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DVD-Besprechung - Rom - Staffel 1
Story:
Im Jahr 52 vor Christus ist Rom eine Weltmacht. Pompeius Magnus (Kenneth Cranham), das Oberhaupt des Senats, ist überhaupt nicht erfreut darüber, dass sein einstiger Freund Julius Caesar (Ciarán Hinds), 8 Jahre nach dem Sieg über die Gallier als mächtiger Mann in das Zentrum der Macht zurückkehren will. Mit den Armeen des Caesar kehren auch die beiden Freunde, Centurio Lucius Vorenus (Kevin McKidd) und Legionär Titus Pullo (Ray Stevenson) nach Rom zurück, die die Macht- und Ränkespiele im Senat mit ansehen müssen, die durch Korruption, Machthunger und ein Leben voller Maßlosigkeit immer weiter vorangetrieben werden.
Meinung zum Film:
Die TV-Serie „Rom“ ist mit rund 100 Mio. US$ die derzeit teuerste TV-Serien-Produktion. Unter der Leitung der 3 Pay-TV-Sender HBO (USA), BBC (UK) und RAI (Italien), sowie dem Rechtehändler EOS wurde bei dieser mit großem Aufwand produzierten Serie das Leben im antiken Rom nachgezeichnet. In einer sehr ausführlichen Weise werden geschichtliche Fakten, die einigen aus dem Schulunterricht bekannt sein dürften, in Spielfilmform präsentiert. Die Orientierung an den tatsächlichen Hintergründen ist im Vergleich zu anderen Produktionen relativ groß, allerdings sollte man nicht immer alles auch für bare Münze nehmen. Auch an Sex- und Gewaltszenen wurde nicht gespart, man hatte es sich immerhin auf die Fahne geschrieben, ein möglichst authentisches Bild der damaligen Zeit auf die Bildschirme zu bringen. Ein großer Beitrag zur Authentizität der Serie ist sicherlich die Tatsache, dass neben aufwendigen Dreharbeiten in den Cinecittà Studios in Rom auch in der Stadt selbst gedreht werden konnte. Wo sonst, wenn nicht in Rom selbst, könnte die Atmosphäre der einstiegen führenden Metropole besser eingefangen werden. Die Szenerie wirkt dadurch sehr lebendig und nicht so künstlich und steril, wie es oftmals in vergleichbaren Produktionen der Fall ist.
In den ersten drei Folgen werden die Charaktere eingeführt, ihre Motivationen und Positionen im Machtgefüge gezeigt und die ersten Intrigen geschmiedet. Das Tempo ist hierbei relativ zügig und in interessanter und fesselnder Weise wird der Zuschauer schnell in die Geschichte eingeführt und in ihren Bann gezogen. Regie bei diesen Episoden führte der Hollywooderfahrene Michael Apted, der mit Filmen wie „Gorillas im Nebel“ und „James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug“ bereits bewiesen hat, dass er über Inszenierungsgeschick verfügt, sowohl im Action- als auch im Charakterbereich. Ab der 4. Episode wird es dann allerdings erst mal ein wenig ruhiger. Michael Apted verließ den Regiestuhl, der dann von verschiedenen Regisseuren übernommen wurde, die in erster Linie einzelne Episoden aus verschiedenen TV-Serien in ihrem Portfolio vorzuweisen haben. Die Klasse der ersten drei Episoden kann im späteren Verlauf der Serie nicht mehr erreicht werden, stellenweise wirkt das Gemisch aus Sex und Verrat wie in einer waschechten Soap-Opera, wobei sich das Geschehen aber selbst in schwächeren Momenten durchweg durch das stimmungsvolle Ambiente von üblicher 08/15-Kost abhebt. Etwas derber zu geht es in der 11. Episode „Die Beute“, wo Pullo sich in der Arena mit Gladiatoren misst und wo dann Gliedmaßen effektvoll und unter Einsatz von reichlich Kunstblut abgetrennt werden. Durch dieses Spektakel ist das „KJ“-Siegel sicherlich berechtigt, alle anderen Folgen entsprechen jedoch den Versionen auf der ebenfalls erhältlichen FSK-16-Box.
