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DVD-Besprechung - Ocean's 13

Story:
Wenn Danny Oceans Gaunerteam abrechnet, macht es Kassensturz: Jemand bezahlt und im schlechtesten Fall stürzt er! Diesmal haben sie Willy Bank (Al Pacino) in Las Vegas im Visier! Bank hat Danny Oceans Freund und Mentor Reuben Tishkoff (Elliott Gould) übers Ohr gehauen. Der liegt nun im Krankenhaus und sein Zustand ist kritisch. Was Bank nicht bedacht hat: Einen von Oceans Original-Elf hat er zwar ausgeschaltet, aber die übrigen nicht. Und die haben jetzt ein gemeinsames Ziel. Sie wollen es Bank heimzahlen – genau an jenem Abend, an dem er seinen größten Triumph feiern will: die Eröffnung seines neuen Casinos, das passenderweise „Die Bank“ heißt. Oceans Männer entwickeln eine zweigleisige Strategie. Zunächst werden sie ihn finanziell ruinieren, indem sie das Prinzip auf den Kopf stellen, dass das Casino immer gewinnt. Doch dabei geht es nur um Geld. Der K.o.-Schlag soll ihn dort treffen, wo es am meisten wehtut: Als einziger Hotelier genießt Bank den Ruf, dass jedes seiner Hotels mit den fünf Diamanten des Royal Review Board ausgezeichnet worden ist.

Meinung zum Film:
Man nehme ein dutzend bekannte und weniger bekannte männliche Schauspieler, setze sie zusammen mit ihrem guten Kumpel Steven Soderbergh („Traffic“) in ein Flugzeug nach Las Vegas, bestelle Ellen Barkin ans Filmset und lasse sie anschließend alle Beteiligte ein paar Tage viel Spaß vor der laufenden Kamera haben. Das Resultat, vorausgesetzt der Drehbuchautor hatte auch noch etwas Spaß beim verfassen des Scripts, ist ein Film mit dem Titel „Ocean’s 13“. Denn eines ist ganz sicher, diese Leute hatten jede Menge Spaß vor und hinter der Kamera in Las Vegas und man spürt dies in jeder Einstellung des Films. Im Gegensatz zu „Ocean’s 12“, wo Soderbergh zwar auch etwas Spaß gehabt haben muss, aber das Script ignoriert und beim Schnitt keinen Bock mehr zu haben schien – anders ist das Verwirrspiel nicht zu erklären -, ist der dritte Teil dieser erfolgreichen Filmreihe bestes Entertainment!

Irgendwie merkt man als Zuschauer, dass mehr drin steckt, denn der Einsatz der Split-Screens erinnert wieder an die Gaunerkomödien der 50er/60er Jahre und George Clooney („Syriana“, „The Good German“) erinnert nicht von ungefähr einmal mehr an den grossen Cary Grant. Die Vorbereitung des Rachefeldzugs geht fließend in den eigentlichen Racheakt über und ist so voller Witz und Ideen, dass man gar nicht erst auf die Idee kommt sich zu fragen, ob dies denn alles überhaupt möglich bzw. machbar ist. Man schaut den charmanten Gaunern einfach gerne zu und freut sich auf den – wohlverdienten – Niedergang des „Bösewichts“ in der Gestalt von Al Pacino („Insomnia“). Dieser wiederum gibt 200% und ist als skrupelloser Casino-Besitzer Willy Bank die Idealbesetzung. Dies gilt auch für Ellen Barkin („Sea of Love“), die als Banks Assistentin zusammen mit Al Pacino den elf Ocean’s Jungs fast schon die Schau stielt.

Erneut konnte Steven Soderbergh den kompletten, männlichen Cast aus den beiden ersten Filmen vor der Kamera versammeln: George Clooney, Brad Pitt („Babel“), Andy Garcia („Smokin’ Aces“), Matt Damon („Das Bourne Ultimatum“) und Co. haben sich in Las Vegas eingefunden und zeigen getreu dem Motto der amerikanischen Wüstenstadt Entertainment pur. Die beiden Damen aus dem ersten und zweiten Film - Julia Roberts und Catherine Zeta-Jones - werden nur noch am Rande erwähnt und so gesehen muss man sich schon Fragen, ob der Film trotz der zahlreichen Schauwerte für das weibliche Geschlecht nicht viel eher ein Männerfilm geworden ist – oder ganz einfach ein Film für Jedermann bzw. Jederfrau!

Digitale Aufarbeitung:
Bild und Ton der DVD sind in Ordnung. Die Schärfe ist gut, die Farben knackig und wirken echt. Ohne Rauschen kommt das Bild nicht aus, aber damit kann man leben. Der Ton bietet ein paar nette Effekte, besonders im Casino. Ansonsten werden keine großen Erwartungen an ihn gesetzt.

Wer noch nicht weiß wohin er in seinem nächsten Urlaub reisen will, für den ist das Ziel nach dem Extras „Las Vegas: Eine eindrucksvolle Illusion“ klar! Die 25-minütige Dokumentation wirft einen interessanten Blick auf die Stadt der Glückspieler. Im zweiten Special macht Produzent Jerry Weintraub einen Rundgang durch das Filmcasino „The Bank“. Nach diesem Extra kann man sich die verzweifelte Suche nach dem Casino beim Las Vegas-Trip sparen, denn die Ausstattung ist komplett im Studio entstanden. Den Abschluss bilden ein paar geschnittene Szenen und auch sie sind wie die beiden anderen Extras mit deutschen Untertiteln versehen. Auf ein Making of und Kommentare wurde verzichtet.

Fazit:
Fans der beiden ersten Ocean's-Filme werden am dritten Teil nicht vorbei kommen. Wem der zweite Teil nicht so gefallen hat, der wird mit dem dritten dafür entschädigt und wer Stars sehen will, die Spaß vor und hinter der Kamera hatten, der ist hier richtig. Die DVD sorgt für gute Unterhaltung, auch wenn das Bonusmaterial etwas knapp ausgefallen ist.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
2,40:1
2,40:1
116:54 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Spanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch
Bonusmaterial:
  • Las Vegas: Eine eindrucksvolle Illusion
  • Eine Tour durchs Casino mit Jerry Weintraub
  • Zusätzliche Szenen
Ocean's 13 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ocean's 13
Ocean's Thirteen

Mann, hatten die Jungs einen Spaß diesen Film zu drehen


Autor der Besprechung:
Gastautor

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Steven Soderbergh
Drehbuch:
Steven Soderbergh
Darsteller:
George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Andy Garcia, Al Pacino, Don Cheadle, Bernie Mac, Ellen Barkin, Casey Affleck, Scott Caan, Eddie Jemison, Shaobo Qin, Rob Reiner, Elliott Gould

Label Deutschland :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart Deutschland :
12.10.2007