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DVD-Besprechung - Black Sheep
Story:
Durch ein traumatisches Kindheitserlebnis hat Henry Oldfield (Nathan Meister) eine Todesangst vor Schafen. Als er einige Jahre nach seinem Umzug in die Stadt wieder auf die heimische Farm zurückkehrt, ahnt er nicht, dass seine Phobie neue Höhen erreichen soll. Ein aus einem geheimen Labor entwendetes, genmanipuliertes Killerschaf streift über die Koppeln und infiziert seine Artgenossen mit einem Erreger, der sie zu blutrünstigen Killerschafen werden lässt. Statt nach grünem Gras dürstet es ihnen nun nach blutroten Menschenfleisch.
Meinung zum Film:
Es wird nicht wenige geben, die sich jetzt denken werden „Wie bitte schön soll ich das denn verstehen? Killerschafe? Blöken die ihre Opfer zu Tode oder bewerfen sie diese mit Schafswolle?“ Doch keine Sorge, die Schafe in Jonathan Kings Debütfilm wirken nur zu Beginn harmlos, nach Einsetzen des Killerinstinktes und dem Hunger nach blutigem Fleisch ist Schluss mit niedlichem und frommen Blick. Wenn die wildgewordenen Herdentiere ihre Köpfe durch ein Gitter stecken und nach Menschen schnappen, kommt schnell ein Gefühl des Unwohlseins beim Betrachter auf und man kann den Begriff „lammfromm“ ab diesen Moment nicht mehr so leicht hinnehmen. Wenn die Tiere dann auch noch beginnen, ihre Opfer nach bester Zombiemanier zu zerlegen, wird manch einer die nächste Schafsherde, die friedlich auf der Weide grast, mit gemischten Gefühlen betrachten.
Doch „Black Sheep“ ist keinesfalls ein ernster Tierhorror, dem es um Erzeugung von Ekel und Spannung geht. Wie auch, kommt der Film doch aus Neuseeland und steht in der Tradition der Peter-Jackson-Filme wie „Bad Taste“ und „Braindead“. Und gerade mit letztgenanntem hat der Film einiges gemein, so hat zum Beispiel das Ursprungsschaf, das für den Beginn der Katastrophe sorgt, eine gewisse Ähnlichkeit mit der mutierten Affenratte. Auch dies ist kein Wunder, da WETA für beide Filme die Effekte produzierte und später auch mit Jackson an dessen „Herr der Ringe“-Trilogie arbeitete. Die Qualität der Goreeinlagen kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Es wird allerdings nicht versucht, möglichst realitätsnah zu arbeiten, sondern vielmehr die tief schwarzhumorige Atmosphäre des Films zu unterstützen. Dabei geht es stellenweise aber ganz schön derbe zu, weswegen die „KJ“-Freigabe durchaus als Warnungen für Zeitgenossen mit schwachem Magen verstanden werden sollte. Es gibt reichlich Kunstblut, abgerissene Körperteile und Innereien mit einigem an undefinierbaren Glibber zu bewundern, was durchaus bei dem ein oder anderen zu Magenverstimmungen führen könnte.
Der Humor im Film wird sicherlich mit gemischten Gefühlen aufgenommen werden. Vor allem die beiden Aktivisten, die sich für Umwelt und Tiere einsetzen, dabei aber die Katastrophe erst ins Rollen bringen, nerven irgendwann. Vor allem Experience mit ihrem Chakra und überzogenen Umweltgefasel zu den unmöglichsten Momenten ist selbst für diesen Film übertrieben albern und wird eigentlich nur noch von der schlechten schauspielerischen Leistung von Hauptdarsteller Nathan Meister übertroffen, der seine Mimik und Gestik kaum einmal im Griff hat. Die Charaktere wirken überhaupt durchgehend platt und uninteressant und bieten kaum einen Sympathieträger für den Zuschauer, was letzten Endes das ganz große Problem des Filmes in der Dramaturgie ist. Die Gags setzen sich größtenteils aus dem schwarzen Humor der einzelnen Szenen und dem abgedrehten Szenario zusammen. Teilweise gibt es allerdings auch billigen Toilettenhumor geboten, der genauso wenig zu gefallen weiß wie das nervige Esoterik-Gesabber von Experience. Doch wie schon in „Braindead“ geht es auch in „Black Sheep“ nur in zweiter Reihe um die Story, und in erster Linie um die Aneinanderreihung verrückter, abgedrehter Schaf-Szenen. Und hier kann der Film vollends punkten und die Killerschafe sorgen für reichlich gute Unterhaltung, die sich Freunde des Genres zu Gemüte führen sollten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist vom Kontrast gesehen ein wenig zu tief angesetzt und auch die Detailschärfe könnte einen Tick besser ausfallen. Davon abgesehen macht es aber einen guten Eindruck. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut abgemischt und die Surroundkanäle werden vereinzelt immer wieder gezielt für einige gute Raumeffekte genutzt.
Bei der zum Test vorliegenden Single-Disc-Version gab es außer einem Audiokommentar mit Regisseur Jonathan King und Hauptdarsteller Nathan Meister, der in Englisch ohne Untertitel vorhanden ist, keine Extras- Die im Verkauf verfügbare 2-Disc-Version wird eine separate Bonus-DVD mit Hintergrundinformationen beinhalten.
Fazit:
„Black Sheep“ ist eine reichlich abgedrehte, tiefschwarze und blutige Horrorkomödie, die in der Tradition der frühen Peter-Jackson-Filme steht. Wer derartig gelagerte Unterhaltung mag, sollte diese Herde Killerschafe nicht ungeschoren in den DVD-Regalen davonkommen lassen und sich einen vergnügten Abend mit Dollys Erben machen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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82:51 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Black Sheep
Black Sheep
Wenn auf den Koppeln kein Platz mehr ist, kehren die Gen-Schafe zu den Farmen zurück
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Neuseeland, 2006 Regie: Jonathan King Drehbuch: Jonathan King Darsteller: Nathan Meister, Danielle Mason, Peter Feeney, Tammy Davis, Glenis Levestam, Tandi Wright, Oliver Driver
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 22.11.2007
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