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DVD-Besprechung - Just Friends - No Sex

Story:
Chris Brander (Ryan Reynolds) ist ein erfolgreicher Musikproduzent und kommt nach zehn Jahren zufällig wieder in seinen heimatlichen Vorort in New Jersey zurück. Ein Trip in seine wenig glorreiche Vergangenheit, hatte er sich doch in seine damals beste Freundin verliebt, aber aufgrund seines Übergewichts keine Chance bei ihr. Herb enttäuscht hatte er sich damals fluchtartig in seine Karriere gestürzt und dabei nicht nur seinen Charakter, sondern auch seinen Körper geformt. Nun trifft er erneut am auf Jamie (Amy Smart) und prompt steht seine Gefühlswelt Kopf.

Meinung zum Film:
„Just Friends – No Sex“ ist eine schräge Liebeskomödie, die in der Highschoolzeit des Hauptdarstellers beginnt und nach gut zehn Minuten in die Gegenwart wechselt. Ryan Reynolds („Blade – Trinity“) kann einmal mehr zeigen, dass ihm witzige Rollen liegen und er die Damenwelt durch Charme, Witz und gutes Aussehen becircen kann. Es ist keine klassische Liebeskomödie wie z.B. „Pretty in Pink“, doch die Vorzeichen sind ähnlich, denn die Story basiert auf den Erfahrungen eines Außenseiters. Reynolds spielt den in seiner Jugend übergewichtigen Chris, der sich in seine beste Freundin verliebt. Doch diese innige Zuneigung ist zu seiner Enttäuschung leider einseitig, denn sie empfindet für ihn wie für einen Bruder.

Die klassischen zehn Jahre später hat der mittlerweile schlanke und gut aussehende Chris seinen Weg als Plattenproduzent gemacht, doch ein wirkliches Herzblatt hat er noch nicht gefunden. Der Zufall will es, dass es ihn wieder in seine alte Heimat in den Suburbs von New Jersey verschlägt, wo er natürlich auch wieder auf seine große Jugendliebe Jamie trifft. Ab hier gibt die ohnehin schon flüssige Inszenierung richtig Gas und die witzigen Situationen geben sich nahezu die Klinke in die Hand. Die Probleme des Protagonisten fangen schon allein damit an, dass er nicht allein in seine Heimat zurückkehrt, sondern einen kleinen Möchtegernstar an seiner Seite hat und diese gar nicht daran denkt, von ihm zu weichen. Diese kleine blonde Klette Samantha ist niemand anderes als Anna Faris, die zuletzt in „Scary Movie 4“ zu sehen war und ihre Comedy-Ader bereits ausreichend bewiesen hat. Als durchgeknallte Sängerin ohne irgendein sängerisches Talent nervt sie schnell den leidensfähigen Chris und auch den Zuschauer.

Die begehrte Jamie spielt Amy Smart die sich in Produktionen wie z.B. „Starsky & Hutch“ oder „Rat Race“ ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen konnte. Sie ist in der Geschichte diejenige, die in der Heimat zurück blieb und sich ein wenig mehr vom Leben erhofft hat. Sie ist eine warmherzige junge Frau, die bei ihren Wurzeln geblieben ist und sich fragt, warum ihr Jugendfreund Chris sie Knall auf Fall verlassen hat. Der äußere Rahmen der Geschichte die der bekannte Plot eines Typen, der wieder nach Hause kommt und sich erst einmal erklären muss, wie es ihm in der großen weiten Geschäftswelt ergangen ist. Wer z.B. „Grosse Point Blank“ kennt, der weiß, welche typischen Phrasen des Wiedersehens gedroschen werden.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut und überzeugt mit einem sauberen Kontrast und angenehm realistischen Farben. Zudem ist die Optik jederzeit scharf und gibt keinen Anlass zur Kritik. Beim Ton ist der dts-Track eindeutig die erste Wahl, da er doch sehr detailreich ist und eine Menge für die Ohren bietet.

Die Extras beginnen mit dem deutschen Trailer und dem Originaltrailer, gefolgt vom Musikvideo „Jamie smiles“, welches zwar recht kurz, aber auch witzig ist. Es folgen drei kurze Interviews mit den Hauptdarstellern, die leider ohne irgendeine Übersetzung auf den Zuschauer los gelassen werden. Die Produktionsnotizen bieten auf Texttafeln einige interessante Infos zum Film und zur Auswahl der Schauspieler. Weiterhin gibt es einen gut 15 Minuten langen Blick hinter die Kulissen und eine guten Eindruck von den Dreharbeiten. Als Abschluss gibt es noch ein paar Texttafeln mit Informationen zu den Stars und ihren bisherigen Werken.

Fazit:
„Just Friends – No Sex“ ist eine witzige Komödie rund um eine Liebesbeziehung die eigentlich früher hätte anfangen können, wenn beide gewollt hätten. Sie ist flott inszeniert, verfügt über schrägen Humor und kann voll und ganz überzeugen. Technisch bis hin zu den Extras passt alles.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,85:1
1,85:1
90:46 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Trailer deutsch
  • Musikvideo "Jamie smiles"
  • Interviews
  • Hinter den Kulissen
  • Darstellerinfos
Just Friends - No Sex - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Just Friends – No Sex
Just Friends

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Schräge Liebeskomödie mit Pfiff


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland/USA/Kanada, 2005
Regie:
Roger Kumble
Drehbuch:
Adam Davis
Darsteller:
Ryan Reynolds, Amy Smart, Anna Faris, Chris Klein, Chris Marquette

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
06.12.2007