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DVD-Besprechung - Wrong Turn 2: Dead End
Story:
„US“ steht für „Ultimate Survival“ und soll ein noch nie da gewesenes Dschungelcamp für das Fernsehen werden. In diesem Wettstreit geht es nicht um gemeinschaftliche Leistungen, sondern nur darum, dass einer den anderen ausstechen soll und jeder für sich kämpft. Doch das Camp wird von den Produzenten ausgerechnet in einem waldreichen Landstrich aufgebaut in dem Menschen leben, die nicht unbedingt dem entsprechen was gemeinhin unter dieser Bezeichnung läuft. Zudem haben diese Typen einen herzlichen Appetit auf Menschenfleisch.
Meinung zum Film:
Mit „Wrong Turn“ wurde 2003 das Slashergenre um ein weiteres Element erweitert. Eine gewisse Nähe zum „Texas Chainsaw Massacre“ war diesem sicherlich nicht abzusprechen und auch in „Wrong Turn 2“ ist die Verwandtschaft zu Leatherface und seiner Familie erkennbar. Hier werden die Teilnehmer eines Fernsehpilotprojektes in die Einöde der Wälder geschickt, um sich dort abschlachten zu lassen. Dschungelcamps sind dummerweise nichts Neues im TV und so versucht der junge Regisseur verzweifelt Szenen zu manipulieren. Das geht soweit, dass eine Teilnehmerin vor der Kamera Sex haben soll. Alle Teilnehmer der Show sind Profis und auf der Suche nach einem Kick für die Karriere. Ausgestattet mit Headsetkameras sind all ihre Schritte im Regiezentrum innerhalb eines LKW bildlich nachvollziehbar.
„Wrong Turn 2“ kämpft mit mehreren Problemen gleichzeitig. Zunächst ist da der Anspruch ein Horrorfilm zu sein, der nicht erfüllt wird. Es geht hier vielmehr in eine Richtung, die zuletzt von „Saw“ und ähnlichen Filmen eingeschlagen wurde. Richtige Gruseleffekte, Schockszenen oder eine unheimliche Atmosphäre sind Mangelware, dabei aber eigentliche Zeichen eines akzeptablen Horrorstreifens. Was bleibt sind die blutigen Szenen die recht üppig vorhanden sind, allerdings nicht komplett. Satte drei Minuten sind der Schere zum Opfer gefallen. Ein durchaus erkennbarer Schnitt erfolgt bereits direkt zu Beginn und es wird dem Zuschauer vorenthalten, wie die blasierte Blondine zweigeteilt und abtransportiert wird. Bei den anderen Szenen ist es ähnlich und die Effekte sind in sich deutlich gekürzt. Das kennt man aber auch schon vom ersten Teil, der von FSK18 auf FSK16 herunter geschnitten wurde. Trotz aller Kürzungen bleibt eine fehlende Jugendfreigabe berechtigt, denn der Rest ist schon sehr hart. Die Charaktere sind etwas sehr belanglos geworden und bedienen die üblichen Klischees der sich stetig dezimierenden Truppe. Splatterfans wird das egal sein, doch wer ein wenig Anspruch an einen Film stellt, der wird hier nicht seine Erfüllung finden. Die Maskenbildner haben hingegen erstklassige Arbeit geleistet und sehr gute Fratzen entwickelt. Zusammen mit den Leuten von den Spezialeffekten bilden sie ein gutes Team mit einem entsprechenden Ergebnis.
Wer den ersten Teil gesehen und gemocht hat, der kann hier ruhig zugreifen und wird vermutlich auch seine Unterhaltung finden. Andere werden sicherlich enttäuscht sein und dem Film mangelnde Innovation vorwerfen. In diesem Genre gibt es bereits eine schöne Bandbreite von Produktionen die deutlich unterhaltsamer sind wie z.B. jüngst „Severance“. Es ist schade, dass die guten Voraussetzungen nicht besser umgesetzt wurden und nur eine Wiederholung bekannter Filmszenen zu sehen ist. Sich nur auf den Splatter zu konzentrieren zieht heutzutage kein breites Publikum mehr an, da wird deutlich mehr erwartet.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut und verfügt über einen ordentlichen Kontrast. Die Farben sind ausgewogen und natürlich. Beim Ton müssen ebenfalls keine Abstriche gemacht werden, er hat einige Effekte jenseits des Scores zu bieten. Der deutsche dts-Track ist hierbei deutlich detailreicher als die anderen vorhandenen Tonspuren.
Beim „Making Of“ werden die Darsteller als erstes gefragt was ihnen Angst macht. Die Antworten sind durchaus unterschiedlich und ein interessanter Auftakt zum diesem Extra. Der Rest zeigt dann aber nur noch die üblichen Statements zum Dreh und die Phrasen wie toll es doch war, den Film zu drehen. Der Einblick in die Spezialeffekte ist wirklich klasse geworden und einige Splattereffekte und deren Umsetzung sind höchst interessant und aufschlussreich. Dem Bassisten der Band 311 ist ein kleines Kapitel gewidmet und er darf ein paar Gastkommentare zum Dreh abgeben, was wohl eher für Fans der Band interessant sein dürfte. Die Darstellerinfos bieten die üblichen Texttafeln zu den Akteuren und ihren bisherigen Arbeitsnachweisen.
Fazit:
„Wrong Turn 2“ hat nichts zu bieten, was nicht schon längst bekannt wäre. Die Aneinanderreihung von zugegeben harten Gewaltdarstellungen reicht nicht aus um eine runde Unterhaltung zu gewährleisten. Technisch ist an der DVD nichts auszusetzen und die Extras können sich, bis auf das Making Of, sehen lassen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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90:30 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Special Effects
- Am Set mit P-Nut
- Darstellerinfos
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Wrong Turn 2 - Dead End
Wrong Turn 2 - Dead End
Die Kannibalen haben die Räuber aus dem Wald vertrieben
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Joey Lynch Drehbuch: Alan B. McElroy, Turi Meyer Darsteller: Erica Leerhsen, Henry Rollins, Texas Battle, Aleksa Palladino, Daniella Alonso
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 25.10.2007
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