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DVD-Besprechung - Ein Song zum Verlieben
Story:
Larry (Stanley Tucci) ist Bar-Pianist auf Mallorca und hängt seiner nicht existenten Karriere nach. Doch er hat einen Traum, verehrt er doch einen verstorbenen Musiker, dessen Werke ihn sehr berühren. Um ihn zu ehren, möchte er an einem ganz besonderen Ort ein Konzert des Künstlers inszenieren und bekommt sogar von der Witwe (Marisa Paredes) des Komponisten die Erlaubnis dazu. Fortan stürzt sich Larry in die Vorbereitung, bis eines Tages eine junge Frau vor ihm steht, die behauptet, seine Tochter Frankie Jeffers (Jena Malone) zu sein, die er bei einem Abenteuer in Boston gezeugt haben soll.
Meinung zum Film:
„Ein Song zum Verlieben“ ist eine Produktion, die in die Kategorie Herz- und Weltschmerz gehört. Es gibt zwar einen leichten Anflug von Humor, doch dieser wirkt sehr bemüht und verpufft schließlich, ohne die beabsichtigte Wirkung zu erzielen. Recht zäh und mit deutlichen Lägen versehen, quält sich die Geschichte über rund 108 Minuten. Aber selbst gestrafft könnte die Konstellation der Story nicht mehr viel herausholen, da sie zu sehr konstruiert wirkt. Allenfalls Freunde von leicht entrückten Zeitgenossen, die an der Wirklichkeit vorbei leben, werden an diesem Drehbuch ihre Freude haben.
Der Kern des Plots dreht sich um ein Konzert, in dem nur die Stücke eines verstorbenen Komponisten gespielt werden sollen. Die Rechte an den Werken besitzt jedoch seine Witwe, die sich bislang aber geweigert hat, diese für eine Aufführung frei zu geben. Hier ist die erste Merkwürdigkeit, denn es wird erklärt, dass sich schon einige Musik-Profis um ein solches Event bemüht haben und abgewiesen wurden. Ausgerechnet ein verkrachter amerikanischer Klavierspieler bekommt dann bei seinem ersten Vorsprechen den Zuschlag. Sehr merkwürdig, zumal ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt eine junge Frau auf Mallorca auftaucht, die vorgibt, seine Tochter zu sein. Diese zwei Eckpunkte der Handlung wirken zu gekünstelt und absolut unglaubwürdig.
Der Rest ist eine Ansammlung von pseudointellektuellem Künstlergefasel mit einem Touch von Aussteigertum. Geboten werden noch viele verkrachte Existenzen, die auf Mallorca, Glücksrittern gleich, den Erfolg suchten und lediglich eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten gefunden haben. Stanley Tucci („Lucky # Slevin“) spielt den Barpianisten Larry, der einst aus dem fernen Amerika kam, um in Europa seine goldene Zukunft zu finden. In seinem persönlichen Versagen entsteht sein fester Wille seinem musikalischen Vorbild ein Denkmal zu setzen. Wenn der Film ein Highlight hat, dann ist es vermutlich der leicht verschrobene, schnodderige Dickie, der von Rhys Ifans („Little Nicky – Satan Junior“) dargestellt wird.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild weist angenehme, realistische Farben auf, doch leider zieht sich durch den ganzen Film ein deutliches Rauschen. Der dts-Ton ist ordentlich und detailreich, allerdings sollte niemand ein Surroundgewitter erwarten. Für das Genre wäre dies auch untypisch, jedoch wirkt die Musik sehr intensiv.
Extras gibt es keine.
Fazit:
„Ein Song zum Verlieben“ scheitert an seinem Anspruch, ein wenig Humor in ein Drama einzustreuen und in der Unglaubwürdigkeit der tragenden Säulen der Geschichte. Die technische Umsetzung ist akzeptabel und bietet keine echten Schwächen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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107:34 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Ein Song zum Verlieben
Four Last Songs
Verklemmte Komik im Dramagewand
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Spanien/GB, 2007 Regie: Francesca Joseph Drehbuch: Francesca Joseph Darsteller: Stanley Tucci, Rhys Ifans, Hugh Bonneville, Jena Malone, Jessica Hynes
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 26.10.2007
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