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DVD-Besprechung - Stories of Lost Souls
Story:
In insgesamt 7 Kurzfilmen werden Personen und Situationen gezeigt, in der die Protagonisten auf unterschiedliche Art und Weise „Lost“ sind: Lost in Body (The Same), Lost in Deceit (Euston Road), Lost in Identity (Standing Room only), Lost in Dreams (Supermarket), Lost in Love (New Years Eve), Lost in Mind (Bangers) und Lost in a Daze (A Whole new Day).
Meinung zum Film:
In Deutschland haben Kurzfilme mittlerweile eine eigene Tradition erlangt, vor allem im Bereich des Mysterythrillers, der Jahr für Jahr bei den “Shocking Shorts Awards“ die besten Beiträge auszeichnet. Regelmäßig sind bekannte Gesichter in den Kurzfilmen zu sehen, so auch im vorliegenden „Stories of Lost Souls“. Bei den Darstellern handelt es sich um gestandene Hollywoodgrößen, die ansonsten für große Produktionen vor den Kameras agieren. Die Zusammenstellung der 7 Episoden bietet einen bunten Genre-Mix und ist in den weltweiten Auswertungen nicht immer gleich. In den USA sind zum Beispiel nur 5 der im deutschsprachigen Raum veröffentlichten Episoden enthalten. „The Same“ und „A Whole new Day” sind dort kein Bestandteil der Sammlung.
Den Beginn der Episoden macht mit „The Same“ eine vom Stil an „Die fabelhafte Welt der Amélie“ erinnernde Kurgeschichte- Sie handelt von einem Kleinwüchsigen, der sich in die attraktive Nachbarin verliebt hat und alles versucht, sie für sich zu gewinnen. Insgesamt eine ganz nette Story mit einem kurzen Auftritt von Josh Hartnett („Lucky # Slevin“), die am ehesten als poetisches Märchen beschrieben werden kann. Die nächste Story mit dem Namen „Euston Road“ und Paul Bettany („The Da Vinci Code – Sakrileg“) als einen der Protagonisten ist mehr ein gespielter Witz ohne echten Überraschungseffekt und kann nur bedingt überzeugen. Was folgt ist mit „Standing Room only“ ein eher alberner, an alte Benny-Hill-Sketche erinnernder Klamauk mit Michael Gambon („Harry Potter und der Orden des Phönix“), Hugh Jackman („X-Men“), Mary Elizabeth Mastrantonio („Robin Hood - König der Diebe“) und Andy Serkis („Der Herr der Ringe“). Dieser kommt allerdings nicht sonderlich heiter herüber und das Ende ist auch schon sehr früh zu erahnen. Deutlich besser geraten ist die nächste Episode mit dem Namen „Supermarket“, in der sich Illeana Douglas („Echoes“) selbst spielt, in einem Supermarkt arbeitet und wie eine Praktikantin für einfache Arbeiten herangezogen wird. Fans sprechen sie dort an und letzten Endes gibt sie gegen den Willen ihres Chefs eine kleine Darbietung in den Gängen. Als weitere Gäste sind noch Jeff Goldblum („Jurassic Park“) und Daryl Hannah („Kill Bill“) in der Episode zu sehen. Das große Manko dieser ist, dass sie im Grunde kein richtiges Ende hat und gegen Ende nicht mehr ganz den Witz und Charme versprüht wie zu Beginn.
Die folgende Kurzgeschichte „New Years Eve“ wirft einen Blick auf das dekadente, vergnügungssüchtige Treiben der Menschen in den etwas gehobenen Klassen, ohne dabei jedoch echte Substanz zu bieten. Es werden oberflächliche Klischees präsentiert und trotz der Präsenz von Keira Knightley („Fluch der Karibik“) als 15-jähriges Partygirl mit Ambitionen dümpelt der Beitrag weitestgehend nur langsam vor sich hin. Unterhaltsamer ist da schon der Blick in „Bangers“ auf das durchschnittliche Leben im Reihenhaus, wo Cate Blanchett („Tagebuch eines Skandals“) in einer grandiosen Darstellung sich über die fehlenden Sozialkompetenz eines Kollegen lustig macht, am Ende dann aber sturzbetrunken das Essen auf dem Fußboden serviert. Den Abschluss der Sammlung bildet „A Whole new Day” mit James Gandolfini (“Die Sopranos”), in dem dieser einen Mann spielt, der nach durchzechter Nacht in seiner völlig leergeräumten Wohnung aufwacht, während seine Frau zu Hause auf ihn wartet. Die Auflösung soll wahrscheinlich überraschen, doch sie dürfte den meisten bereits in den ersten Sekunden klar sein. Aber zumindest Gandolfini weiß in seiner Darstellung ohne Wenn und Aber zu überzeugen. Ganz so überzeugend fällt das Gesamturteil zu der Kurzfilmsammlung „Stories of Lost Souls“ dann zwar nicht aus, aber wer ein Faible für Shortfilms hat und einem bunten Genre-Mix generell positives abgewinnen kann, sollte hier ruhig zugreifen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen schwachen Eindruck, der bei den unterschiedlichen Episoden unterschiedlich stark auftritt. Rauschen ist stets sehr deutlich zu sehen, teilweise zusammen mit einem sehr schlechten Schärfegrad und deutlichen Nachzieheffekten. Doppelkonturen sind ebenfalls immer wieder zu erkennen. Der deutsche Ton ist in Dolby Digital 5.1 vorhanden und gut zu verstehen. Die hinteren Lautsprecher bleiben allerdings stumm.
Extras gibt es keine.
Fazit:
„Stories of Lost Souls“ bietet einen bunten Genremix bestehend aus 7 Kurzgeschichten. Mit unterschiedlicher inhaltlicher Qualität, aber stets mit bekannten Gesichtern bietet die Sammlung Freunden von Episodenfilmen unterschiedlicher Couleur gute Unterhaltung. Wer sich dazu zählt, kann beruhigt zugreifen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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85:54 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Surround |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Stories of Lost Souls
Stories of Lost Souls
Bunter Genremix mit unterschiedlicher Unterhaltungsqualität
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Argentinien / Australien / GB / USA, 2001 - 2006 Regie: Deborra-Lee Furness, William Garcia, Colin Spector, Toa Stappard, Andrew Upton, Illeana Douglas, Mark Palansky Drehbuch: Deborra-Lee Furness, William Garcia, Tristram Pye, Colin Spector, Andrew Upton, Illeana Douglas, Mark Palansky Darsteller: Josh Hartnett, Jason Acuña, Jacqui Maxwell, Paul Bettany, Michael Gambon, Hugh Jackman, Mary Elizabeth Mastrantonio, Andy Serkis, Illeana Douglas, Jeff Goldblum, Daryl Hannah, Keira Knightley, Cate Blanchett, James Gandolfini
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 28.09.2007
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