Eine große Stärke der Serie ist es sicherlich, eine gelungene Mischung aus ernsthafter Aufbereitung geschichtlicher Fakten und einer lockeren Atmosphäre gefunden zu haben, ohne eine zu dominant zu präsentieren, bzw. die jeweils andere als störend erscheinen zu lassen. Die teils drastische Ausdrucksweise und die recht überspitzt dargestellte Dekadenz einiger Figuren sind immer wieder für den ein oder anderen Lacher gut. Ray Stevenson („King Arthur”) in der Rolle des Titus Pullo dürfte für die meisten die wohl sympathischste Figur in der Serie sein. Er ist ein einsilbiger Vertreter der Gattung Mann, der sich unter seiner rauen Schale einen weichen Kern beibehalten hat. Zusammen mit seinem immer wieder als stichwortgebenden Freundes Lucius Vorenus, dargestellt von Kevin McKidd („Trainspotting“) sorgt er vor allem zu Beginn für einige stimmungsvolle Momente. Ciarán Hinds („Das Phantom der Oper“) versteht es in der Rolle des Julius Caesar zu glänzen und auch der Rest des Casts liefert durchweg sehr gute Leistungen ab, wodurch „Rom“ zu einem sehenswerten Beitrag geworden ist, der Freunden historischer Geschichten nur wärmstens empfohlen werden kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen richtig guten Eindruck. Vor allem die Detailschärfe weiß zu überzeugen. Der Ton in Dolby Digital 5.1 ist stets klar verständlich. Gelegentlich sind auch aus den Surroundkanälen Klänge zu vernehmen, von großem Effektsound kann dabei allerdings nicht die Rede sein.
Einen großen Teil der Extras machen die Audiokommentare aus, die zu 8 Episoden verfügbar sind und von unterschiedlichen Künstlern gesprochen wurden. Des Weiteren gibt es einen Bildschirm-Leitfaden zu den Folgen mit dem Namen „Alle Wege führen nach Rom“, eine Vorstellung der einzelnen Filmfiguren namens „Freunde, Römer, Mitbürger“, eine ausführliche Aufschlüsselung der Szenen „Caesars Triumph“ und „Gladiator“, den Blick auf die Erstellung der Kulissen und die Vorbereitung zu den Dreharbeiten mit dem Titel „Der Aufstieg von Rom“, sowie den geschichtlichen Hintergrundbericht „Wer nach Rom geht“. Abschließend folgt noch eine Fotogalerie. Der sehr stilvoll gehaltenen, stabilen Holzbox liegt noch ein kurzer Episodenführer nebst kurzer Präsentation zentraler Filmfiguren bei.
Fazit:
„Rom“ gehört sicherlich zu den faszinierendsten Serienproduktionen der letzten Zeit, welche vor allem durch ihre authentische Inszenierung, ihrer Verarbeitung von geschichtlichen Fakten und der teilweisen Überzeichnungen einzelner Figuren überzeugen kann. Nach einem fulminanten Start in den ersten 3 Episoden setzt sich zwar immer mehr der Eindruck einer historischen Soap-Opera durch, die aber immer noch deutlich besser als so manch andere, vergleichbare Produktion zu unterhalten weiß.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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12 Episoden a ca. 50 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Niederländisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentare zu 8 Episoden
- „Alle Wege führen nach Rom“ - Interaktiver Bildschirm-Leitfaden zu allen Folgen
- „Freunde, Römer, Mitbürger“
- Szene für Szene „Caesars Triumph“
- Szene für Szene „Gladiator“
- „Der Aufstieg von Rom“
- „Wer nach Rom geht“
- Fotogalerie
- Booklet
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Rom - Staffel 1
Rome - Season 1
Toll trieben es die alten Römer...in jedweder Hinsicht
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / USA, 2005 Regie: Michael Apted, Allen Coulter, Alan Poul, Steve Shill, Timothy Van Patten, Alan Taylor Drehbuch: Bruno Heller, Scott Buck, Todd Ellis Kessler, Mere Smith (basierend auf einem Konzeptvon John Milius undWilliam J. MacDonald) Darsteller: Ray Stevenson, Kevin McKidd, Ciarán Hinds, Kenneth Cranham, Kenneth Cranham, Karl Johnson, Paul Jesson, David Bamber, Tobias Menzies, James Purefoy, Kerry Condon, Indira Varma, Max Pirkis, Lyndsey Marshal
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 13.08.2007
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