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DVD-Besprechung - Superstorm - Hurrikan außer Kontrolle
Story:
Immer größere Hurrikans bescheren der Menschheit immer größere Katastrophen mit verheerenden Auswirkungen. Eine im Verborgenen bleibende Gruppe beauftragt mittels Katzenberg (Tom Sizemore) die besten Wetterforscher der Welt, um einen Weg zu finden, die Laufbahn und die Stärke von Hurrikans zu beeinflussen. Doch nicht alles, was aus gutem Bestreben heraus gemacht wird, hat auch immer die gewünschte Wirkung. Bei einem Versucht wird anstelle einer Abschwächung eines Hurrikans dieser noch verstärkt und zieht in Richtung der Stadt New York vor.
Meinung zum Film:
Die BBC ist bekannt für seine guten und fundierten Dokumentationen, die teilweise in dramaturgisch ansprechenden Doku-Spielfilmen präsentiert werden. Ein äußerst gelungenes Beispiel für solch gelungene Beiträge ist der kürzlich bei Polyband veröffentlichte „Rom und seine großen Herrscher“. Während sich dieser Beitrag mit antiken Themen und Personen beschäftigte, ist beim „Superstorm“ ein höchst aktuelles Thema zu erleben, das sich nur zum Teil auf wissenschaftliche Fakten berufen kann und sich viel mehr mit Theorien beschäftigt. Theorien darüber, wie große Naturkatastrophen, die durch Unwetter verursacht werden in den Griff zu bekommen sind, damit diese ihre verheerenden Zerstörungen gar nicht erst beginnen können.
Rein vom Spielfilmteil betrachtet erleidet „Superstorm“ schon recht bald selbst Schiffbruch. Die Charaktere sind durchweg eindimensionale, platte und unglaubwürdige Charaktere, die kaum eine Bindung zum Publikum aufbauen und schablonenhaft vorhersehbar auf die verschiedenen Ereignisse reagieren. Das Forscherteam besteht aus verschiedenen Archetypen, die natürlich wegen ihrer unterschiedlicher Ansichten aufeinanderprallen, sich im weiteren Verlauf aber, wie sollte es anders sein, im Dienste der Wissenschaft und zum Wohle der Menschheit zusammenraufen, bis einer von Ihnen Verrat an der Gruppe begeht. Die Dramaturgie des Filmes ist für eine BBC-Produktion erstaunlich schlecht geraten und die von durchschnittlich bis schlecht agierenden Schauspieler, die größtenteils in TV-Produktionen und –Serien zu Hause sind, tragen den Rest dazu bei, dass die knapp 3 Stunden größtenteils ziemlich langweilig oder zäh geraten. Tom Sizemore („Black Hawk Down”) schafft es als einziger, ein wenig Kinogefühl aufkommen zu lassen, hat aber in einer Nebenrolle nur sehr begrenzte Bildschirmzeit.
Auch die Geschichte selbst schafft es nur ganz selten, ein wenig Spannung aufkommen zu lassen. Teils eingestreute Originalaufnahme von echten Katastrophen und die ein oder andere computergenerierte Szene schaffen es, den Film nicht als kompletten Langweiler verkommen zu lassen. Richtig ansprechend wird „Superstorm“ allerdings erst in den letzten rund 20 Minuten, wenn der Hurrikan auf New York zusteuert und die Metropole Manhattan im schlimmsten Fall zu zerstören droht. In diesen Momenten bietet der Film endlich das, was man im Grunde schon viel früher von ihm erwartet hätte. Doch anstelle der Dramatik und interessant dargebotener Fakten werden meist nur langweiliges Geschwätz, müden Verschwörungstheorien und trockene Planspiele um die Einflussmöglichkeiten auf Katastrophen geboten. Und auch nach dem großen, finalen Einschlag des Hurrikans auf das Festland geht es gleich wieder mit sentimentalem und unpassenden Szenen weiter, wodurch nicht einmal das Finale durchgehend einen von der BBC gewohnten Standard halten kann.
Digitale Aufarbeitung:
Abgesehen von feinem Rauschen im Bild, das fast durchgehend zu erkennen ist, gibt es keine Klagepunkte. Originalaufnahmen im Film haben zwar eine deutlich schlechtere Qualität, was aber in der Sache begründet und von daher nicht als Kritikpunkt angesehen werden kann. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar zu verstehen und auch der Surroundbereich wird immer wieder genutzt.
Als Extra gibt es die rund 45-minütige Dokumentation „Stormbusters – Wie stoppt man einen Hurrikan?“, die das Thema des Films deutlich ansprechender präsentiert und wesentlich besser zu informieren und unterhalten weiß als der Hauptbeitrag. Auch das beiliegende Booklet, das zusätzliche Informationen zum Thema Hurrikans bieten kann, stellt sich als gute Beilage heraus.
Fazit:
„Superstorm“ hört sich vom Ansatz betrachtet äußerst interessant an, doch durch seine unzureichende Dramaturgie, seinen schablonenhaften Charakteren und dem müden Aufbau der Geschichte, weiß er abgesehen vom Finale niemals so recht zu unterhalten. Da ist man von der BBC deutlich besseres gewohnt. Die Extras bieten bei dieser Veröffentlichung den eigentlichen Unterhaltungswert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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176:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Stormbusters - Wie stoppt man einen Hurrikan?
- Booklet mit Hintergrundinformationen zum Thema Hurrikans
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Superstorm - Hurrikan außer Kontrolle
Superstorm
Statt eines ausgereiften Orkans bietet der Film nur ein laues Lüftchen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 2007 Regie: Julian Simpson Drehbuch: Julian Simpson, Edward Canfor-Dumas Darsteller: Nicola Stephenson, Chris Potter, JR Bourne, Cas Anvar, Nicolas Wright, Jana Carpenter, Tom Sizemore, Maury Chaykin
Label :
Polyband
Verkaufsstart : 12.10.2007
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