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DVD-Besprechung - Very Bad Things (Steel-Edition)
Story:
Kyle (Jon Favreau) steht kurz vor einem großen Moment. Nur noch wenige Tage und dann heiratet er endlich seine geliebte Laura (Cameron Diaz). Doch bis dahin muss noch einiges arrangiert und auch Probleme gelöst werden, denn einer Service-Dienstleister will doch tatsächlich andere Stühle als die bestellten bringen. Und dann ist da ja auch noch der traditionelle Junggesellenabschied, den Kyle mit seinen Freunden Boyd (Christian Slater), Moore (Leland Orser), Adam (Daniel Stern) und Michael (Jeremy Piven) in Las Vegas feiern will. Doch der Abend vernimmt einen blutigen Verlauf und das Leben der Freunde versinkt im Chaos.
Meinung zum Film:
Immer wieder tauchen kleine Produktionen auf, die es dennoch absolut in sich haben. Sie können z.B. durch Schauspieler auffallen, die der Zuschauer in einer solchen Produktion nicht erwartet, oder auch durch eine innovative Story, die aufhorchen lässt. „Very Bad Things“ ist so ein Film, denn diese rabenschwarze Komödie hat alles, was ein Überraschungsbonbon benötigt. Die Ausgangslage ist völlig normal und bietet einige Zeit keine Anzeichen für das dann plötzlich einsetzende Geschehen. Das Drehbuch gibt richtig Vollgas und führt die Protagonisten in eine bitterböse Geschichte, in der auch menschliche Schwächen gnadenlos ins Rampenlicht gezerrt werden. Der Sarkasmus, mit dem Regisseur Peter Berg („Chicago Hope“) in seinem Erstlingswerk den Zuschauer kalt erwischt, ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Für Freunde von schwärzestem Humors ist „Very Bad Things“ allerdings ein Muss.
Erzählt wird die Geschichte eines Junggesellenabschieds, der, nach einem vollkommen harmlosen Beginn, ein skurriles und tödliches Ende nimmt. Beim Liebesspiel mit einer Prostituierten geschieht Michael ein grausiges Missgeschick und das Mädchen kommt ums Leben. Der weitere Verlauf der schwarzen Komödie basiert dann auf diesem Ereignis und wie die Eingeweihten mit dem Erlebten umgehen. Dies geschieht, zur Unterhaltung des Zuschauers, natürlich nicht sonderlich gut und die Freunde beginnen sich selbst zu zerfleischen. Immer wieder glaubt man, dass mit dem gerade gesehen Gag der Höhepunkt erreicht wäre, doch Peter Berg bietet seinen Zuschauern immer neue Ungeheuerlichkeiten. Wohlgemerkt, der Tod der Prostituierten ist erst der Auftakt und noch lange nicht der Höhepunkt. Den erfährt die Geschichte mit dem Ende, denn hier endet zwar der Film doch für eine der handelnden Personen eröffnet sich eine ganz persönliche Hölle. Wenn man es aber ganz genau nimmt, dann verlieren alle.
Cameron Diaz („Verrückt nach Mary“) fungiert in der Komödie als wichtiges, schmückendes Beiwerk. Ihre Rolle als heiratswütige, nervige Braut Laura füllt sie perfekt und schon nach wenigen Worten fragt man sich, warum denn der arme Kyle zu dieser zur Hysterie neigenden Dame hingezogen fühlt. Kyle wird von Jon Favreau („Deep Impact“) gespielt und macht seine Sache richtig gut. Stets versucht er sehenden Auges, die Katastrophe zu verhindern und den Weg in einen normalen Alltag zurück zu leiten. Der eigentliche Knaller ist aber Christian Slater („Alone In The Dark“), den Braut Laura schon früh als schlimmen Finger entlarvt. Scheint er zunächst ein einfach nur selbstbewusster und von sich selbst überzeugter Typ zu sein, so ändert sich da im weiteren Verlauf so einiges an ihm und er nimmt immer mehr psychopatische Muster an.
Digitale Aufarbeitung:
Es verwundert schon ein wenig, warum die Steelbox ein Bild im Format 1,33:1 bietet, während die Uncut-Fasssung 1,85:1 aufweist. Zeitweise wirkt das Bild eine Spur zu hell, was dann die Farben etwas blass aussehen lässt. In den dunkleren Szenen legt sich das und es präsentiert sich eine glatte Optik. Der Ton ist akzeptabel, aber ereignislos.
Die Extras beginnen mit den Bio-/Filmografien die als Texttafeln vorliegen. Hier sind auch die kurzen Interviews angesiedelt, die recht nett geworden sind. Kurz, aber gut. Die B-Roll bietet einen unkommentierten, aber auch nicht übersetzten Eindruck in die Dreharbeiten. Der Menüpunkt Synchronbesetzung birgt lediglich eine Texttafel mit den Namen der Schauspieler, der Rollennamen und deren Synchronsprecher. Einen Einblick in die Synchronarbeiten gibt es leider nicht. Den Abschluss bilden der englische und der deutsche Trailer.
Die Steel-Edition entspricht der 1999 erschienen FSK-16-Fassung und ist um rund 5 Minuten geschnitten. Es stellt sich hier dann auch die Frage, warum diese entschärfte Fassung dann in der Steelbox eine FSK-18-Freigabe verpasst bekommen hat.
Fazit:
„Very Bad Things“ ist eine rabenschwarze Komödie, die mit einigen bekannten Schauspielern gespickt ist. Die DVD ist technisch soweit o.k., doch eine Kaufempfehlung ist sie trotz des Steelbook nicht, da sie geschnitten ist und nur das Blech kann hier kein Anreiz sein.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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91:14 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.1 | Englisch Dolby Digital 2.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Bio-/Filmografien
- Trailer
- B-Roll
- Interviews
- Synchronbesetzung
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Very Bad Things
Very Bad Things
Bitterböse Komdie mit Starbesetzung
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1998 Regie: Peter Berg Drehbuch: Peter Berg Darsteller: Cameron Diaz, Christian Slater, Jon Favreau, Leland Orser, Jeremy Piven
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 26.10.2007
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