossmann (Oliver Stokowski / „Das Experiment“). Die Verbindung zwischen den Erwachsenen hat eher weniger mit Gefühlen zu tun, als vielmehr mit dem Gedanken, finanziell abgesichert zu sein und nicht allein im Leben dazustehen. Als dann allerdings auf einmal wie aus dem Nichts Charlottes Vater (Thomas Kretschmann / „King Kong“) vor der Tür steht, weiß ihre Mutter auf einmal nicht mehr so recht, ob die Hochzeit tatsächlich die richtige Entscheidung ist. Sprotte selbst ist sich ihrer Gefühle gegenüber ihrem Vater überhaupt nicht im Klaren, und durch den inneren Zwist, wie sie die gesamte Situation einordnen soll, gerät auch ihr Leben und ihr Denken über Verbundenheit sehr stark ins Wanken.
Melanie hat mit den Folgen ihrer Trennung von Willi zu kämpfen, der sie für ein älteres Mädchen sitzen ließ. Als Wilma dann offenbart, dass sie sich zu Leonie, einer Mitschülerin hingezogen fühlt, bricht für Melanie die Welt endgültig zusammen und sie möchte mit Wilma nichts mehr zu tun haben. Die homosexuellen Neigungen Wilmas sind für diese Art Film ein höchst heikles Thema, das aber auf einer natürlichen und feinfühligen Weise präsentiert wird, dass es sich bestens in die Geschichte einpasst. Trude schwärmt indes vergebens für den Sonnyboy der Schule, „verliebt“ sich später dann aber in einen anderen Jungen, während Frieda ihre Beziehung mit Maik weiterhin genießt. Das Thema Liebe und Gefühle wird von Regisseurin Vivian Naefe („Meine Tochter gehört mir“) sehr feinfühlig und auf das Zielpublikum der heranwachsenden Mädchen ausgerichtet präsentiert. Für die Zielgruppe stellt der Film empfehlenswerte Unterhaltungskost der pädagogisch wertvollen Art dar. Lediglich reifere Semester werden die ein oder andere Abhandlung eines Nebenplots als recht flüchtig und oberflächlich bewerten, was aber im Grunde kein Kritikpunkt sein kann, da der Film ja für eine ganz andere Zielgruppe inszeniert wurde.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten, wenn auch nicht überragenden Eindruck, der sich im Durchschnitt aktueller Produktionen einreiht. Vor allem die Schärfe hätte einen Tick besser ausfallen können und auch feines Rauschen ist immer mal wieder zu erkennen. Der deutsche Ton in wahlweise dts oder Dolby Digital 5.1 ist immer gut verständlich, in Sachen Surroundsound aber eher zurückhaltend.
An Extras gibt es auch beim 2. Abenteuer der Wilden Hühner wieder einiges zu finden. Das für das TV produzierte Making Of hat zwar einen recht hohen Werbecharakter, wird aber die junge Zielgruppe trotzdem bestens unterhalten dürfen. Die zahlreichen Interviews mit den Darstellern und den Verantwortlichen hinter den Kulissen reihen sich nahtlos an den Eindruck des Making Ofs ein und sorgen in vergleichbarer Weise für kurzweilige Unterhaltung. In „Stimmen zum Sommernachtstraum“ erzählen die Darsteller an Hand ihrer Rollen im Stück die Geschichte des Dramas in leicht verständlichen Worten. Es folgen noch Musikclips zum Mit- oder selber Singen sowie der Titelsong des Films als Klavier- oder Orchesterversion, nebst zugehöriger Noten im DVD-ROM-Teil im pdf-Format. Den Abschluss machen die bei Constantin Film üblichen Tafeln mit knappen Darstellerinfos.
Fazit:
"Die Wilden Hühner und die Liebe" schlägt in selbige Kerbe wie schon der erste Film um die Heldinnen aus den Roman von Cornelia Funke. Reifere Semester könnten bemängeln, dass die Themen im Film viel zu oberflächlich und kurz betrachtet werden. Dem Zielpublikum bestehend aus heranwachsenden Mädchen wird das egal sein, sie bekommen erneut ein mitreißendes Abenteuer mit ihren Heldinnen geboten und dürfen sich erneut gedankenlos die DVD zulegen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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103:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Stimmen zum Sommernachtstraum
- Interviews
- Musikvideos
- Titelmusik als Playback
- Darstellerinfos
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Die Wilden Hühner und die Liebe
Die Wilden Hühner und die Liebe
Das verwirrende Feld der Liebe im Leben eines heranwachsenden Mädchen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2007 Regie: Vivian Naefe Drehbuch: Marie Graf, Vivian Naefe, Uschi Reich (basierend auf den Romanen von Cornelia Funke) Darsteller: Michelle von Treuberg, Paula Riemann, Jette Hering, Lucie Hollmann, Zsa Zsa Inci Bürkle, Veronica Ferres, Thomas Kretschmann, Jessica Schwarz, Doris Schade
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 11.10.2007
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